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Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien für Univ.Prof.i.R.Dr.phil.Karlheinz Schwarz

Univ.Prof.i.R.Dr.phil.Karlheinz Schwarz wurde am 29.Mai 2007 durch den Amtsführenden Stadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny das Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um das Land Wien verliehen.

Univ.Prof. i.R. Dr.phil. Karlheinz Schwarz

Univ.Prof. i.R. Dr.phil. Karlheinz Schwarz

Univ.Prof. i.R. Dr.phil. Karlheinz Schwarz

Der Verdienst von Karlheinz Schwarz um das Land Wien war es, substantiell dazu beizutragen, dem Namen und der Stadt WIEN alle Ehre zu machen und den Bekanntheitsgrad Wiens international zu steigern:  

Einer der Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeiten der Preisträgers ist die seit mehr als 25 Jahren betriebene Entwicklung des Computerprogramms WIEN2k, das seiner Arbeitsgruppe hohe internationale Anerkennung gebracht hat. Der Hauptautor dieses Programm-Paketes ist Prof. Peter Blaha, der seit 1980 eng mit Schwarz zusammenarbeitet. Schon bei der ersten Publikation des Programmpaketes gab man ihm den Namen WIEN, weil die Autoren aus Wien kamen -  „Wien2k“ (Wien 2000) und dabei ist es trotz neuer Releases geblieben. Das Wien-Package wurde in einer Vielzahl von internationalen Konferenzen weltweit präsentiert (von Kyoto über Isfahan bis Los Angeles), ja es wurde sogar ein Buch über WIEN2k auf Japanisch verfasst. WIEN2k ist auch weltweit - mit derzeit 1100 Lizenzen - im Einsatz.

Karlheinz Schwarz ist - wenn auch formal im Ruhestand, so doch weiterhin höchst aktiv - Professor für Theoretische Chemie am Institut für Materialchemie an der TU Wien. Vielseitigkeit und Interdisziplinarität zeichnen – zusätzlich zur hohen Qualität – sein wissenschaftliches Wirken aus.

Karlheinz Schwarz wurde 1941 in Wien geboren, studierte Chemie an der Universität Wien (daneben auch Physik und Mathematik). Seine Dissertation beschäftigte sich mit quantenchemischen Berechnungen an Festkörpern. 1968 promovierte er zum Dr.phil. (Univ.Wien), wirkte im Rahmen seines PostDoc (1969-1971) bei Prof. Slater, einem Pionier der Quantenmechanik, am Quantum Theory Project an der Univ.Florida (in Gainesville) mit.
Schwarz entwickelte die „Augmented Plane Wave Method“ (APW-Methode) in seiner Dissertation weiter - die  Basis für das weltweit eingesetzte Programmsystem WIEN2k.

Seit 1972 ist Karlheinz Schwarz an der TU Wien beschäftigt, 1974 habilitierte er sich in Quantenchemie, seit 1976 ist er Professor.

Ca. 300 Publikationen in international referierten Zeitschriften, Auszeichnungen wie 1972 der SANDOZ‑Preis (heute Novartis), zahlreiche Auslandsaufenthalte, Mitgliedschaften bei der Österr. Akademie der Wissenschaften, The Royal Society of Sciences at Uppsala,Präsident des Vereins österr. Fulbright Stipendiaten (1999-2008), Stv.Sprecher von AURORA, zählen zu den vielseitigen Engagements des Preisträgers.

Schwarz ist auch international wissenschaftlich tätig: Gastwissenschaftler Stuttgart, BRD (1974), Max Planck Institut für Festkörperforschung, Gastprofessor Bochum, BRD (77, 87), Uppsala, Schweden (78), Montreal, Canada (81), IBM, Yorktown Heights, USA (81-86), Gainesville, Florida, USA (88), NIRIM Tsukuba, Japan (94), Université P.& M.Curie, Paris, France (2000).

Karlheinz Schwarz hat sich ebenso für die Scientific Community und die Organisation unserer TU Wien eingesetzt: Er war von 1990-1994 Vorstand des EDV-Zentrums, Vorsitzender der Fachgruppe Chemie (1993-1999), im Senat (Stv.Vorsitz 2002-2003).

Karlheinz Schwarz ist mit Dr. Christine Schwarz verheiratet, die ihn intensiv unterstützt. Er hat eine Tochter und 3 Enkel (das jüngste ist nun 5 Wochen alt). Die klassische Musik und die Kultur in Wien sind der wichtige Ausgleich zu seiner intensiven Arbeit als Naturwissenschaftler.

Die Laudatio, der dieser Text auszugsweise entnommen wurde, hielt O.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Franz Rammerstorfer, Vizerektor für Forschung an der TU Wien.

Wir gratulieren einem ausgezeichneten Wissenschafter!