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Sieben TU-Projekte bei IKT-Call 2012 erfolgreich

Bei der diesjährigen WWTF-Ausschreibung im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) kommen sieben von insgesamt zehn geförderten Projekten von WissenschafterInnen der TU Wien.

Computer, Geräte, Informationsnetze - alles soll vernetzt werden.

Computer, Geräte, Informationsnetze - alles soll vernetzt werden.

Computer, Geräte, Informationsnetze - alles soll vernetzt werden.

Computer, Geräte, Informationsnetze - alles soll vernetzt werden.

Das Themenspektrum der Forschungsprojekte reicht dabei von SPARQL Evaluation, automatisierte Programmanalyse und Security über Digital Preservation bis hin zu und Videosequenzerkennung (alle Fakultät für Informatik), Visual Analytics (VRViS) und Multiterminaler Kommunikation (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik). Die Projekte werden mit insgesamt rund 3,5 Mio. Euro vom WWTF gefördert.

Breites Themenspektrum der geförderten Projekte

Unter dem Titel "SEE: SPARQL Evaluation and Extensions" wird Reinhard Pichler (Institut für Informationssysteme) die Grundlagen für eine effiziente Auswertung der Semantic Web-Anfragesprache SPARQL schaffen. Diese Anfragesprache erlaubt es, die Bedeutung von Web-Informationen für Computer verständlich zu machen. Um das Potenzial des Semantic Web besser auszuschöpfen, soll die effiziente Anfragebearbeitung außerdem auf weitere Datenformate im Web (insbesondere das XML Format) angewandt werden.

Florian Zuleger (Institut für Informationssysteme) wird mit seinem Projekt "Automated Program Analysis for Bounds on Resource Consumption" mathematische Modelle für einen möglichst effizienten Verbrauch eingeschränkter Ressourcen (Zeit, Speicherkapazität, Strom, etc.) entwickeln. Mittels entsprechender Softwaretools können diese beschränkten Ressourcen effizienter genutzt und gleichzeitig die Programmeffizienz maximal ausgeschöpft werden.

Im Rahmen des Projekts "Formalizing Information Security Risk and Compliance Management" wird Stefan Fenz mit seinem Team (Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme) neuartige Unterstützungsmethoden für kosteneffiziente Strategien entwickeln, um operative und strategische IT-Sicherheitsrisiken zu senken. Risikoberechnungsmethoden und semi-automatisierte Maßnahmen dienen der Behebung von Sicherheitslücken oder Risikominimierung und ermöglichen reibungslose Unternehmensabläufe.

Am gleichen Institut wird Christoph Becker logische Bewertungssysteme für die Langlebigkeit digitaler Informationen in Organisationen entwickeln. Das Projekt "Benchmark DP" (Digital Preservation) konzentriert sich auf die Bewertung und Vergleichbarkeit von Prozessen, Systemen und Organisationen im Bereich des digitalen Informationsmanagement. Dadurch sollen die langfristige Verwaltung und Archivierung von digitalen Inhalten und kulturellem Erbe verbessert werden.


Im Bereich der Videosequenzerkennung wird Maia Zaharieva (Institut für Softwaretechnik und Interaktive Systeme) im Rahmen des Projekts "Unusual Sequences Detection in Very Large Video Collections" Methoden für einen effizienten Zugriff auf große Video-Datenbanken entwickeln. Als neuartig erweist sich ihr Zugang: Das neue Retrieval-System soll auch Ähnlichkeiten im Kontext von kinematografischen und semantischen Konzepten berücksichtigen, wobei auf ungewöhnliches und damit potenziell interessantes Material abgezielt werden soll.

Ein weiteres Projekt im Bereich von Visual Analytics wird am fakultätsnahen Kompetenzzentrum VRVis gefördert: Jürgen Waser wird unter dem Titel "Scenario Pool: Visual Analytics for Action Planning in the Presence of Uncertainty" ein neuartiges Entscheidungshilfesystem entwickeln. Dieses soll insbesondere für komplexe und zeitkritische Situationen verschiedene Lösungsszenarien generieren und bspw. bei Katastrophen Anwendung finden.

Drahtlose Netze sind in unserem Alltag allgegenwärtig. Beispiele dafür sind Mobilfunknetze, WLAN, Bluetooth, terrestrische und satellitengestützte Funknetze für TV und Radio, sowie Sensornetze. Um die in diesen drahtlosen Netzen entstehende Datenflut zu bewältigen, verfolgt Prof. Gerald Matz in seinem Forschungsprojekt einen radikal neuen Entwurfsansatz. Basierend auf dem sogenannten "Information-Bottleneck-Prinzip" werden verteilte Algorithmen entwickelt, mit welchen die Daten möglichst stark komprimiert werden während die relevante Information erhalten bleibt.

IKT-Schwerpunkt des WWTF

Mit dem Förderschwerpunkt "Informations- und Kommunikationstechnologien" (IKT) verfolgt der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) die gezielte Stärkung von Spitzenforschung in Wien. Neben den "Vienna Research Groups for Young Investigators", die im Vorjahr erstmals als Förderinstrument im Rahmen des IKT-Förderschwerpunktes eingesetzt und heuer an der Fakultät für Informatik eingerichtet wurden (Informatik-Erfolge bei Call 2011), werden wissenschaftliche Projekte mit einer mittelfristigen Nutzen- und Verwertungsperspektive gefördert. Der Schwerpunkt “Informations- und Kommunikationstechnologien” (IKT) wurde 2007 vom WWTF eingerichtet.