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Sicherheit in der Gebäudeautomation

Immer komplexer werdende Gebäudeautomationssysteme sollen neben den klassischen Bereichen wie Heizung, Lüftung und Klima, Beleuchtung und Verschattung auch Zutrittskontroll- und Alarmsysteme integrieren. Die Sicherheit solcher Anlagen vor Hacker-Angriffen zu gewährleisten, ist eine besondere Herausforderung. Das gilt umso mehr, seitdem auch in der Gebäudeautomation Funknetze zum Einsatz kommen. Eine Forschungsgruppe der Technischen Universität (TU) Wien arbeitet an speziellen Schutzmechanismen.

v.l.n.r.: Wolfgang Granzer, Christian Reinisch, Georg Neugschwandtner, Wolfgang Kastner, Fritz Praus

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v.l.n.r.: Wolfgang Granzer, Christian Reinisch, Georg Neugschwandtner, Wolfgang Kastner, Fritz Praus

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Laborausstattung

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Laborausstattung

Laborausstattung

Laborausstattung

Wien (TU). - "Am Beispiel des Internets, das anfangs für einen geschlossenen Nutzerkreis ausgelegt war, zeichnet sich ab, dass Versäumnisse gefährliche Folgen haben können. Das Internet wird heute von mutwilligen Angriffen überschwemmt. Das gleiche Szenario ist in der Gebäudeautomation denkbar, wenn man nicht rechtzeitig entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergreift. Früher gelangte man nur im Gebäude selbst an das Automationssystem. Heute könnten sich Angreifer über das Internet oder einen handelsüblichen Laptop mit WLAN einloggen. "Die Herausforderung lautet hier sichere Verfahren zu finden, damit die Systeme nicht überlistet werden können", erläutert Wolfgang Kastner vom Institut für Rechnergestützte Automation der TU Wien.

"Der Zugang in das Netzwerk soll sowohl von außen als auch von innerhalb des Gebäudes sicher sein. Wenn man sich vorstellt, Zutrittssysteme in Banken per Mausklick lahmzulegen, wird erst deutlich wie wichtig diese Schutzmechanismen geworden sind", erklärt er. Neben dem Sicherheitsbereich (Security) spielt auch die Integration von Brandmeldeanlagen (Safety) eine Rolle. Der Trend geht in Richtung eines zwar verteilten aber einheitlichen Systems, das vielfältige Aufgabenbereiche abdecken kann. Kastner und seine MitarbeiterInnen zielen in ihrer Arbeit auf ein solches "All-in-One"-System ab. In diesem können beispielsweise Komponenten für mehrere Funktionen genutzt werden: "Ein Bewegungssensor kann sowohl das Licht schalten als auch einen Alarm auslösen."

Kastner und sein Team beschäftigen sich damit, wie die einzelnen Komponenten des Systems sicher über ein Netzwerk miteinander kommunizieren können. Die Herausforderung bei der Entwicklung dieser Kommunikationsprotokolle ist, dass in 'Embedded Systems' meist wenig Rechenleistung und Speicherplatz verfügbar ist. In der Gebäudeautomation gilt das ganz besonders für intelligente Sensoren und Aktuatoren.

Das Projekt "Sicherheit in der Gebäudeautomation" begann im Juni 2007 mit einer dreijährigen Laufzeit und wird vom FWF (Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung) unterstützt.

Link: http://www.auto.tuwien.ac.at/a-lab

Fotodownload: https://www.tuwien.ac.at/index.php?id=5253

Rückfragehinweis:
Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Kastner  
Technische Universität Wien
Institut für Rechnergestützte Automation   
Treitlstraße 1-3/183, 1040 Wien
T +43/1/58801 - 18320
F +43/1/58801 - 18391
E k@auto.tuwien.ac.at

Mag. Daniela Ausserhuber
TU Wien - PR und Kommunikation
Karlsplatz 13/E011, A-1040 Wien
T +43-1-58801-41027
F +43-1-58801-41093
E daniela.ausserhuber@tuwien.ac.at
http://www.tuwien.ac.at/pr