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Schwingungen besänftigen

Weltweit machen sich WissenschafterInnen daran, Schwingungen von Gebäuden, Brücken, Denkmälern und Geräten in den Griff zu bekommen. Die neuesten Erkenntnisse und Entwicklungen werden bei der 3ECSC, 12.-15. Juli, an der TU Wien diskutiert.

Wien (TU) - Sei es, um die Sicherheit zu erhöhen oder die Lebensqualität zu verbessern. Beide Aspekte animieren WissenschafterInnen weltweit dazu, unerwünschte Schwingungen von Gebäuden, Brücken, Denkmälern oder Geräten zu unterdrücken. Österreichische Ingenieure forschen dabei mit an der Weltspitze, z.B. wenn es darum geht, Hochhäuser nicht mehr schwanken zu lassen oder sie erdbebensicher zu machen. Aber nicht nur in Österreich beforscht man dieses Thema. 350 ForscherInnen aus aller Welt kommen vom 12.-15. Juli 2004 zur 3rd European Conference on Structural Control (3ECSC) und werden ihr Wissen auf höchstem wissenschaftlichen Niveau zu allen Arten der Steuerung und Regelung von Konstruktionen austauschen.

Gebäude, Brücken, Denkmäler, Flugzeuge, Autos, Geräte - diesen und anderen Konstruktionen gilt das Interesse der 3ECSC. Hochhäuser "stramm stehen" lassen, um Schwankungen in den obersten Stockwerken zu vermeiden, Gebäude erdbebensicher oder weitgespannte Brücken schwingungsstabil zu machen, die besonders für horizontale Schwingungen anfällig und in weiterer Folge sogar einsturzgefährdet sind. Das sind nur einige Highlights, die bei der 3ECSC zur Sprache kommen werden.

Die 3ECSC thematisiert aber auch Probleme der Medizintechnik - wie lässt sich z. B. der ohrenbetäubende Lärm, der bei Magnetfeldresonanz-Untersuchungen durch das Schwingen der Schale entsteht, beseitigen? Gegenstand des Forschungsinteresses sind darüber hinaus der Fahrzeug- und Flugzeugbau oder die Verkehrstechnik. So wird intensiv daran geforscht, wie automatische Überwachungssysteme Flugzeuge sicherer machen können, indem das System anzeigt, wann ein Flugzeug zu warten ist. Damit entfallen die automatischen Routinekontrollen, die langwierig und aufwändig sind. Und natürlich freuen sich auch die Anrainer stark befahrener Straßen, wenn verkehrsbedingte Erschütterungen in Zukunft entfallen.

Die Konferenz wird durch ein interdisziplinäres Team von Forschern des arsenal research, der Johannes Kepler Universität Linz und der TU Wien ausgerichtet. Dieses Team verbindet eine langjährige, international viel beachtete Zusammenarbeit. Die angesehene European Conference on Structural Control findet alle vier Jahre in einer europäischen Metropole statt, das letzte Mal im Jahre 2000 in Paris. Die Konferenz konnte nunmehr an die TU Wien gebracht werden, die mit ihren Einrichtungen im Freihaus als Gastgeber fungiert.

Details zur Third European Conference on Structure and Control (3ECSC) erfahren Sie unter:

www.samco.org/3ecsc/, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster



3ECSC, 12.-15. Juli 2004
Technische Universität Wien, "Freihaus"
Wiedner Hauptstraße 8-10, 1040 Wien