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Porträt Birgit Musil-Schläffer

Die Absolventin der Verfahrentechnik und femtech-Expertin 2007 fühlt sich nach wie vor der TU Wien verbunden.

Birgit Musil-Schläffer

Birgit Musil-Schläffer

Birgit Musil-Schläffer

Birgit Musil-Schläffer schloss im Juni 1994 die Matura am BRG in Villach mit Auszeichnung ab. Danach ging sie für ein Jahr als Au-Pair nach New Jersey, USA.
Nach ihrer Rückkunft inskribierte sie an der TU Wien Verfahrenstechnik und engagierte sich aktiv in der Österreichischen Hochschülerschaft, wo sie gewählte Studienrichtungsvertreterin, Mitglied der Studienkommission für Verfahrenstechnik und Mitglied des Senates der TU Wien war.

Von 1999 bis 2001 war sie, neben  der Teilnahme an einem Projekt der Virginia Tech in Kooperation mit der TU Wien, stellv. Vorsitzende der Universitätsvertretung und danach zwei Jahre Vorsitzende der Fakultätsvertretung für Maschinenbau. Kurz vor Abschluss ihres Studiums im März 2003 bekam sie eine Anstellung als Junior Researcher in der Austrian Bioenergy Centre GmbH, in deren Rahmen sie auch ihre Diplomarbeit verfasste, die von der HTU prämiert wurde.
2005 promovierte Birgit Musil-Schläffer mit Auszeichnung.  Zwei Monate später stieg sie zum Senior Researcher in der Austrian Bioenergy Centre GmbH auf. Im Juni 2006 gewann sie eine Stipendium für das Studium „Professional MBA für Entrepreneurship und Innovation“, das gemeinsam von TU Wien und WU Wien angeboten wird. 2007 wurde sie zur FEMtech-Expertin des Monats gekührt. Im Jahr darauf schloss sie ihr MBA-Studium ab.

In ihrer Freizeit entspannt sich die ausgebildete Snowboardlehrerin gerne beim Schwimmen, kreativen Gestalten und Motorrad fahren. Birgit Musil-Schläffer ist verheiratet und genießt zur Zeit im Mutterschutz ihren neuen Familienzuwachs.

Birgit Musil-Schläffer fühlt sich nach wie vor der TU verbunden:

"Ich fühle mich der TU Wien nach wie vor sehr verbunden, da dort der Grundstein für mein aktuelles Leben gelegt wurde, ich über die ÖH viele positive und emotionale Erlebnisse mit der TU Wien verbinde und sehr froh bin, dass ich an einigen sehr netten Instituten studieren konnte, zu denen ich noch immer guten Kontakt pflege. Wesentlich Punkte, die meine bisherige Karriere beeinflusst haben waren die hohe Selbstständigkeit und Selbstorganisation, die mein Studium verlangte. Inhaltlich hat mir die "Breite" in meinem Studium und die Forderung, das Gelernte zu vernetzen, geholfen. Das macht technische Studien zwar besonders mühsam, hilft aber im Berufsleben sehr.

Mein Tipp für neue Absolventinnen ist, die Zeit des Studiums - soweit dies die Prüfungen zulassen - zu genießen und auf jedem Fall immer über den Tellerrand zu schauen - d.h. sich auch im Bereich der Soft Skills Know-How anzueignen. Mit technischem Wissen alleine steht man nämlich im Berufsleben sehr schnell an.
Frauen in technischen Berufen sind für mich selbstverständlich, genau dieses Selbstverständnis lebe ich und fordere es von meinem beruflichen, aber auch privaten Umfeld.
Ich bin der Überzeugung, dass diese geistige Einstellung Voraussetzung für die Gleichstellung von Frauen und Männern ist. Gleichstellung wird so lange nicht zustande kommen, so lange eine Technikerin in der Gesellschaft „etwas Besonderes“ darstellt." (Birgit Musil-Schläffer, 2008)