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NÖ Innovationspreis 2006 für TU-/Industrie-Kooperation

Mit dem Projekt "BoostDryer" konnte die Voith Paper GmbH St. Pölten beim Innovationspreis der Wirtschaftskammer Niederösterreich in der Kategorie Maschinenbau den Sieg erringen. Das ausgezeichnete Verfahren wurde in Kooperation mit dem Institut für Thermodynamik und Energiewandlung perfektioniert.

v.l.n.r.: Karl Ponweiser (Institut für Thermodynamik und Energiewandlung der TU Wien), Erich Brunnauer (GF Voith Paper), Martin Egger (FH Wels, TU-Absolvent), Norbert Karner (Voith Paper, Projektleiter BoostDryer und TU-Absolvent)

v.l.n.r.: Karl Ponweiser (Institut für Thermodynamik und Energiewandlung der TU Wien), Erich Brunnauer (GF Voith Paper), Martin Egger (FH Wels, TU-Absolvent), Norbert Karner (Voith Paper, Projektleiter BoostDryer und TU-Absolvent)

v.l.n.r.: Karl Ponweiser (Institut für Thermodynamik und Energiewandlung der TU Wien), Erich Brunnauer (GF Voith Paper), Martin Egger (FH Wels, TU-Absolvent), Norbert Karner (Voith Paper, Projektleiter BoostDryer und TU-Absolvent)

Bei dem BoostDryer-Verfahren handelt es sich um eine neuartige Methode, bei der eine erheblich höhere Trocknungsleistung als bei herkömmlichen Verfahren erzielt werden kann. Bei herkömmlichen Papiertrocknungsverfahren wird das Papier über viele, mit Dampf beheizte Zylinder geführt. Dabei werden das Papier und das enthaltene Wasser erhitzt. Das Abdampfen des Wassers erfolgt vorwiegend in den Strecken zwischen den Zylindern, in welchen das Papier frei läuft.

Beim BoostDryer-Verfahren wird das feuchte Papier mit einem Siebband gegen einen speziell aufgebauten, dampfbeheizten Zylinder gepresst. Der für hohen Wärmedurchgang optimierte Zylindermantel sowie der Anpressdruck des Siebes sorgen für eine hohe Wärmeleistung. Durch den in den zylindernahen Papierschichten entstehenden Dampfdruck wird Wasser teilweise unverdampft in das umschließende Sieb gedrückt, was eine erhebliche Energieeinsparung bewirkt.

Das Projekt wurde über mehrere Jahre vom Institut für Thermodynamik und Energiewandlung der TU Wien maßgeblich begleitet. Im Zuge einer Dissertation wurde ein Programm zur numerischen Simulation des Energie- und Stofftransports, der im Papier während der Trocknung auftritt, entwickelt. In weiteren
Projektabschnitten wurden die Grundlagen zur Entwicklung des Hochleistungstrockenzylinders erarbeitet.

Insgesamt stellt das Projekt einen bedeutenden Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs bei den sonst sehr energieintensiven Trockenpartien von Papiermaschinen dar.