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Neue Trends in der Industrieautomation

Vom 21.-24. September 2004 wird die TU Wien zum Mekka der Industrieautomation. Bei der Konferenz "5th IEEE Workshop on Factory Communication Systems" werden die neuesten Entwicklungen und Trends diskutiert.

Wien (TU). - Industrieautomation - wer sie nur in Fabriken vermutet, irrt. Die Ergebnisse der Forschungsbestrebungen werden nämlich auch AutofahrerInnen in naher Zukunft schätzen lernen. Derzeit erfüllen beispielsweise Assistenzsysteme im Auto nur passive Aufgaben, sie warnen und informieren die Lenker vor gefährlichen Situationen. Was in der konkreten Gefahrensituation zu tun ist, entscheiden letztendlich aber die AutofahrerInnen. In Zukunft sollen Assistenzsysteme eine weit aktivere Rolle übernehmen: Adaptive Cruise Control-Systeme (ACC) berechnen und passen Fahrgeschwindigkeit und Abstand zu voranfahrenden Fahrzeugen an. Ziel ist, dass zukünftig ACC Systeme in der Lage sind, beispielsweise "Stopp and Go"-Manöver selbstständig und vollkommen autonom durchzuführen. Die Unfallgefahr kann dadurch wesentlich eingeschränkt werden.

Industrieautomation ist das Thema, mit dem sich die Konferenz "5th IEEE Workshop on Factory Communication Systems" (WFCS) auseinandersetzt. Ziel der Konferenz ist es, Industrie und Forschung zusammenzubringen. Schwerpunkte sind Echtzeitkommunikation, Integration und Vernetzung von Industrie- und Managementnetzwerken sowie drahtlose Kommunikationsnetze. Funklösungen für PC-Netzwerke sind seit zwei Jahren gang und gäbe und auch in der Industrie wird schon seit langem über die Vorteile der drahtlosen Kommunikation diskutiert. Die Umsetzung steckt bislang allerdings noch in den Kinderschuhen. Ob der massive Einsatz von Funk-LANs im Bürobereich auch eine neue Chance für die drahtlose Industrieautomatisierung bieten könnte, wird bei der Konferenz intensiv erörtert. Neben Fragen wie diesen werden weitere wichtige Aspekte wie Sicherheit, Fehlertoleranz und Multimediaunterstützung behandelt.

Ganz im Sinne der Kooperation zwischen Forschung und Industrie ist der erste Tag der Konferenz, der sogenannte "Industry Day", ganz der Praxis gewidmet. Global Players der Automatisierungsbranche wie Siemens, Bernecker & Rainer, Phoenix Contact oder Beckhoff werden über den Einsatz und die Entwicklungen der aufstrebenden Technologie des Industrial Ethernet berichten, das eine einfache Integration zwischen der Office-Welt des Managements und der Automation in der Fabrik verspricht.

Als Organisator der Konferenz ist es dem Institut für Computertechnik gelungen, eine der renommiertesten Konferenzen des internationalen Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) an die TU Wien zu holen. Experten aus Nord- und Südamerika, Asien, Afrika sowie Europa werden in rund 60 Vorträgen die neuesten Erkenntnisse, Trends und Entwicklungen in der Industrieautomation präsentieren und diskutieren.

Website:

www.ict.tuwien.ac.at/wfcs2004, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster



21.-24. September 2004: 5th IEEE Workshop on Factory Communication Systems
Festsaal, Technische Universität Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien.