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Mut zu Visionen!

Prof. Rudolf Scheuvens ist neuer Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung.

Rudolf Scheuvens

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Prof. Rudolf Scheuvens, der neue Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung, stammt aus Nordrhein-Westfalen. An der TU Dortmund studierte er Raumplanung und sammelte Praxiserfahrung in seinem Planungsbüro, was er seit 1993 gemeinsam mit Kunibert Wachten betreibt. Die ersten Schritte seiner akademischen Karriere machte er als Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Rheinland-Pfalz und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Dortmund, bevor er 2001 Professor für Städtebau und Baugeschichte der Fachhochschule Hannover wurde. 2007 wechselte er an die Fachhochschule Oldenburg, 2008 schließlich als Universitätsprofessor für Örtliche Raumplanung und Stadtentwicklung an die TU Wien. Nicht nur als Professor, sondern auch in verschiedenen verwaltungsnahen Positionen hilft Scheuvens, sein akademisches Wissen in konkrete Stadtplanung umzusetzen – zum Beispiel als Vorsitzender des Aspern-Beirates in Wien und im Grundstücksbeirat der Stadt Wien.

Große Vielfalt, beschränkte Ressourcen
Rudolf Scheuvens möchte dazu beitragen, die unterschiedlichen Institute und Forschungsbereiche seiner Fakultät enger zu vernetzen. "Ich halte die vielfältige disziplinäre Struktur als eine der besonderen Stärken der Fakultät für Architektur und Raumplanung", sagt Scheuvens. Probleme sieht er in erster Linie im Betreuungsverhältnis: Die große Zahl der Studierenden stellt die Fakultät immer wieder vor Probleme. "Die begrenzten personellen, räumlichen und finanziellen Ressourcen erfordern schon jetzt eine ganz besondere Kreativität in der Bewältigung der alltäglichen Aufgaben", sagt Scheuvens. Gerade deshalb hält er ein kooperatives und vernetztes Agieren innerhalb der Fakultät für besonders wichtig.

Raumplanung geht uns alle an
In seiner eigenen Forschung am Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung beschäftigt sich Scheuvens mit dem gesellschaftlichen Diskurs rund um städteplanerische/raumplanerische Fragen. Planung kann nicht stur von oben verordnet werden, in wachsendem Ausmaß wird sie von einer bewusst mitwirkenden Öffentlichkeit bestimmt. "Die Entwicklung unserer Städte und Gemeinden erfordert den offenen Dialog, die Auseinandersetzung, den Mut zu Visionen, das Ringen um Qualität", findet Rudolf Scheuvens.

"So wie Planung stets auch die Aufgabe hat, Entwicklungen zu stimulieren, das Neue zu wagen, Innovationen zu provozieren, geht es immer auch um das Wecken von Bereitschaft und Interesse zur Mitwirkung und Mitgestaltung", ist Scheuvens überzeugt.

 

Bild: © Fakultät für Architektur und Raumplanung, TU Wien