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Mobilitätsstipendium der Bank Austria für TU-Physikerin Fabienne Eder

Die 7.000 Euro des Bank Austria Mobilitätsstipendiums 2010 gehen an die Physikerin Fabienne Eder, die damit Forschungsaufenthalte in Deutschland und Großbritannien finanzieren wird. Die Überreichung fand heute, 14. April 2011 im Rahmen der Promotionsfeier statt.

Fabienne Eder

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Fabienne Eder

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Fabienne Eder bei der Arbeit am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mit dem externen Ionenstrahl

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Fabienne Eder bei der Arbeit am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mit dem externen Ionenstrahl

Fabienne Eder bei der Arbeit am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mit dem externen Ionenstrahl

Fabienne Eder bei der Arbeit am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mit dem externen Ionenstrahl

Das eingereichte Projekt von Frau Mag. Eder beschäftigt sich mit einer neuen Herangehensweise zur Herkunftsbestimmung von archäologischen Obsidianartefakten (zum Teil zur Verfügung gestellt von Dr. W. Antl-Weiser, Kuratorin der Abteilung der Ur- und Frühgeschichte, Naturhistorisches Museum Wien). Die dazu notwendigen Auslandsaufenthalte werden mit dem Mobilitätsstipendium finanziert.

Obsidian und der chemische Fingerabdruck
Obsidian ist ein natürliches, vulkanisches Glas. Charakteristisch der muschelige Bruch, der die Herstellung von rasiermesserscharfen Werkzeugen und Waffen ermöglicht. Aufgrund dieser Eigenschaft war Obsidian eines der begehrtesten und weitest verbreiteten Rohstoffe in prähistorischen Kulturkreisen. Die Herkunftsbestimmung von Obsidianen, die in großer Entfernung von natürlichen Vorkommen gefunden wurden, liefert somit Kenntnisse über ur- und frühgeschichtliche Handelsbeziehungen und Seewege. Zur Charakterisierung von Obsidianen wird der so genannte "chemische Fingerabdruck" herangezogen, welcher die Bestimmung signifikanter Unterschiede in den Elementzusammensetzungen ermöglicht.

Ziel der Dissertation ist die Erstellung einer methodenübergreifenden Datenbank für die natürlichen Obsidianvorkommen im europäischen Raum. Die drei wesentlichen Analyseverfahren hierfür sind:

  • Instrumental Neutronen Activation Analysis (INAA)
  • Kombinierte externe Ionenstrahlanalytik: Proton Induced X-ray Emission (PIXE), Proton Induced Gamma-ray Emission (PIGE) und Rutherford Backscattering Spectrometry (RBS)
  • Laser Ablation-Inductively Coupled Plasma-Mass Spectrometry (LA-ICP-MS)

deren Kombination einerseits die Bestimmung eines umfangreichen und aussagekräftigen Elementspektrums, andererseits einen direkten Vergleich der Reproduzierbarkeit und Richtigkeit der Analysemethoden ermöglicht.

Drei Standorte für ein Ziel | Wien, Dresden, Aberystwyth
Die INAA-Experimente finden am Atominstitut der TU Wien statt, wo bereits erfolgreich die Herkunft von vulkanischen Gesteinen im Rahmen des SCIEM 2000 Projekts bestimmt wurden.
Simultane PIXE-PIGE-RBS-Messungen am externen Ionenstrahl werden in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf durchgeführt.
Die Analysen mittels LA-ICP-MS finden in Kooperation mit der Aberystwyth University, Wales, UK statt.
Aufgrund der infrastrukturellen Einrichtung sind keine durchgängigen Aufenthalte möglich, weshalb  mehrere zweiwöchige "Mess-Ausflüge" geplant sind.

Das Bank Austria Mobilitätsstipendium
Die Bank Austria stellt einen Betrag von € 7.000,- zur Verfügung, um einem Studenten/einer Studentin bzw. einem Absolventen/einer Absolventin des Doktoratsstudiums an der TU Wien eine mindestens dreimonatige Tätigkeit an einer wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Einrichtung im Ausland zu ermöglichen. Dabei sollen vor allem Wissens- und Ausbildungsbereiche erschlossen werden, die es in Österreich nicht gibt, mit dem Ziel neue Erkenntnisse für Österreich nutzbar zu machen.
Über die Zuerkennung des Mobilitätsstipendiums entschieden zwei Vertreter der Bank Austria, der Rektor sowie der Vizerektor für Lehre. 70% des Stipendiums werden vor Antritt der Reise ausbezahlt, 30 % nach Vorlage und Annahme des Berichts über den Auslandsaufenthalt.

Fotodownload:http://tuweb.tuwien.ac.at/index.php?id=11247

Rückfragehinweis:
Mag. Fabienne Eder
E141 - Atominstitut
Technische Universität Wien
Stadionallee 2, 1020 Wien
T +43-1-58801-141216
fabienne.eder@tuwien.ac.at

Aussender:
Herbert Kreuzeder
Büro für Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Wien
Operngasse 11, 1040 Wien
T +43-1-58801-41023
herbert.kreuzeder@tuwien.ac.at