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Keine Frage der Domäne

Eine europäische Forschungsinitiative setzt sich zum Ziel die grundlegende Architektur von eingebetteten Systemen in Autos, Flugzeugen oder Handys domänenübergreifend zu gestalten. In einem immer dichter werdenden Netz an Multimedia- und Unterhaltungselektronik-Anwendungen wollen InformatikerInnen der Technischen Universität (TU) Wien Synergien aufdecken und nutzen. Als Projektkoordinator wurden sie dafür bereits ausgezeichnet.

Roman Obermaisser

Roman Obermaisser

Roman Obermaisser

Roman Obermaisser

In der GENESYS Architektur können domänenübergreifende Architekturdienste (sogenannte ‚Core Services‘) durch domänenspezifische Architekturdienste (sogenannte ‚Optional Services‘) spezialisiert werden.

In der GENESYS Architektur können domänenübergreifende Architekturdienste (sogenannte ‚Core Services‘) durch domänenspezifische Architekturdienste (sogenannte ‚Optional Services‘) spezialisiert werden.

In der GENESYS Architektur können domänenübergreifende Architekturdienste (sogenannte ‚Core Services‘) durch domänenspezifische Architekturdienste (sogenannte ‚Optional Services‘) spezialisiert werden.

In der GENESYS Architektur können domänenübergreifende Architekturdienste (sogenannte ‚Core Services‘) durch domänenspezifische Architekturdienste (sogenannte ‚Optional Services‘) spezialisiert werden.

Wien (TU). – Heute gibt es unterschiedliche Architekturen für Automobilanwendungen, für Flugzeuganwendungen und für den Mobiltelefon- und Unterhaltungselektroniksektor. Bisher ist das „Grundgerüst“ von eingebetteten Systemen (kleinste eingebaute Computer, die vom Anwender nicht direkt wahrgenommen werden) immer speziell auf eine Domäne, auf eine Anwendungssparte ausgerichtet. „Oft werden die gleichen Probleme, zum Beispiel Multimediaapplikatioen bei Mobiltelefonen und im Auto, getrennt voneinander gelöst. Dieser Fragmentierung möchten wir entgegenwirken, indem wir bei wiederkehrenden Problemen Synergien ausnützen und für unterschiedliche Domänen eine einheitliche Lösung finden“, beschreibt Projektkoordinator Dr. Roman Obermaisser vom Institut für Technische Informatik der TU Wien die Aufgabenstellung.

Das Institut, das Anfang April für seine Koordinatorrolle beim GENESYS-Projekt (GENeric Embedded SYStem Platform) ausgezeichnet wurde, arbeitet seit 1. Jänner 2008 gemeinsam mit 22 europäischen Projektpartnern aus Industrie und Forschungseinrichtungen an domänenübergreifenden Technologien, die geeignet sind diese Architektur sichtbar umzusetzen und nachzuweisen. Obermaisser: „Gemeinsam mit unseren europäischen Partnern haben wir sieben Herausforderungen definiert und wollen diese Schlüsselaufgaben für zukünftige Embedded Systems lösen. Unter anderem gehört dazu die Bewältung der steigenden Komplexität von eingebetteten Systemen, Sicherheit sowie eine höhere Fehlertoleranz und Robustheit und das Entdecken von fehlerhaften Komponenten (Diagnose). Weitere Herausforderungen sind der effiziente Umgang mit den Ressourcen, beispielsweise das Management von Akkus bei tragbaren Geräten und die Unterstützung der Selbstorganisation eines Systems. Letzteres ist vor allem von Bedeutung, wenn einzelne Komponenten eines Systems ausfallen. Hier soll ein akzeptables Service des Systems erhalten bleiben, auch wenn Einzelbestandteile versagen.“ Eine Strategie, die sich die TU-InformatikerInnen dabei zu Nutze machen, nennt sich „divide & conquer“. Ein großes Problem wird in Subprobleme, die unabhängig voneinander gelöst werden, aufgeteilt. Bei der Integration in ein ganzes System dürfen die Funktionen der Einzelkomponenten nicht wieder zerstört werden. „Die Komplexität von Elektroniksystemen nimmt in allen Domänen zu und die einzelnen Anwendungssparten wachsen immer enger zusammen. Man braucht sich nur ein Auto anzusehen. Es gibt neben den Kontrollapplikationen, Komfortfunktionen (verstellbare Sitze) aber auch Multimediadienste, wie Verbindungen zu Internet und Mobilgeräten. Die Consumerelektronik und die Industrialdomänen kommen sich immer näher. Aus diesem Grund möchten wir domänenübergreifende Lösungen anbieten“, so Obermaisser.

Bei der Forschungsinitiative „GENESYS“ des 7. Rahmenprogramms arbeiten 23 europäische Institutionen aus Industrie, Forschung und Wissenschaft unter der Federführung der TU zusammen.

Link: www.genesys-platform.eu
Fotodownload: https://www.tuwien.ac.at/index.php?id=7512

Rückfragehinweis:
Univ.Ass. Dipl.-Ing. Dr. Roman Obermaisser
Institut für Technische Informatik           
Technische Universität Wien
Treitlstraße 3//182, 1040 Wien
T +43/1/58801 - 18216
F +43/1/5869149
E roman.obermaisser@tuwien.ac.at

Aussender:
Mag. Daniela Hallegger
TU Wien - PR und Kommunikation
Karlsplatz 13/E011, A-1040 Wien
T +43-1-58801-41027
F +43-1-58801-41093
E daniela.hallegger@tuwien.ac.at
http://www.tuwien.ac.at/pr