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Innovative Methoden für die Revitalisierung von Altbauten

In der Veranstaltung „Revitalisierung von Altbauten“ am 20.11.2007 präsentierten drei ExpertInnen der TU Wien aktuelles Know-how für hochpräzise Gebäudeaufnahmen, innovative Baukonstruktionen sowie umfassendes Bauprozessmanagement und entsprechende Vertragsgestaltung.

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Marina Doering-Williams

Veranstaltungssaal

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Andreas Kolbitsch

Marina Doering-Williams

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Marina Doering-Williams

Andreas Kropik

Mit fast 300 Anmeldungen übertraf das Interesse die Erwartungen der Veranstalter. Dies bestätigt, dass "Bauen im Bestand" ein sehr wichtiger Geschäftsbereich in der Baubranche ist. TeilnehmerInnen aus Baufirmen, Immobilienverwaltungen  und Architekturbüros nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die Technische Universität Wien bietet bereits ein breites Spektrum an innovativen Technologien und Methoden für die Sanierung von Altbauten.

Univ.Prof. Dr. Marina Döring-Williams vom Institut für Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege präsentierte neueste Vermessungstechnologien für die Gebäudeaufnahme. 3D Laserscanning eignet sich speziell für eine schnelle und präzise Bauaufnahme komplexer Räume und Baukörper, wenn aus den Aufnahmedaten Baupläne oder exakte Abmessungen gewonnen werden sollen. Entsprechende Hightech-Geräte wurden vorgestellt. Diese können auch für die Aufnahme von Bauschäden und Tragwerksversagen höchst effizient eingesetzt werden, da große und komplexe Geometrien und Belastungen in wenigen Stunden exakt vermessen werden können. Beispielsweise wäre dies die Methode erster Wahl, um unter Massen feuchten Schnees eingestürzte Dächer und Gebäude vollständig zu dokumentieren. Zeitlich unabhängig davon, können dann detaillierte Analysen durchgeführt und Schlussfolgerungen gezogen werden.

Univ.Prof. Dr. Andreas Kolbitsch erläuterte aktuelle Methoden für die Beurteilung konstruktiver und energetischer Eigenschaften von Altbauten. In Kooperation mit Hausverwaltungen oder Baufirmen führt das Institut für Hochbau und Technologie Objektbewertungen sowie Untersuchungen von Bauteilen durch, beispielsweise an Mauerwerk, Holzdeckenkonstruktionen, Natursteintreppen u.v.a.m.. Ein besonderer Schwerpunkt des Instituts liegt derzeit in der Bewertung von Dachböden und deren Ausbauvarianten. Dieser Expertise kommt durch die neue EU-Norm EUROCODE 8, betreffend Erdbebensicherheit, besondere Bedeutung zu.

Am Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement wird an den Nahtstellen zwischen Bautechnik, Baubetriebswirtschaft und Baurecht geforscht. Die Forschungsergebnisse werden u.a. zur Vermeidung von Störungen in Bauabläufen sowie zur Beurteilung bzw. Verbesserung von Bauverträgen  herangezogen. Univ. Prof. Dr. Andreas Kropik erläuterte in seinem Vortrag Vertragstypen, die für die Altbausanierung besonders geeignet sind. Weiters präsentierte er neue Methoden zur Analyse von Leistungsstörungen bei der Abwicklung von Sanierungsprojekten.

Aus allen drei Präsentationen ging hervor, dass die Expertise der ReferentInnen und ihrer Institute in der Regel insbesondere in folgenden Phasen hohen Nutzen für Immobilien- und Bauwirtschaft bringen kann: vor Ausschreibungsbeginn – zur sinnvollen Rahmensetzung der Ausschreibung - sowie bei der Beurteilung von Schadensfällen bzw. – durch die neutrale, anerkannte Expertise - bei der Vermeidung von Streitverfahren.

Eine Darstellung der Möglichkeiten zur Kooperationsanbahnung mit der TU Wien durch Frau DI Petra Rössner vom Außeninstitut-Technologietransfer, ergänzte das Programm der Veranstaltung. Der Moderator des Abends, DI Peter Heimerl, Leiter des Außeninstitut-Technologietransfers, lädt alle Interessenten ein, mit ihren Fragestellungen aus der Praxis auf den Technologietransfer an der TU Wien bzw. direkt auf die Referenten zuzukommen. Dazu bot bereits das abschließende Buffet eine gute Gelegenheit.

Nächster Termin

Leider konnten nur knapp über 100 TeilnehmerInnen im Vortragsraum Platz finden.
Die weiteren InteressentInnen wurden bereits Tage vor der Veranstaltung zu einer Neuauflage am 19.02.2008, 17:00 – 19:00 Uhr eingeladen.

Anmeldung und weitere Information unter: www.tt.tuwien.ac.at/anm_revital_2.htm, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster



Kontakt:
DI Petra Rössner
Außeninstitut-Technologietransfer
Technische Universität Wien
Favoritenstraße 9-11
1040 Wien
<link>roessner@ai.tuwien.ac.at