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Informatik-Studierende schaffen sportliche Anreize

Ein Team aus Studierenden der Technischen Universität Wien (TU) und der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) haben österreichweit die Endrunde des von Microsoft gesponserten Imagine Cup gewonnen. Jetzt wartet das Weltfinale in Neu Delhi in Indien.

Wien (TU) Unter dem Motto „Technologie, die hilft ein gesünderes Leben zu führen“ startete vor einigen Monaten ein weltweiter Studenten-Technologiewettbewerb, der von Microsoft gesponsert wird. Die sechs Kategorien des Wettbewerbs reichen von Algorithmen über Kurzfilm bis hin zu Interface Design. In der „Königsdisziplin“, dem Software Design, konnte dieses Jahr ein dreiköpfiges StudentInnenteam der TU und der WU Wien mit ihrem Projekt „CAPS – Context-Aware Pervasive Sports“ die österreichische Jury überzeugen. Damit hat das Team nun die Chance, ihre Idee und deren Umsetzung im weltweiten Finale in Neu Delhi, einem internationalem Publikum vorzustellen.

Alexander Duggleby und Keng Ly von der TU Wien sowie Corina Dobrea von der WU Wien überzeugten mit ihrer Teamleistung und dem Projekt CAPS die österreichische Jury des diesjährigen Imagine Cup-Wettbewerbes. Ihre Idee: durch erhöhte sportliche Anreize einem gesünderem Lifestyle zu verhelfen und der Jugend mehr Anreize für sportliche Aktivitäten zu bieten. Das Konzept ist auf der Kombination virtueller Welten mit realer körperlicher Betätigung aufgebaut. Dadurch genießen die SpielerInnen einerseits die Vorteile und den Unterhaltungsfaktor der Spielwelten die sie von den Computerspielen her kennen, und andererseits müssen sie sich physisch anstrengen, um das Spiel zu steuern.

Die nationale Jury (Vertreter der Wirtschaft sowie erfahrene IT Spezialisten, ein Journalist sowie Akademiker) trafen ihre Entscheidung aufgrund der Kriterien Problemerfassung, Design, Development sowie Präsentation. Zudem spielten Originalität, Innovationsgrad der Anwendung, die Reife der Lösung und ihr Nutzen für die Gesellschaft eine wichtige Rolle.

CAPS – Context-Aware Pervasive Sports – Informatik für den Sport
Über das Global Positioning System (GPS) werden zum Beispiel die Position der Spieler in das Spiel eingebunden. Das ermöglicht eine Vielzahl von kontextgesteuerten Spielen. Einen Prototyp namens Blocks hat das Team im Finale präsentiert. Zwei Spieler bewegen sich auf eine durch virtuelle Spielsteine angereicherte Fläche und haben zum Ziel eine möglichst hohe Zahl an Spielsteinen am Ende zu besitzen. Eine der Herausforderungen des Projektes war es, das ungenaue GPS für Spielzwecke zu stabilisieren und die nicht so leistungsstarken mobilen Geräte nicht zu überfordern.

Über das Global Positioning System (GPS) werden zum Beispiel die Position der Spieler in das Spiel eingebunden. Das ermöglicht eine Vielzahl von kontextgesteuerten Spielen. Einen Prototyp namens Blocks hat das Team im Finale präsentiert. Zwei Spieler bewegen sich auf eine durch virtuelle Spielsteine angereicherte Fläche und haben zum Ziel eine möglichst hohe Zahl an Spielsteinen am Ende zu besitzen. Eine der Herausforderungen des Projektes war es, das ungenaue GPS für Spielzwecke zu stabilisieren und die nicht so leistungsstarken mobilen Geräte nicht zu überfordern.

Für die Programmierung nutzten die Studierenden verschiedene Microsoft-Technologien wie .NET Framework und Compact Framework 2.0. Alexander Duggleby, einer der Entwickler und vorjähriger Imagine Cup Finalist, über die Umsetzung: „CAPS ist von Beginn an als Framework konzipiert und gebaut worden. Das heißt, wir stellen in erster Linie eine Infrastruktur für Spielentwickler zur Verfügung, die in ihre Spiele Kontextabhängige Elemente, wie Positionierung der Spieler, einbinden möchte. Aber wir haben auch einige Prototypen entwickelt, die Spielideen mit Hilfe von CAPS umsetzen.“

Der Wettbewerb, der dieses Jahr bereits zum vierten Mal stattfindet, ruft weltweit Studierende dazu auf, Lösungen zu Problemen der Gesellschaft zu finden und ihre Ideen umzusetzen. Ein Teil des CAPS-Teams hat bereits im vorjährigen Imagine Cup Erfahrungen sammeln können. Für das spielen Projekt spielen neben den technischen Aspekten auch die wirtschaftlichen Umsetzungsmöglichkeiten eine wesentliche Rolle.

Corina Dobrea, Studentin an der Wirtschaftsuniversität Wien, zu der Business Idee von CAPS: „Wir sehen in unserem Projekt ein großes Potenzial für die zukünftige Gestaltung sportlicher Aktivitäten, und zwar für alle Alters- und die verschiedensten Zielgruppen: von gestressten Managern bis hin zu Schulkindern. Wir möchten CAPS einer breiten Palette von Interessenten zur Verfügung stellen. Die Spiele, die unser Produkt anbietet, definieren das Wort ‚Spielwelt' neu und fördern nicht nur körperliche Anstrengung, sondern auch eine andere Art von sozialen Kontakten, da unsere Spiele auch für Gruppen anwendbar sind. Aus diesem Grund haben wir unter anderem vor, CAPS als Corporate Social Responsibility (CSR) opportunity für Unternehmen zu vermarkten sowie es für Schulen im Sportunterricht attraktiv zu gestalten.“

Der akademische Betreuer dieses Projektes, der TU Wien-Professor Schahram Dustdar am Institut für Informationssysteme über CAPS: „Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, wie mit Hilfe einer kreativen Idee, sich Technologien aus dem Bereich context-awareness zum Wohle des Menschen einsetzen lassen und gleichzeitig noch Spaß machen können.“

Weiterführende Links:
Projekt CAPS

www.mycaps.at, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster


Arbeitsbereich Verteilte Systeme

www.infosys.tuwien.ac.at, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster


Imagine Cup

www.imaginecup.com, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster