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Hall of Fame: Theodor Schmid

Im Portrait: Der Mathematiker Theodor Schmid

Theodor Schmid: 06.12.1859 – 30.10.1937

Theodor Schmid: 06.12.1859 – 30.10.1937

Theodor Schmid: 06.12.1859 – 30.10.1937

Theodor Schmid: 06.12.1859 – 30.10.1937

Theodor Schmid studierte nach Absolvierung der Realschule in Linz ab 1877 an der Allgemeinen Abteilung der Technischen Hochschule in Wien bei Kolbe, Pierre und Winckler und hörte nebenbei Mathematik an der Universität Wien. 1882 legte er die Lehramtsprüfung für Mathematik und darstellende Geometrie und 1886 für Physik ab. Schmid war 1882/83 Probekandidat und 1884/85 Supplent an der Linzer Realschule. Danach widmete er sich mathematischen Forschungen, bis 1892 die Bestellung zum Professor an die Realschule Steyr folgte.

Kurz nach seiner Versetzung an die Schottenfelder Realschule wurde er 1899 Supplent der II. Lehrkanzel für darstellende Geometrie an der Technischen Hochschule. 1900 zum ao. und 1906 zum  o. Professor für darstellende Geometrie ernannt, supplierte er zeitweise auch die II. Lehrkanzel für Darstellende Geometrie. 1914/15 und 1915/16 stand Schmid der Allgemeinen Abteilung der Technischen Hochschule als Dekan vor. Die Wahl zum Rektor 1918 musste er aus gesundheitlichen Gründen ablehnen; 1929 trat er in den Ruhestand.

Schmid war in der Lehre stets um die Verbindung von Theorie und Praxis bemüht. Er gestaltete seine Lehrkanzel sowohl in personeller als auch räumlicher Sicht aus, baute die Bibliothek auf und widmete einen großen Geldbetrag der Akademie der Wissenschaften für die Herausgabe und Publikation sowie für die Förderung junger Wissenschaftler. Schmid prägte ein Vierteljahrhundert lang die Wiener Schule der darstellenden Geometrie.

Schmid wurde mehrfach ausgezeichnet. Er wurde 1921 zum Hofrat ernannt und war u.a. Mitglied der Leopoldina und Ehrenmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Photogrammetrie.1928 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften gewählt.

Quelle:
"Theodor Schmid" in: ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 49, 1993), S. 296f. [Onlinefassung]; URL: http://www.biographien.ac.at/oebl_10/296.pdf

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