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Hall of Fame: Leander Ditscheiner

Im Portrait: Der Physiker Leander Ditscheiner

Leander Ditscheiner: 04.01.1839 – 01.02.1905

Leander Ditscheiner: 04.01.1839 – 01.02.1905

Leander Ditscheiner: 04.01.1839 – 01.02.1905

Leander Ditscheiner: 04.01.1839 – 01.02.1905

Leander Ditscheiner studierte nach Abschluss der Schottenfelder Realschule ab 1856 am k.k. polytechnischen Institut in Wien, inskribierte 1862 auch an der Universität Wien und 1864 an der Universität Heidelberg, wo er bereits ein Jahr später zum Dr.phil. promovierte. Bereits 1866 habilitierte sich Ditscheiner als Privatdozent der mathematischen Physik und Kristallographie am Wiener Polytechnischen Institut, wurde dort 1870 zum ao. Professor der mathematischen Physik und Kristallographie und 1883 zum o. Professor der allgemeinen und technischen Physik ernannt. Ditscheiner war von 1884 bis 1888 Dekan der Chemisch-technischen Fachschule und stand der Technischen Hochschule Wien 1888/89 als Rektor vor.

Bahnbrechend für die Physik sind vor allem seine Arbeiten auf dem Gebiet der Optik und Elektrizität. 1871 erhielt er den bedeutenden Ignaz-L.-Lieben-Preis für seine Publikation "Über den Gangunterschied und das Intensitätsverhältnis der bei der Reflexion an Glasgittern auftretenden parallel und senkrecht zur Einflussebene polarisierenden Strahlen".

Ditscheiner wurde 1880 zum korrespondierenden Mitglied der Akademie der Wissenschaften gewählt. Weiters war er Vizedirektor der Normgleichungskommission und Obmann des Techniker-Unterstützungsverbandes. 1904 erfolgte die Ernennung zum Hofrat.

Quellen:
"Ditscheiner Leander" in: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 2, 1954), S. 187. [Onlinefassung]; URL: http://www.biographien.ac.at/oebl_1/187.pdf
Angetter, Daniela; Martischnig, Martin: Biographien österreichischer [Physiker]innen. Eine Auswahl. Hg. vom Österreichischen Staatsarchiv. Wien 2005, S. 17f


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