News

Hall of Fame: Heinrich Freiherr von Ferstel

Im Portrait: Heinrich Freiherr von Ferstel – Architekt, Hochschullehrer und Vertreter des Historismus

Heinrich Freiherr von Ferstel: 07.07.1828 – 14.07.1883

Heinrich Freiherr von Ferstel: 07.07.1828 – 14.07.1883

Heinrich Freiherr von Ferstel: 07.07.1828 – 14.07.1883

Heinrich Freiherr von Ferstel: 07.07.1828 – 14.07.1883

Heinrich Ferstel studierte von 1843 bis 1847 am Wiener Polytechnischen Institut, belegte ab 1845 an der Akademie der Bildenden Künste zunächst das Studium der Malerei bei Leopold Kupelwieser und Johann Nepomuk Ender und dann ein Architekturstudium bei Carl Roesner, Eduard van der Nüll und August Sicard von Siccardsburg, das er 1850 abschloss. Im Anschluss daran absolvierte er seine Praxisjahre im Atelier seines Onkels Fritz Stache in Wien und Prag und unternahm einige Studienreisen.
1854 gewann Ferstel den Konkurrenzentwurf für die Votivkirche, 1856 jenen für die Errichtung eines Bank- und Börsengebäudes in der Wiener Herrengasse (heute "Ferstel-Palais"). Diese Bauvorhaben begründeten seine Karriere. Er entfaltete seine Tätigkeit im Monumentalbau zunächst in Mähren, später auch in Wien, vor allem mit dem Bau des neuen Gebäudes der Universität Wien. Ferstel gilt neben Gottfried Semper, Theophil von Hansen, Friedrich von Schmidt und Karl Freiherr von Hasenauer als einer der bedeutendsten Vertreter der Ringstraßenära der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts und einer der Hauptvertreter der Architektur des Historismus.

1866 folgte die Berufung als Professor der Baukunst an das Polytechnische Institut. Hier reformierte er den Lehrbetrieb an der neugeschaffenen "Bauschule", deren Dekan er von 1866 bis 1870 war. Er stand der Hochschule 1880/81 auch als Rektor vor.

Ferstel war Mitglied in sämtlichen damals relevanten fachlichen Vereinen, war Ehrenmitglied in den wichtigsten Akademien Europas und auch der Akademie in New York. Neben zahlreichen Ehrungen wurde er 1869 in den erblichen Ritterstand erhoben, 1871 zum Oberbaurat und 1879 zum Ehrenbürger der Städte Wien und Brünn ernannt. Im selben Jahr erfolgte die Erhebung in den Freiherrenstand.


Quellen:
Wibiral, Norbert, "Ferstel, Johann Heinrich Ritter von, Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 100-101 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/ppn118532634.html
„Ferstel Heinrich Frh. von“ in: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 4, 1956), S. 303f. [Onlinefassung]; URL: http://www.biographien.ac.at/oebl_1/303.pdf
http://www.architektenlexikon.at/de/1051.htm

Bild © Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek