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Hall of Fame – Bedeutende TU-Persönlichkeiten: Karl Freiherr Auer von Welsbach

Im Portrait: Chemiker Karl Freiherr Auer von Welsbach

Karl Freiherr Auer von Welsbach: 01.09.1858 – 04.08.1929

Karl Freiherr Auer von Welsbach: 01.09.1858 – 04.08.1929

Karl Freiherr Auer von Welsbach: 01.09.1858 – 04.08.1929

Karl Freiherr Auer von Welsbach: 01.09.1858 – 04.08.1929

Karl Auer von Welsbach studierte an der TH in Wien und in Heidelberg bei Robert Wilhem Bunsen Chemie; nach seiner Promotion zum Dr.phil. 1882 arbeitete er in Wien im Laboratorium von Adolf Lieben über seltene Erden.

1885 spaltete er das Didym mit Hilfe der fraktionierten Kristallisation in zwei neue Elemente – Neodym und Praesodym. 1907 gelang ihm fast zeitgleich mit Georges Urbain in Paris die Zerlegung des Ytterbiums in Aldebaranium und Cassiopeium.

Auer von Welsbach verwendete seine Entdeckungen auch in der Praxis und stellte 1885 aus den seltenen Erden das Gasglühlicht her, das er gemeinsam mit Ludwig Haitinger zum "Auerstrumpf" weiterentwickelte. Seit 1887 stellte er diese Glühstrümpfe in seiner Fabrik in Atzgersdorf her.

Er beteiligte sich auch an der Weiterentwicklung der Glühlampe, indem er 1898 die elektrische Osmium-Metallfadenlampe konstruierte. Eine weitere bedeutende Erfindung war das Cereisen, auch "Auermetall" genannt, das bei Reibung leicht zündende Funken gab und sich daher als Feuerstein für Feuerzeuge oder Gasanzünder sehr gut eignet. Es wurde aus den Rückständen des in der Glühlichtindustrie gebrauchten Monazitsandes gewonnen und Auer in den von ihm begründeten Treibacher Chemischen Werken hergestellt.

Daneben widmete Auer von Welsbach sich weiterhin seinen Forschungen zu den Seltenen Erden und stellte dafür auch Radium-Präparate her, die er auch anderen ForscherInnen auf diesem neuen Gebiet großzügig zur Verfügung stellte.

Seine zahlreichen Erfindungen brachten ihm geschäftlichen Erfolg und auch viele Ehrungen. So war Auer von Welsbach Mitglied der Akademien der Wissenschaft in Wien, Berlin und Stockholm, erhielt Ehrendoktorate der Universitäten Graz und Freiburg sowie der Technischen Hochschulen Wien, Graz und Karlsruhe.


Quellen:
Klemm, Friedrich, "Auer von Welsbach, Carl Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 432 f. [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/sfz1518.html 
"Auer von Welsbach, Karl Frh." in: ÖBL 1815-1950, Bd. 1 (Lfg. 1, 1954), S. 35 [Onlinefassung]; URL: http://www.biographien.ac.at/oebl_1/35.pdf

Bildquelle: Auer von Welsbach Museum