News

Hall of Fame – Bedeutende TU-Persönlichkeiten: Clemens Holzmeister

Clemens Holzmeister – einer der bedeutendsten und international bekanntesten österreichischen Architekten des 20. Jahrhunderts im Portrait.

Clemens Holzmeister: 27.03.1886 – 13.06.1983

Clemens Holzmeister: 27.03.1886 – 13.06.1983

Clemens Holzmeister: 27.03.1886 – 13.06.1983

Clemens Holzmeister: 27.03.1886 – 13.06.1983

Clemens Holzmeister war einer der bedeutendsten und international bekanntesten österreichischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Nachdem er die Realschule in Innsbruck absolviert hatte, begann er 1906 in Wien an der Technischen Hochschule Architektur zu studieren; 1913 beendete er sein Studium  mit der zweiten Staatsprüfung.

Holzmeister brauchte keinen Militärdienst zu leisten, da er väterlicherseits brasilianischer Staatsbürger war und konnte so bereits ab 1913 als Assistent in den Ateliers von Ferstel, Simony und Artmann arbeiten. 1919 promovierte er über das Zisterzienserkloster Stams in Tirol. Im selben Jahr wurde er als Lehrer an die Staatsgewerbeschule in Innsbruck berufen.

Den Durchbruch als Architekt erlangte Holzmeister mit der Fertigstellung des Wiener Krematoriums in den Jahren 1923 bis 1924. Darauf folgten weitere Aufträge der Stadt Wien, wo er auch seinen ersten Kirchenbau projektierte. Das Professorenkollegium der Akademie der Bildenden Künste wurde durch den Bau des Krematoriums ebenfalls auf Holzmeister aufmerksam und berief ihn 1924 zum Professor der Meisterschule für Architektur. Diese Position hatte er bis 1938 inne. Von 1928 bis 1933 war er zugleich Leiter der Meisterklasse an der Düsseldorfer Akademie.

Im Zuge der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 wurde Holzmeister aus der Wiener Akademie entlassen und übersiedelte in die Türkei, wo er bereits 1927 mit dem Bau des Kriegsministeriums in Ankara beauftragt worden war. Er ließ sich in Istanbul nieder, wurde dort Professor an der Technischen Hochschule und errichtete unter dem damaligen Kriegsminister Renda etwa ein Dutzend Staatsbauten.

1954 kehrte Holzmeister nach Wien zurück und wurde wieder als Professor an der Akademie der bildenden Künste eingesetzt, wo er zwischenzeitlich auch Rektor war. Trotz intensiver  Bemühungen erhielt er kein einziges großes Projekt der Wiederaufbauzeit in Wien, jedoch war er in den westlichen Bundesländern erfolgreich tätig (z.B. Bau des neuen Salzburger Festspielhauses).

Quellen:
http://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Biographien/Holzmeister,_Clemens    
http://www.architektenlexikon.at/de/241.htm

Bild: Quelle: ZÖIAV 1909