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Goldenes Ehrenzeichen für Karin Stieldorf

Die Architektin Prof. Karin Stieldorf von der TU Wien wurde mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

Karin Stieldorf vor dem Weltmeisterhaus LISI in Kalifornien

Karin Stieldorf vor dem Weltmeisterhaus LISI in Kalifornien

Karin Stieldorf vor dem Weltmeisterhaus LISI in Kalifornien

Sie ist für ungewöhnliche Projekte bekannt: Prof. Karin Stieldorf leitete das österreichische Team, das 2013 den Solarhaus-Wettbewerb „Solar Decathlon“ in Kalifornien gewann, sie entwickelte mit Studierenden ein Haus, das aus gebrauchten Paletten besteht, und eine Berghütte mit Photovoltaik am Hochschwab. Nun wurde die TU-Professorin vom Institut für Architektur und Entwerfen von Alois Stöger, dem Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet.

Nachhaltiges Bauen
„Exzellente Architektur ist nachhaltig“, sagt Karin Stieldorf. „Exzellente Technologie unterstützt sie optimal.“ Ästhetische Qualität, technologische Perfektion und ökologische Nachhaltigkeit sind für sie keine widersprüchlichen Anforderungen, die mühsam unter einen Hut gebracht werden müssen – es sind Ziele, die zueinander passen und die in der architektonischen Arbeit ständig aufeinander verweisen.

Mit energiebewusstem, ökologischem Bauen beschäftigt sich Karin Stieldorf schon seit Jahrzehnten. „Für mich war das schon ein Thema, als es noch nicht besonders populär war. Heute hat sich diese Denkweise zum Glück durchgesetzt, jeder kenn heute Passivhäuser oder Plus-Energie-Häuser“, sagt sie. Stieldorf stammt aus Tirol, sie studierte an der Universität Innsbruck und an der TU Wien, arbeitete dann als Assistentin am Institut für Hochbau an der TU Wien, gründete 1996 das Büro für energiebewusstes Bauen in Wien. 2001 wurde sie Assistenzprofessorin, seit 2002 leitet sie gemeinsam mit Prof. Klaus Krec die Arbeitsgruppe „Nachhaltiges Bauen“ am Institut für Architektur und Entwerfen an der TU Wien.

LISI, das Weltmeisterhaus
Weltweite Aufmerksamkeit erzielte Stieldorf als Leiterin des „Team Austria“, das beim internationalen Solarhaus-Wettbewerb „Solar Decathlon“ in Irvine, Kalifornien, den ersten Platz errang. Das Plus-Energie-Haus LISI wurde von Stieldorfs Team geplant, gefertigt, nach Kalifornien transportiert und dort am Wettbewerbsgelände innerhalb weniger Tage aufgebaut. Nur ein kleiner Teil der Wettbewerbs-Einreichungen erhielt überhaupt die Chance, vor Ort am Wettbewerb teilzunehmen – schon die Einladung war somit ein großer Erfolg. Dass sich das Team Austria dann gegen die gesamte Konkurrenz durchsetzen konnte (unter ihnen auch große US-Eliteunis) und LISI als „Weltmeisterhaus“ nach Österreich zurückkehrte, war der krönende Abschluss eines über zweijährigen, arbeitsintensiven Projektes.

Zum Nachlesen: Team Austria gewinnt den Solar Decathlon