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Fertigungstechnik für Europa: TU Wien gründet „CLC East“

Die Initiative „EIT Manufacturing“ soll die Innovationskraft der europäischen Fertigungsindustrie stärken. Das regionale Zentrum für Österreich und Osteuropa wird nun von der TU Wien geleitet.

Projektkoordinatorin und Geschäftsführerin Rahel Falk, CEO von EIT Manufacturing Klaus Beetz und Verena Dolovai (TU Wien)

CLC East von der TU Wien gegründet

Projektkoordinatorin und Geschäftsführerin Rahel Falk, CEO von EIT Manufacturing Klaus Beetz und Verena Dolovai (TU Wien) (v.l.n.r) Foto Kathy Whitelegg/TU Wien

Projektkoordinatorin und Geschäftsführerin Rahel Falk, CEO von EIT Manufacturing Klaus Beetz und Verena Dolovai (TU Wien) (v.l.n.r) Foto Kathy Whitelegg/TU Wien

Die europäische Fertigungsindustrie verändert sich – und die TU Wien spielt dabei eine sehr gewichtige Rolle: Sie gründete nun als leitende Partnerinstitution im pan-europäischen Netzwerk EIT-Manufacturing das neue Zentrum „CLC East“. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Firmen und Institutionen, die gemeinsam daran arbeiten, technologische Innovationen in Europa zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Gelingen soll das durch eine breite Palette von Maßnahmen – von Unterstützung für Startups und Beratung für die konkrete Umsetzung technologischer Ideen über Bildungsprojekte bis hin zu angewandten Forschungs- und Innovationsprojekten. Das von der TU Wien gegründete „CLC East“ soll diese Tätigkeiten nun im Raum Österreich und Osteuropa koordinieren. Am 11. Oktober 2019 wurde der Gründungsvertrag unterzeichnet.

Fünf Zentren für Europa

Das Europäische Institut für Innovation und Technologie (EIT) wurde von der EU gegründet, um die Zusammenarbeit von Europas leistungsfähigsten Universitäten, Industriezentren und Bildungseinrichtungen zu stärken. Diese Innovationsgemeinschaften sind für große fachübergreifende Themen von internationaler Bedeutung zuständig – eines davon ist die Fertigungsindustrie, der sich die Innovationsgemeinschaft „EIT Manufacturing“ widmet.

Insgesamt sind 55 Einrichtungen aus ganz Europa am EIT Manufacturing beteiligt, darunter auch die TU Wien. Um auf unterschiedliche Ideen und Bedürfnisse in unterschiedlichen Teilen Europas möglichst effektiv eingehen zu können, wird diese Innovationsgemeinschaft nicht zentral koordiniert, sondern über fünf regionale Zentren – die sogenannten „Co-Location Centers“ (CLC). Mit dem von der TU Wien nun offiziell gegründeten CLC East – zuständig für Österreich und Osteuropa – hat EIT Manufacturing nun sein erstes regionales Zentrum - und das erste österreichische CLC überhaupt! Das wurde am 11. Oktober vertraglich fixiert, von Klaus Beetz, CEO von EIT Manufacturing und Rahel Falk, die das Projekt für die TU Wien koordiniert und als interimistische Geschäftsführerin des CLC East fungiert. Auch die nötigen Räumlichkeiten wurden bereits angemietet: Der Sitz des neuen Zentrums ist in der Seestadt Aspern. Es ist das Erste Mal, dass ein solches Co-Location Center des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie in Österreich angesiedelt werden konnte.

Von der Universität in die Wirtschaft

„Wir an der TU Wien legen höchsten Wert darauf, Ideen aus der Grundlagenforschung in die Wirtschaft zu transferieren“, sagt Prof. Johannes Fröhlich, Vizerektor Forschung und Innovation der TU Wien. „Daher freut es uns ganz besonders, dass das CLC East von EIT Manufacturing nach Wien geholt werden konnte. Auch dass mit der nun erfolgten Gründung der CLC East Gmbh das erste der fünf europaweit geplanten Co-Location Centers in Österreich etabliert werden konnte, ist ein großer Erfolg.“

Aufgaben für das neue CLC East gibt es viele: „Wir wollen im Wissensdreieck zwischen Wirtschaft, Forschung und Bildung zur Vernetzung und zur Zusammenarbeit beitragen“, erklärt Dr. Rahel Falk. Dadurch soll es möglich werden, wichtige Problemstellungen in der Industrie zu identifizieren, die Entwicklung von Lösungsansätzen zu begleiten, Start-up-Unternehmen zu fördern und die Markteinführung neuer Produkte zu unterstützen. Gleichzeitig sollen auch Bildungsprojekte gefördert werden: „Das reicht von Summerschools für Studierende, über Kooperationen mit Schulen, um gezielt junge Leute anzusprechen, bis hin zur Weiterbildung in Betrieben, beispielsweise um Fachkräften den Umgang mit neuen Technologien näherzubringen“, sagt Rahel Falk. So wird das neue CLC East von EIT Manufacturing – und somit auch die TU Wien – zum internationalen Vernetzungs-Zentrum für neue Ideen, Technologien und Lösungen für die Fertigungsindustrie.

Mehr dazu: EIT Manufacturing online