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Fehler kann man weder erlauben noch verbieten,...

Vorlesung: Creativity Engineering an der TU Wien – Kreative Innovation durch interdisziplinäres Denken und Vermittlung des Aufbaus einer Fehler-Kultur sowie Umgang mit Fehlern und Beinahe-Fehlern.

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Die TU-Wien führt im Wintersemester 2007 die Vorlesung "Creativity Engineering" durch, wobei  auch das Thema Fehler-Kultur behandelt wird.
 
Bei der Verbreitung dieser Einstellung in universitärer Form haben einige europäische Länder im Vergleich zu den angelsächsischen  Ländern Aufholbedarf, denn solche Vorlesungen gibt es u.a. bereits in den USA, Kanada, Australien.

Seit es Menschen gibt, gibt es Irrtümer. Fehler sind seit jeher eine Begleiterscheinung des Lernens und der Entfaltung menschlicher Innovationsgabe. Sie beinhalten Verbesserungspotentiale und sind Wegweiser – vorausgesetzt, das Umfeld ermöglicht es, aus den Fehlern zu lernen!

Der Umgang mit Fehlern war immer schon integraler Bestandteil des menschlichen Denkens: von der Antike, dem „errare humanem est“ des Seneca, über die frühe Neuzeit durch Goethes Mephisto-Wort:  „Wenn du nicht irrst, kommst du nicht zu Verstand“ - bis zur Gegenwart.

Die Fehlerkultur – im Gegensatz zu einer "Schuldkultur" - ist ein Grundelement der Vertrauenskultur und dient dem angstfreien Aufzeigen von Fehlern und Beinahe-Fehlern: ohne Konsequenzen, jedoch mit Lerneffekt!

Die Vorlesung hilft, Fehler zu verstehen und sich rational mit ihren Ursachen zu beschäftigen. Gleichzeitig wird auch der Werdegang eines Fehlers von der Entstehung bis zur Beseitigung diskutiert.

Die Themen der „Creativity Engineering“ Vorlesung zielen darauf ab, ein Verständnis für zwischenmenschliche Kommunikation, Darstellung von Ideen und Arbeiten in interkulturellen Teams aufzubauen. Diese Fertigkeiten sind als Voraussetzung für die erstmalige Einführung der Near Miss Philosophie an der TU Wien essentiell. Experten präsentieren als geladene Gäste über:

  • Elemente, die zum Aufbau einer Fehler-Kultur (Blame-free Culture) notwendig sind – Abschied vom "Schuldkultur"-Management.
  • Fehler als Tor zu Entdeckungen: Systeme die sich mit Fehlern und Beinahe-Fehlern beschäftigen, sind innovativ.

In einer „Schuldkultur“ ist Innovation ausgeschlossen!

  • Fehlerkultur als notwendige Voraussetzung eines modernen Fehlermanagements.
  • die Rolle von sog. Near Miss (Beinahe-Fehlern)  bei der Entstehung von Unfällen, Großunfällen und Katastrophen.
  • Near Miss-Philosophie als Grundstein der Prä- Präventionsphase der Unfallvermeidung.

Rückfragehinweis:
Dipl.- Ing. Hesam Ostad
Institute for Engineering Design / ECODESIGN
Vienna University of Technology
T +43-1-58801-30752
F +43-1-58801-30799
ostad@ecodesign.at
www.ecodesign.at