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"Don't ask - don't tell? Sexuelle Orientierungen und Arbeitsplatz"

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung greifen mehrere Wiener Universitäten das Thema Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung am Arbeitsplatz auf.

Steine

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Am Donnerstag, 20. Juni 2013, findet an der Medizinischen Universität Wien, unterstützt von der TU Wien, unter dem Titel "Don´t ask - don´t tell? Sexuelle Orientierungen und Arbeitsplatz" die erste universitäre Veranstaltung zu diesem Thema statt.

Zeit: 20. Juni 2013, 13:00 – 18:00 Uhr
Ort: Medizinische Universität Wien, Rektoratssaal der Medizinischen Universität Wien, Bauteil 88, Spitalgasse 23, 1090 Wien
Programm 

Grundsätzlich besteht in Österreich ein Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Genauer regelt es das Bundesgleichbehandlungsgesetz (BGlbG) im § 13. (1) "Auf Grund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder der Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung darf im Zusammenhang mit einem Dienst- oder Ausbildungsverhältnis gemäß § 1 Abs. 1 niemand unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden (...)."

Wie sich Diskriminierung aufgrund von gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung am Arbeitsmarkt auswirkt, was die aktuelle Rechtslage ist und welche Rahmenbedingungen ArbeitgeberInnen schaffen können, um Diskriminierungen zu vermeiden, damit befassen sich einzelne Vorträge im Rahmen der Veranstaltung.

Was im Privatleben für viele mittlerweile selbstverständlich scheint, ist im Job häufig noch ein Risiko. Die Angst vor Ausgrenzung, Beleidigungen und Jobverlust ist oft so groß, dass viele Lesben und Schwule ihre Identität im Job verheimlichen. Schätzungen zufolge sind lediglich ca. 25 Prozent der lesbischen Frauen und schwulen Männer "out" am Arbeitsplatz. Eine Broschüre der AGPRO (Austrian Gay Professionals) listet diese und andere Fakten auf und will zu einem offeneren und informierten Umgang mit dem Thema sexuelle Orientierungen am Arbeitsplatz beitragen.

Broschüre

An der TU Wien ist als Anlaufstelle bei Diskriminierungen gemäß §13 BGlbG der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AKG) zuständig, die HTU hat ein Referat für LesBiSchwule- u. Transgenderangelegenheiten eingerichtet.

Links:

 

 

Bild: Eva S. Götz, pro fund