News

Die Zukunft der europäischen Stadt

Von 18. bis 19. September 2009 findet zu diesem Thema eine Tagung an der TU Wien statt. Gleichzeitig gibt es die Ausstellung „In Zukunft Stadt | In Zukunft Wien“.

Logo

Logo

Der Begriff der europäischen Stadt polarisiert: So wird hierrunter einerseits ein wohlfahrtsstaatliches Relikt verstanden, das durch Trends wie Globalisierung und Privatisierung als städtische Steuerungsform mittlerweile überholt erscheint. Andererseits wird die Meinung vertreten, dass die lokale Ebene und damit das spezifisch europäische gerade durch diese Trends zukünftig an Bedeutung gewinnen. Auch im Städtebau berufen sich ProjektentwicklerInnen bei Bauprojekten in den USA, China oder Russland auf die Tradition der europäischen Stadt, wobei hier meist die Gestalt und weniger die sozio-politische Struktur im Vordergrund steht.

Die Tagung „Die Zukunft der europäischen Stadt“ will diese Spannungen aufnehmen und in einem interdisziplinären Ansatz die Zukunftsfähigkeit des Begriffs diskutieren. 35 PromovendInnen der Raumplanung, Stadtsoziologie, Geographie, Architektur und Politikwissenschaft aus insgesamt fünf europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen und der Türkei) und 17 verschiedenen deutschsprachigen Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen versprechen vielfältige und diverse inhaltliche Positionen zur Zukunft der Stadtgesellschaft, der Stadtplanung und der Stadtpolitik.
Als KommentatorInnen der Themenbereiche konnten namhafte ProfessorInnen gewonnen werden und somit ein Austausch zwischen „alten Hasen“ und jungen WissenschafterInnen sichergestellt werden. Teilnehmen werden unter anderem Prof. Dr. Jens S. Dangschat (TU Wien), Prof. Dr. Dieter Läpple (HCU Hamburg), Prof. Dr. Heidi Sinning (FH Erfurt), Prof. Dr. Alain Thierstein (TU München) sowie Prof. Dr. Ilse Helbrecht und PD Dr. Christine Hannemann (HU Berlin).

Eingebettet in die Tagung sind eine öffentliche Diskussionsveranstaltung zum Thema „Die europäische Stadt – Renaissance oder Krise?“ sowie ein Workshop im Kontext der Ausstellung „In Zukunft Stadt / In Zukunft Wien“ in der Wiener Planungswerkstatt am Freitag, den 18.9 von 16:00 – 19:30h. Im Rahmen der Ausstellung, die von Dr. Oliver Frey, Dipl. Ing. Brigitte Lacina, Atelier Kaitna/Smetana und Dipl. Ing. Sabine Gstöttner im Auftrag der MA 18, Öffentlichkeitsarbeit und Wissensmanagement in der Wiener Planungswerkstatt organisiert wird, ist auch die Zukunft von Forschung und Bildung ein Thema. Im Rahmen der Ausstellung wird "TU Univercity 2015" als Beispiel für eine Öffnung der Universität  gegenüber dem Umfeld  in Form einer  Vernetzung mit den Anrainerinstitutionen und der Verbesserung der Wege zwischen den TU-Standorten dargestellt. Es wird damit ein zukunftsfähiges Beispiel für die enge Symbiose zwischen TU und Stadt aufgezeigt.

Die Tagung wird organisiert vom Arbeitsbereich „Urbanistik“, dem Fachbereich Soziologie (ISRA) des Departments für Raumentwicklung, Infrastruktur und Umweltplanung der TU Wien und dem ISP - Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation der Fachhochschule Erfurt in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin sowie mit Unterstützung der Heinrich- Böll-Stiftung.

Programm der Konferenz zum Download

Abstractband der Konferenz zum Download

Informationen über die Ausstellung „In Zukunft Stadt | In Zukunft Wien“

Weitere Informationen und Anmeldung (aufgrund begrenzter Kapazitäten ist eine Anmeldung zwingend erforderlich):

Dr. Oliver Frey
Technische Universität Wien
Department für Raumentwicklung, Infrastruktur- und Umweltplanung, Fachbereich Soziologie und Leiter des Arbeitsbereiches „Urbanistik“
Karlsplatz 13, A-1040 Wien
Tel.: 0043.1.58801.27317/ Fax: 0043.1.58801.27399
Oliver.frey@tuwien.ac.at
http://isra.tuwien.ac.at

Dr. Florian Koch
Fachhochschule Erfurt
Institut für Stadtforschung, Planung und Kommunikation
Altonaer Straße 25, D-99085 Erfurt
Tel.:+49 (0)361 6700-773
Fax: +49 (0)361 6700-373
florian.koch@fh-erfurt.de
www.fh-erfurt.de/isp