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„Das Wiener Symposium für Polartourismus“ vom 22. bis 25. Oktober 2008

Das interfakultäre Kooperationszentrum TTL Technik.Tourismus.Landschaft organisiert den Beitrag der TU Wien zum Internationalen Polarjahr.

„Das Wiener Symposium für Polartourismus“ vom 22. bis 25. Oktober 2008 (Foto: © A. Ekaikin, St. Petersburg)

„Das Wiener Symposium für Polartourismus“ vom 22. bis 25. Oktober 2008 (Foto: © A. Ekaikin, St. Petersburg)

„Das Wiener Symposium für Polartourismus“ vom 22. bis 25. Oktober 2008

„Das Wiener Symposium für Polartourismus“ vom 22. bis 25. Oktober 2008

Polartourismus entstand im 19. Jahrhundert unter wesentlicher Beteiligung von Österreichern, die auch die nördlichsten Festlandinseln der Arktis nach ihrem Kaiser Franz Josef benannten. Der Wunsch die Weite des Eises zu sichten blieb aber nur wenigen wohl begüterten Pionieren vorbehalten, die quantitativ kaum eine Rolle spielten. Danach waren es die ForscherInnen, die die Pole erforschten und heute sind es zunehmend die TouristInnen, die weder Kosten noch Strapazen scheuen, sich von Arktis und Antarktis inspirieren zu lassen.

Zunehmend mehr werden Pläne zur vermehrten Nutzung der Ressourcen von Polarregionen geschmiedet und mit der Intensität der Nutzung steigen die Konflikte sprunghaft an. Tourismus birgt Gefahren und Chancen. Einerseits können TouristInnen ein vorhandenes Gleichgewicht stören, andererseits bilden sie eine interessierte Öffentlichkeit in der unbewohnten Antarktis, die auf Umweltprobleme aufmerksam macht. In der Arktis stehen viele Ureinwohner dem Tourismus negativ gegenüber, da vor allem externe Unternehmen vom Tourismusgeschäft profitieren. Bemühungen sind im Gange, Tourismus als Regionalentwicklungsinstrument stärker zu positionieren und Interessenskonflikte auszugleichen.

Auf dem Gebiet der Forschung und technischen Innovationen bieten die Pole besondere Möglichkeiten. Bei tiefen Extremtemperaturen laufen viele Prozesse sehr langsam ab. Viele technische Geräte funktionieren nicht mehr. Die Klimaforschung stellte fest, dass sich die Pole schneller erwärmen als der globale Durchschnitt und die Eis- und Schneelandschaft mit Überraschungen aufwartet. Analogien zum hochalpinen Gebirgsraum können gezogen werden und Polarforschung kann so auch für Österreich wertvolle Erkenntnisse liefern.

Es ist Ziel von TTL, KollegInnen aller TU Fakultäten, die sich auf dem ersten Blick nicht unbedingt im Thema wiederfinden, einzubinden. Erfahrungsgemäß bringt dies ein beträchtliches Potential für grundlegend neue Gedanken, die in der Forschung verwerten werden sollen. Zudem ist das Symposium auch ein Wahlfach für besonders interessierte Studierende oder DoktorandInnen, die auf diesem Wege eingeladen werden, in kurzer Zeit viel Wissen zu einem neuen Thema aufzubauen und mit ihrer Kerndisziplin zu kombinieren.

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Infos:
Univ.Ass. Dipl.-Ing. Dr.nat.techn. Meinhard Breiling
Operngasse 11 // 260
1040 Wien
Tel.:  +43-1-58801x26114
meinhard.breiling@tuwien.ac.at