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Ausstellungseröffnung am 7. März: Moderne Iranische Architektur - Global-Lokal

Die rasch zunehmende Vernetzung der Menschen und die internationalen Verbindungen, die globale Stadtorientierung, Klimawandel, steigende Einwohnerzahlen, drängende Probleme in einem pluralistischen Miteinander von unterschiedlichen Gesellschaften - alles Herausforderungen, die neue Architekturkonzepte erfordern.

Architektur soll den Anforderungen „Interkulturell, International, Interdisziplinär“ gerecht werden. Wie namhafte Iranische Architekturbüros diesen neuen Kriterien begegnen und dabei eine wiedererkennbare kontemporäre Architektursprache entwickeln, war Thema einer Lehrveranstaltung an der TU Wien.

Unter der Leitung von Gastprofessorin Dr. Negar Hakim und Dipl. Ing. Dr. Ulrike Herbig wurde am Forschungsbereich Baugeschichte::Bauforschung, ein Überblick über die Stationen des Weges moderner Architektur in Iran vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und kulturhistorischer Veränderungen gegeben. Die architekturgeschichtliche Entwicklung der iranischen Architekturszene, von den 1920ern bis heute, wurde in einen kulturhistorischen Kontext gesetzt.

Thematisiert wurde der Vergleich der Entwicklung in der westlichen Welt, wo die moderne Architektur aus der kulturellen und technischen Entwicklung eigener architektonischer Überlegungen und Bemühungen entsprang, und der "Moderne" in vielen außereuropäischen Ländern, die den Beginn eines Bruchs mit der eigenen Baukunst vermerkte. Dieser Einschnitt hing im Iran mit politischen Veränderungsprozessen zusammen. Er führte zunächst durch einzelne Projekte, Ereignisse und Personen und später flächendeckend zur Veränderung von Formen und Konzepten der Architektur.

Die rezente Architektursprache im Iran ist geprägt durch die Geschichte und lässt sich in ihrer Formensprache eindeutig zuordnen, eine Zuordenbarkeit die in der durch Globalisierung geprägten Architektur zunehmend verloren geht.

In Kooperation mit Architektur Raumburgenland werden die Forschungsergebnisse der Studierenden in einer Ausstellung präsentiert. In Postern sind die Schwerpunkte der Fragestellungen zusammengefasst: „Global-Lokal“ sowie „Welterbe als eine Strategie“: Wie sind die Architekt_innen in ihren Arbeiten mit der Identität und Kulturerbe umgegangen? Zu welchen kreativen bzw. avantgardistischen Lösungen sind sie gekommen, um die Bedürfnisse der heutigen und der zukünftigen Gesellschaft abzudecken?

Mit diesen Fragen soll zu einem Gedankenaustausch zur Entwicklung einer zukunftweisenden Architektur angeregt werden, die auch dem Anspruch einer Region von außergewöhnlichem universellen Wert, wie der Welterberegion Fertö/Neusiedler See gerecht werden kann.

Austellungseröffnung
Do. 07.03.2019, 19:00
Ort: ARCHITEKTUR RAUMBURGENLAND, Pfarrgasse 16, 7000 Eisenstadt
Ausstellungsdauer: 08.03.-01.07.2019
Öffnungszeiten: Mo.-Fr.: 9:00-12:00 und 14:00-16:00
Freier Eintritt

Zur Eröffnung sprechen:
Klaus-Jürgen Bauer | Kurator Architektur Raumburgenland
Thomas Steiner | Bürgermeister der Freistadt Eisenstadt
Mehrdad Agahi | Iranischer Kulturattaché
Negar Hakim, Ulrike Herbig | Kuratorinnen der Ausstellung