News

Ausstellung AMMAN – RE:ORGANIZE

Projekte zur jordanischen Hauptstadt Amman von Architektur- und Raumplanungsstudierenden der TU Wien werden im Wien Museum präsentiert.

AMMAN – RE:ORGANIZE (Copyright e253/3)

1/2 Bilder

AMMAN – RE:ORGANIZE (Copyright e253/3)

AMMAN – RE:ORGANIZE

AMMAN – RE:ORGANIZE

Das Team bei der Eröffnung (Copyright e253/3)

1/2 Bilder

Das Team bei der Eröffnung (Copyright e253/3)

Das Team bei der Eröffnung

Das Team bei der Eröffnung

Die jordanische Hauptstadt Amman ist in den letzten Jahrzehnten massiv gewachsen. Während im Jahr 1946 ca. 60.000 Menschen in der Stadt lebten, sind es heute über zwei Millionen. Das Wachstum ergab sich vor allem durch den Zustrom von Flüchtlingen. Jede Flüchtlingswelle führte zum Entstehen von Flüchtlingslagern, aus denen informelle Siedlungen entstanden sind.
2013 wurden von der Abteilung für Raumgestaltung und Nachhaltiges Entwerfen und dem Department für Raumentwicklung, Infrastruktur und Umweltplanung ein Projekt in der informellen Siedlung Al-Mahatta in Amman initiiert.

Die Ausstellung "Amman – Re:Organize" gibt einen Einblick in diese spannende Arbeit. Gezeigt werden die Zusammenhänge von Gesellschaft, Wirtschaft und Landschaft und deren Auswirkungen auf die Bebauungsstruktur und Siedlungspolitik des Landes. Zwei Projekte und sieben Modelle von Studierenden stehen stellvertretend für 46 Arbeiten, die für Al-Mahatta erarbeitet wurden.

Amman - Re:Organize
Eröffnung: Mittwoch, 23.Oktober 2013, 18.30 Uhr
Ausstellung: 24.10. – 24.11.2013
Dienstag bis Sonntag & Feiertag, 10 bis 18 Uhr
Wien Museum am Karlsplatz, 1040 Wien
Eintritt frei!

Al-Mahatta - 50 Jahre gewachsene Struktur
1946 lebten in der jordanischen Hauptstadt Amman ca. 60.000 Menschen, heute sind es über zwei Millionen Einwohner. Ein Grund für das Wachstum war der Zustrom von Flüchtlingen: aus Palästina, dem Irak oder aktuell aus Syrien. Jede Flüchtlingswelle führte zum Entstehen von Lagern, aus denen sich informelle Siedlungen entwickelten.Das heutige Amman ist Ergebnis dieser Einwanderung, für viele Flüchtlinge wurde es zur neuen Heimat. Schnell gebaute und schnell wachsende Siedlungen prägen das Stadtbild.
Al-Mahatta, ein 50 Jahre altes Flüchtlingslager im Herzen Ammans, war das Planungsgebiet des Projekts "Re:Organize". Das Viertel befindet sich im Spannungsfeld von Gesellschaft, Politik, Raumplanung und Wirtschaft. Der Komplexität der sich daraus ergebenden Fragestellungen stellte sich ein interdisziplinäres Team aus Architektur und Raumplanung gemeinsam mit jordanischen ExpertInnen.
"Als gebürtige Jordanierin ist es mit ein persönliches Anliegen, meinen Arbeitsschwerpunkt dort hinzulegen, wo er wirklich gebraucht werden kann", sagt Basma Abu-Naim, Assistentin an der Abteilung für Raumgestaltung und Nachhaltiges Entwerfen.

Die EntwürfeEine Gruppe von 65 Studenten bereiste gemeinsam mit ihren ProfessorInnen im März 2013 eine Woche lang Jordanien. Besucht wurden die Städte Salt, Dana, Petra, Madabe und Amman. Im Zuge dieser Forschungsreise wurde ein Workshop mit der Jordan German University in Amman abgehalten. "Die Zusammenarbeit der Universitäten bot sowohl den Studierenden als auch den Lehrenden die Möglichkeit für einen intensiven Austausch.", sagt Assistenzprofessor Anton Kottbauer.
Die Kooperation der Abteilung Raumgestaltung und Nachhaltiges Entwerfen und des
Fachbereichs Regionalplanung und Regionalentwicklung mit der Jordan German University hatte zum Ziel, die Entwurfsarbeit zu vertiefen und die Zusammenarbeit zu fördern.
Im Anschluss arbeiteten die Studierenden zusammen an den Entwürfen zu folgenden Themen:
"Amman – Re:organize – Wohnen in der informellen Stadt" (Betreuerin Basma Abu-Naim)
Es wurden Konzepte erarbeitet, die eine schrittweise Verbesserung der Lebens- und Wohnsituation der Bevölkerung Al-Mahattas anstreben. In der Ausstellung werden die Arbeiten von Léaud Agathe, Schwaiger Kathrin und Wendelin Irene gezeigt.

"Amman – Marktplatz und Handelszentrum" (Betreuer Anton Kottbauer)
Der Marktplatz ist ein Ort des Austauschs und der Kommunikation. Es sollte ein Raum geschaffen werden, der den öffentlichen Raum zurück in dieses Stadtgebiet bringt. Bei der Ausstellung sind die Arbeiten von Mariam Algorgi, Milena Hammel, Lisa Kresnik und Sebastian Pernegger zu sehen.

"DAS SPIEL"
heißt das Projekt der RaumplanerInnen, die sich mit den Fragen "Wie kann Al-Mahatta transformiert werden?, Wo fange ich am besten an?, Wer nimmt am Prozess teil?" beschäftigt haben. Diese und andere Fragen werden im Brettspiel "renew_emancipate_integrate" thematisiert und Lösungen aufgezeigt. Mit Hilfe der BewohnerInnen, PlanerInnen, ArchitektInnen und BeamtInnen sieht Al-Mahatta einer rosigen Zukunft entgegen.

Im Süden bauen
Seit 2001 verfolgt die Abteilung Raumgestaltung und nachhaltiges Entwerfen den Schwerpunkt "Im Süden bauen". Das Kennenlernen anderer Kulturen - speziell im Mittelmeerraum - und die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Klimazonen sollen Studierende darin fördern Sensibilität und Kompetenz im Umgang mit komplexen und ortsspezifischen Bedingungen zu entwickeln. Im Sommersemester 2013 wurde die Siedlung Al-Mahatta in Jordanien als Schwerpunkt gewählt.

Projektleitung: Basma Abu­Naim, Feria Gharakhanzadeh, Petra Hirschler, Anton Kottbauer

Infos im Web:
http://www.raumgestaltung.tuwien.ac.at/presse.html
http://www.wienmuseum.at