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Angepasste Technologien für den Klimaschutz

Klimaschutz ist ein Schlagwort unserer Zeit, das uns weltweit verbindet – nicht zuletzt mit der Umsetzung des UN-Klimaprotokolls, das letztes Jahr in Paris unterzeichnet wurde. Um diese Umsetzung voranzutreiben, finden jährlich Konferenzen statt. Dieses Jahr fungierte Marokko als Gastgeberland.

Team der TU Wien auf COP 22: Fritz Eder (Energietechnik und Thermodynamik), Sylvia Zibuschka, Martin Miltner (nicht am Foto), Michael Harasek (alle Verfahrenstechnik), Peter Heimerl (Forschungsmarketing) [1]

Team der TU Wien auf COP 22: Fritz Eder (Energietechnik und Thermodynamik), Sylvia Zibuschka, Martin Miltner (nicht am Foto), Michael Harasek (alle Verfahrenstechnik), Peter Heimerl (Forschungsmarketing) [1]

Team der TU Wien auf COP 22: Fritz Eder (Energietechnik und Thermodynamik), Sylvia Zibuschka, Martin Miltner (nicht am Foto), Michael Harasek (alle Verfahrenstechnik), Peter Heimerl (Forschungsmarketing) [1] 1/3 Bilder

Team der TU Wien auf COP 22: Fritz Eder (Energietechnik und Thermodynamik), Sylvia Zibuschka, Martin Miltner (nicht am Foto), Michael Harasek (alle Verfahrenstechnik), Peter Heimerl (Forschungsmarketing) [1]

Umweltminister Andrä Rupprechter (rechts) am Exponat "Power-to-gas" [2]

Umweltminister Andrä Rupprechter (rechts) am Exponat "Power-to-gas" [2]

Umweltminister Andrä Rupprechter (rechts) am Exponat "Power-to-gas" [2] 1/3 Bilder

Umweltminister Andrä Rupprechter (rechts) am Exponat "Power-to-gas" [2]

Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (rechts), lässt sich Heliofloat erklären [2]

Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (rechts), lässt sich Heliofloat erklären [2]

Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (rechts), lässt sich Heliofloat erklären [2] 1/3 Bilder

Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich (rechts), lässt sich Heliofloat erklären [2]

Klimaschutz und insbesondere die Dekarbonisierung der Energieversorgung, also die Vermeidung von C02-Emissionen bei der Energieumwandlung, waren zentrale Themen der COP22 Konferenz, der UN Climate Change Conference 2016, die von 7. bis 18. November in Marrakesch, Marokko, stattgefunden hat. Vor Ort mit dabei war die TU Wien, die sich mit der Vorstellung des Forschungszentrums für Energie und Umwelt und einer Ausstellung klima- und energierelevanter Projekte am Österreich-Stand der WKO präsentiert hat:

  • Power-to-Gas für flexible Energiespeicherung: Verdopplung der Biomethanmenge einer Biogasanlage durch Methanisierung des Kohlendioxids aus dem Biogas mit erneuerbarem Wasserstoff
  • HylyPure®: Nutzung bestehender Gasnetze für den Transport von Wasserstoff
  • Entschwefelungstechnologie für Gase – hoch effizient, dynamisch, kompakt
  • Heliofloat: schwimmende Plattform zur Verringerung von Wasserverdunstung und für Nahrungsmittelgewinnung, Solarenergienutzung, Entsalzung
  • SEMERGY.net: effiziente Dämmung in Bau- und Sanierungsplanung
  • LINK – sichere Integration von dezentralen Energieerzeugern und Haushalts-Anlagen in den Betrieb von Stromversorgungssystemen

Teilnehmer_innen an der COP22 kamen aus Politik, Verwaltung, Industrie, Finanz, Medien sowie NGOs und aus einer Vielzahl an Herkunftsländern weltweit. Es ist kein Zufall, dass Marokko als Gastgeberland dieser Konferenz fungierte, gilt es doch als Vorreiter bei der Nutzung erneuerbarer Energien in Afrika. "Marokko weist bereits 800 MW installierte Windkraft und das größte solarthermische Kraftwerk der Welt auf. Wasserkraft wird bereits seit über 60 Jahren im großen Stil genutzt“, erklärt Michael Harasek vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften, der sich vom großen Interesse der Teilnehmer_innen aus afrikanischen Staaten besonders beeindruckt zeigte.

Anwendungspotenzial für Know-How der TU Wien
Was die Messe-Ausstellung sowie eine Reihe von Spezialveranstaltungen im Begleitprogramm zur Konferenz zeigten: Zur Lösung der Klimaprobleme müssen neue klimafreundliche Technologien rasche Verbreitung finden. Dabei ist eine 1:1-Umsetzung von technischen Errungenschaften aus Industrieländern auf die südlicheren Regionen der Erde nicht sinnvoll, vielmehr bedarf es entsprechend angepasster Technologien auf höchstem Know-how-Niveau. Dabei kann auch die vorhandene Expertise der TU Wien in Verfahrenstechnik, Biotechnologie, Sensorik und Steuerungstechnik behilflich sein, um neue, optimierte und häufig modular gestaltete Systeme in Energie- und Abfalltechnik sowie Wasserver- und -entsorgung umzusetzen. Ein Beispiel dafür bietet die Umstellung auf Bambus als Energielieferant: Als schnell wachsendes Holz könnte es in Mischanbauweise die Energieautarkie vieler Länder sichern, ohne dabei die Biodiversität und Nahrungssicherheit zu gefährden. Um diese Vision umzusetzen, sind angepasste und optimierte Vergasungstechnologien gefragt.

Veranstaltungshinweis: 
Die AWS veranstaltet am Di. 29. November 2016, ab 18.00 Uhr eine Veranstaltung zum Thema "Mit Klimaschutz zum Unternehmenserfolg? – Clean-Tech als Chance für heimische Wirtschaft".

Information und Anmeldung unter http://info.awsg.at/klimaschutz

Die TU Wien ist Mitglied beim Climate Change Centre Austria (CCCA).
CCCA-Presseaussendung: Von Paris nach Marrakesch - Klimaschutz auf der Reise in unsere Zukunft

 

Bilder:
[1] © Abdullah Marzouk
[2] © Sylvia Zibuschka