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1. Platz für TU-Team beim Weltkongress der International Solid Waste Association (ISWA) in Korea

DI Katharina Kellner und DI Ulrich Kral überzeugten mit ihrem Beitrag „Saubere Materialkreisläufe und letzte Senken“ 600 TeilnehmerInnen des Weltkongresses der ISWA Konferenz in Daegu, Korea. Ihr 1. Platz im Posterwettbewerb ist eine Bestätigung für die hohe Qualität der Forschungsarbeiten der TU Wien im Bereich Abfallwirtschaft und Ressourcenmanagement.

Ausgezeichnete TU-ForscherInnen

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Im nachhaltigen Umgang mit Ressourcen spielt die Abfallwirtschaft eine entscheidende Rolle. Durch das Recyclieren von Materialien werden Primärressourcen geschont und die Umweltbelastungen verringert.  Während die Wiederverwendung von Wertstoffen im Zentrum der praktischen Umsetzung steht, so wird derzeit der qualitativen Zusammensetzung von Recyclingprodukten zu wenig Achtung geschenkt. Speziell für die technischen Eigenschaften der Recyclingprodukte sowie für deren Umweltverträglichkeit spielen aber die Konzentrationen an Wert- und Schadstoffen eine zentrale Rolle. Kommt es nämlich zur Verlagerung von Schadstoffen in Sekundärprodukte, so kann dies negative Effekte auf Produktqualität sowie Mensch und Umwelt haben. Um diese Gefahr zu bannen, ist die Ausschleusung von Fremdstoffen aus Materialkreisläufen erforderlich.

Das Poster „Saubere Materialkreisläufe und letzte Senken“ illustriert die Thematik am Beispiel von Cadmium in Kunststoffprodukten. Entsprechend einer EU Verordnung ist die zukünftige Verwendung von Cadmium in Sekunddärprodukten untersagt. Nachdem sich derzeit etwa 150 Tonnen des Schadstoffs Cadmium in den österreichischen Plastikbeständen befinden, gilt es diese am Ende des Lebenszyklus auszuschleusen, und in sichere letzte Senken überzuführen. Die Abfallwirtschaft hat die Aufgabe, die relevanten Produkte mit einem effizienten Sammelsystem der thermischen Verwertung zuzuführen, um in weiterer Folge das Cadmium in den Verbrennungsrückständen Schlacke und Flugasche gezielt behandeln und in sichere Senken überführen zu können. Damit wird sichergestellt, dass die Recyclingprodukte frei von Cadmium sind und dieses toxische Schwermetall ordnungsgemäß entsorgt wird. Das Beispiel zeigt die Bedeutung abfallwirtschaftlicher Technologien und deren Beitrag zur Produktqualität sowie zum Schutz von Mensch und Umwelt.