Verleihung Lions Förderpreis an Verfahrenstechnikerin Eva-Maria Wartha

Am 14.10. wurde Eva-Maria Wartha der Lions Förderpreis für ihre Dissertation verliehen. Darin geht es um eines der interessantesten Objekte für Verfahrenstechniker_innen: den Hochofen.

Eva-Maria Wartha bei der Lions-Förderpreisverleihung (Mitte).

© Thomas Blazina

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Eva-Maria Wartha bei der Verleihung des Lions Förderpreises.

v.l.n.r. Vizerektor Forschung und Innovation Johannes Fröhlich; Dipl.-Ing. Dr.in techn. Eva-Maria Wartha; Dr. Herbert Hochegger (Vertreter des Lions Clubs)

Porträtbild in Farbe von Eva-Maria Wartha in dunklem Jackett mit hellem Hintergrund.

© Zsolt Marton

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Eva-Maria Wartha

Gruppe von Forscher_innen mit Helmen und blauer Bekleidung während einer Hochofeninspektion.

© Christian Jordan

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Untersuchungsobjekt Hochofen

Grafische Darstellung eines Hochofens.

© Eva-Maria Wartha

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Grafische Darstellung eines Hochofens

Die Stahlindustrie gehört zu den stärksten Verursachern umweltbelastender Emissionen. Auf den Hochofenprozess zu verzichten ist jedoch schwer vorstellbar für die Industrie, denn er ist nach wie vor die wichtigste Technologie zur Roheisenproduktion in Europa. Industrie und Politik reagieren auf diese Tatsache indem sie Forschung für Technologie zur Optimierung industrieller Verfahren – und damit zur Erreichung der Klimaziele fördern.

Hocheffiziente Hochöfen gefragt

Hier setzt die Arbeit der 28jährigen Burgenländerin Eva-Maria Wartha an: im Hochofen – sozusagen im Auge des C02-Orkans. Die Verfahrenstechnikerin hat seit jeher ein Interesse an komplexen technischen Vorgängen – daher war der Hochofen für sie der perfekte Forschungsgegenstand, wie sie im Gespräch erzählt. In ihrer mit dem Lions Förderpreis ausgezeichneten Dissertation „Reaktionsmodellierung in der Strömungssimulation mit Fokus auf die Wirbelzone im Hochofen“ befasst sie sich mit einer vielversprechenden Technik in Bezug auf den Hochofen: der digitalen Abbildbarkeit verfahrenstechnischer Anlagen. Der Vorteil dieser digitalen Abbildungen besteht darin, dass sich komplexe Verfahren im „Trockenen“ detailliert analysieren lassen, um sie im Weiteren optimieren zu können. Die Simulationen dienen der Steigerung der Effizienz sowie der Reduktion von Emissionen. 

Wege der Forschung

Eva-Maria Wartha forscht an der TU Wien mit dem metallurgischen Kompetenzzentrum K1-Met in der Forschungsgruppe „Fluiddynamische Simulation“. Während ihres Forschungsaufenthaltes an der Norwegian University of Science and Technology, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster hat sie unter anderem ein Modell zur Berücksichtigung der Turbulenz bei der Umsetzung alternativer Reduktionsmittel untersucht und konnte zeigen, dass diese zur Eisenerzreduktion verwendet werden können.

Die Preisträgerin wird noch mindestens ein Jahr an der TU Wien an der Forschungsgruppe Fluiddynamische Simulation weiter forschen. Fest steht für sie, dass sie aber auch in Zukunft dem Bereich Nachhaltigkeit verpflichtet bleibt – denn Verantwortung für die Zukunft unseres Planeten zu übernehmen ist ihr auch persönlich sehr wichtig.

 

Titel der Dissertation von Eva-Maria Wartha : „Reaktionsmodellierung in der Strömungssimulation mit Fokus auf die Wirbelzone im Hochofen“.

Der Lions-Förderpreis für Studierende des Doktoratsstudiums in der Höhe von € 4.000,- wird vom Lions Club Wien St. Stephan, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster zur Verfügung gestellt. Er dient der Unterstützung für Ausgaben im Rahmen des Doktoratsstudiums im TU-Forschungsschwerpunkt Energie und Umwelt – insbesondere für Studienaufenthalte im Ausland, für die Teilnahme an fachspezifischen Kongressen im Inland und Ausland und für wissenschaftliche Publikationen.

 

Rückfragehinweis:

Dipl.-Ing. Eva-Maria Wartha
Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und technische Biowissenschaften
Getreidemarkt 9/166-2
1060 Vienna
T: +43-1-58801-166 270
eva-maria.wartha@tuwien.ac.at
https://www.tuwien.at/tch/icebe

Beitrag:
Mag.a Edith Wildmann
Technische Universität Wien
PR und Marketing
edith.wildmann@tuwien.ac.at