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"Austro-Nobelpreis" und START-Preis an Forscher der TU Wien

"Forschung fördern heißt Menschen fördern", erklärte heute, Montag, Wissenschaftsministerin Elisabeth Gehrer anlässlich der 10. Verleihung des Wittgensteinpreises und der START-Preise.

 

Hannes-Jörg Schmiedmayer

Hannes-Jörg Schmiedmayer

Hannes-Jörg Schmiedmayer

Josef Teichmann

Josef Teichmann

Josef Teichmann

Der Wittgensteinpreis 2006 geht an TU-Professor Hannes-Jörg Schmiedmayer (Bild li.) "Atomphysik, Quantenoptik, Miniaturisierung auf Chip". Seit 1. Oktober 2005 forscht Schmiedmayer an der Technischen Universität Wien (TU Wien), am Atominstitut der Österreichischen Universitäten der Fakultät für Physik. Zuvor war er am Physikalischen Institut der Universität Heidelberg in Deutschland beschäftigt.

"Genialer START"

Mit einem der fünf START-Preise ausgezeichneter TU-Forscher ist Josef Teichmann (Bild li.) vom Institut für Wirtschaftsmathematik für seine Arbeit "Geometrie stochastischer Differenzialgleichungen".




Weitere START-Preise 2006 gehen an: Hartmut Häffner "Kopplung von Ionenfallen- Quantencomputern" Institut für Quantenoptik und Quanteninformation Österreichische Akademie der Wissenschaften, (Universität Innsbruck),
Norbert Polacek "Nukleotid-Analog Interferenz im Ribosom" Sektion für Genomik und RNomik, Biozentrum an der Medizinische Universität Innsbruck,
Piet Oliver Schmidt "Direkte Frequenzkamm-Spektroskopie mit Quantenlogik" Institut für Experimentalphysik, Universität Innsbruck und
Gerald Teschl "Spektralanalysis und Anwendungen auf Solitionengleichungen" Mathematische Fakultät, Universität Wien.

"Noch nie wurde in Österreich so viel in Forschung investiert, wir sind damit unter die Top 5 Europas aufgestiegen", so die Ministerin weiter. Sie bezeichnete den Wittgensteinpreis, der für außergewöhnliche wissenschaftliche Leistungen verliehen wird, als "österreichischen Nobelpreis". Die an junge Spitzenforscherinnen und Spitzenforscher verliehenen fünf START-Preise werden für die Realisierung viel versprechender Projekte vergeben und fördern so den Forschungsnachwuchs in Österreich.

Seit 1996 wurden 18 Wittgenstein- und 54 START-Preise vergeben. Der Wittgensteinpreis ist mit 1,5 Millionen Euro auf fünf Jahre dotiert, weshalb ihn Elisabeth Gehrer heute als "österreichischen Nobelpreis" bezeichnete, der seinem skandinavischem Vorbild um nichts nachstehe (Dotierung des Nobelpreises: 1,1 Millionen Euro). Auch die fünf START -Preise, von denen jeder mit 1,2 Millionen Euro auf sechs Jahre bemessen ist, würden die Attraktivität des Forschungs- und Wissenschaftsraumes Österreich weiter steigern, so die Ministerin.

Die gesamte Fördersumme aller Preise seit 1996 beläuft sich auf rund 81,5 Millionen Euro. "Mit dieser Förderung für Spitzenforschung wird wesentlich die Ausbildung junger Forscherinnen und Forscher unterstützt", erklärte Gehrer. Ein Wittgensteinpreisträger beschäftigt durchschnittlich 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ein START-Preisträger im Schnitt 10. "Damit schaffen diese österreichischen Preise rund 800 höchstqualifizierte Stellen, die uns auf lange Sicht einen Wettbewerbsvorteil sichern werden", betonte die Wissenschaftsministerin. Durch die Forschungspreise können nicht nur hervorragende Forschungsprojekte finanziert werden, sondern auch Spitzenwissenschafterinnen und -wissenschafter für den Forschungsstandort Österreich gewonnen werden. Eine Laufzeit von 5 bzw. 6 Jahren ermöglicht die langfristige Planbarkeit der Forschungsarbeiten. Schließlich hob Gehrer auch noch die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsfonds (FWF) hervor, der im Auftrag des Ministeriums die Abwicklung übernommen hat. "Mit der Erhöhung der Mittel für den FWF um 30 Millionen Euro verfügt der FWF nun um drei Mal so viel Mittel wie 1996. Heute können alle Spitzenprojekte gefördert werden", schloss Gehrer.