Aktuelles am IFOER

Auf den Spuren der Wiener Stadtentwicklung

Exkursion "Praxis der Stadtentwicklung" im Rahmen des Wahlmoduls 2 "Projekte, Prozesse und Instrumente der Stadtentwicklung (S2022)"

Ein Gruppe Studierender ist auf einem Parkdeck. Das Wetter ist regnerisch.

© Mara Haas

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Studierende hören den Vortrag von René Ziegler. Sie stehen in Regenkleidung vor einem Haus.

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Studierende hören den Vortrag von Stefan Mayr. Sie stehen auf einem Parkplatz.

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Studierende nehmen unter Regenschirmen an der Exkursion teil.

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Studierende hören einen Vortrag von Grudrun Peller und Manuel Hanke. Sie stehen dabei auf einer Terrasse.

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Studierende hören einen Vortrag von Grudrun Peller und Manuel Hanke. Sie stehen dabei in einem Innenhof.

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Studierende hören einen Vortrag. Es ist windig.

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Studierende hören einen Vortrag zum Thema Stadtteilmanagement.

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Studieren gehen über eine Brücke in der Seestadt Aspern. Es ist windig.

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Die Entwicklung der Stadt steht im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen, fachlichen und ideologischen Werthaltungen und Prämissen. Das Wissen um den politischen, sozialen und kulturellen Kontext der jeweiligen Zeit ist daher unabdingbar, will man die gebaute Realität der Stadt und die unterschiedlichen Strategien und Projekte lesen und verstehen.

Projekte und Prozesse analysieren, Wertmaßstäbe entwickeln, reflektieren und diskutieren, Haltung beziehen… All das war Gegenstand des Wahlmoduls „Projekte, Prozesse und Instrumente der Stadtentwicklung“ im Sommersemester 2022. Die Studierenden waren gefordert, Projekte und Konzepte auf der Stadtteilebene und die dahinterstehenden Planungsprozesse und -instrumente systematisch zu erklären und auf ihre Grundlagen, Werthaltungen und planerischen Strategien hin zu analysieren und zu bewerten. Darüber hinaus haben die Studierenden im Rahmen der Referate und der Exkursion ihre kommunikativen und sozialen Kompetenzen vertieft und den Blick für kreative und innovative raumplanerische Lösungsansätze und Strategien geschärft. 

In diesem Semester richtete sich der Fokus auf die Wiener Stadtteilebene und auf die unterschiedlichen Instrumente der Qualifizierungsverfahren. An der Schanze, Hausfeld, Quartier am Seebogen und Sonnwendviertel - diese vier Stadtentwicklungsgebiete waren Gegenstand der Analyse, Reflexion und Diskussion und wurde im Rahmen der eintägigen Exkursion besucht. Begleitet von Gästen aus planungsrelevanten Institutionen und Projektverantwortlichen wurden vielfältige Aspekte der Stadtteilentwicklung behandelt: 

Im Gebiet „An der Schanze“ gab René Ziegler (Raumposition) einen Einblick in den Planungsprozess und erklärte, mit welchen Formaten und Instrumenten die unterschiedlichen Interessen der Stadt, Bauträger und Anrainer*innen in den Planungsprozess einbezogen werden konnten. Wie ergebnisoffen können Planungsprozesse überhaupt gestaltet werden? Wie geht man in der Planung mit Widerstand aus der Bevölkerung um?  

 

Im Hausfeld wurde mit Stefan Mayr (superwien urbanism) und Dragana Damianovic (Recht, TU Wien) die aktuelle Frage diskutiert, ob und warum die Umsetzung des Hausfelds von der „Stadtstraße“ abhängig ist, v.a. wenn es sich doch um ein autofreies Quartier handeln soll? Und darüber hinaus: Wie können Qualitäten der Grün- und Freiraums (rechtlich) sichergestellt werden? Durch welche Instrumente der Stadtplanung kann dem Ziel der Produktiven Stadt Rechnung getragen werden? 

 

Im Quartier am Seebogen standen uns gleich drei Expert*innen zur Verfügung. Stefan Goller (IBA Wien) stellte das Instrument der Internationalen Bauausstellung vor und betonte die besonderen Qualitäten des Quartiers in Bezug auf das Thema „Neue soziales Wohnen“. Mit Teresa Morandini (Stadtteilmanagement Seestadt) wurde über geeignete Beteiligungsformate diskutiert, um neu Zugezogene zu vernetzen und Nachbarschaften aufzubauen. Lukas Lang (3420 aspern Seestadt AG) gab einen vertiefenden Einblick in den Planungsprozess der Seestadt: Was konnte bei der Entwicklung des Quartiers am Seebogen optimiert werden im Vergleich zum südlichen Teil der Seestadt? 

 

Auch im Sonnwendviertel fand ein spannender Austausch mit Manuel Hanke (wohnbund:consult) und Gudrun Peller (realitylab & Mobilitätsfonds Wien) über Instrumente der Stadtteilentwicklung statt: Inwiefern konnte die Umgestaltung des umliegenden Bestands in der Planung berücksichtigt werden, um das Stadtentwicklungsgebiet besser zu integrieren? Wie adaptiv ist Planung, um auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können? 

 

Vielen Dank an die Gäste für deren spannenden Inputs - bei jeder Wetterlage!