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Projektergebnisse für „Räumliche Handlungsmöglichkeiten im Kontext Multilokalität und ländlicher Raum“ sind da!

Wie mit den Herausforderungen und Chancen rund um Multilokalität in unterschiedlichen räumlichen Kontexten umgehen? In den fünf Handlungsfeldern Wohnen, Mobilität, Infrastruktur, Arbeit und Teilhabe wurden Handlungsmöglichkeiten konzipiert, die auf aktuelle Bedürfnisse reagieren und sich an bestehenden Planungsprozessen orientieren.

Blick auf Tamsweg

© Lena Schartmüller

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Bahnhof Kitzbühl

© Barbara Steinbrunner

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Multilokalität betrifft große Teile der Bevölkerung. Ausschlaggebende Motive sind vorrangig die Ausbildung, Arbeit, Freizeit, Beziehung oder eine Kombination daraus. Aufgrund der Vielfalt an Ausprägungen decken die für Österreich meist herangezogene Anzahl der Nebenwohnsitze nur einen Teil der Multilokalen ab. Doch die räumlich heterogene Verteilung und Entwicklung der Anzahl der Nebenwohnsitze unterstreichen die Notwendigkeit, die Diversität räumlicher Gegebenheiten bei der Auseinandersetzung mit multilokalen Lebensweisen grundlegend miteinzubeziehen. Multilokale Lebensweisen wirken zudem unterschiedlich in und auf ländliche Räume. Sie können Herausforderungen und Chancen zugleich sein und bestehende Trends verstärken (beispielsweise zunehmender Bodenverbrauch). Um negativen Auswirkungen vorzubeugen beziehungsweise entgegenzusteuern und Potenziale zu nutzen, sollte Multilokalität differenziert in der Planungspraxis, insbesondere der Regionalplanung und -entwicklung, mitgedacht werden.

Die vorliegende Studie baut auf wichtigen Grundlagenarbeiten und dem aktuellen Stand des Diskurses in den Raumwissenschaften und der Planungspraxis auf. Sie ergänzt durch einen vergleichenden Ansatz mit vier Untersuchungsgebieten, die ausgewählte ländliche Räume in Österreich repräsentieren. Zudem wird ein breiteres Spektrum an multilokalen Lebensweisen miteinbezogen und der damit einhergehende Handlungsbedarf für unterschiedliche Aufgabenbereiche der räumlichen Planung sichtbar gemacht.

Vom Forschungsbereich Bodenpolitik und Bodenmanagement waren Barbara Steinbrunner, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster und Hanna Hochradl, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster im Projekt beteiligt.

Weitere Informationen und die Lang- und Kurzfassung der Publikation sind auf der Homepage des Forschungsprojektes, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster sowie auf dafne.at, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster zu finden.

Dieses Projekt wird im Rahmen des Ressortforschungsprogramms über dafne.at mit Mitteln des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft finanziert. Das BML unterstützt angewandte, problemorientierte und praxisnahe Forschung im Kompetenzbereich des Ressorts.

 

Logos der Projektpartner:innen