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Technik, Tourismus, Landschaft als Symbiose

3.-5.11.2004, TU Wien: die erste Konferenz „Technik.Tourismus.Landschaft“ widmet sich der Frage, inwiefern die drei in sinnvollen Einklang zu bringen sind.

Wien (TU). - In keinem vergleichbaren Land der Welt spielt der Tourismus eine so dominante Rolle wie in Österreich. Tourismus ist ein Thema, das die Gemüter erhitzt. Befürworter und Gegner stehen jeweils am anderen Ende der Skala. Die einen leben davon, die anderen haben nur die negativen (Technik-)Folgen vor Augen. Infrastruktur, Maschinen und der Faktor Nachhaltigkeit - Ökologie, Ökonomie und soziale Gerechtigkeit - spielen zentrale Rollen. Die erste Konferenz „Technik.Tourismus.Landschaft“ an der Technischen Universität Wien geht der Frage nach, wie Technik, Tourismus und Landschaft unter Ausnutzung von Forschungs-Know-how verschiedenster Disziplinen sinnvoll in Einklang gebracht werden können.

Sommer wie Winter sind in Österreich ohne Tourismus nicht vorstellbar. Mit rund 8% Anteil am BIP hat der Tourismus bedeutende Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft. So richtig erblüht ist der Tourismus allerdings erst durch den Einsatz von Technik. Die erste Konferenz „Technik.Tourismus.Landschaft“ widmet sich dem Winter und vor allem „Schnee“ als technisches Produkt, wirtschaftliche Grundlage und natürliches Phänomen. Schneesicherheit, Kunstschneeerzeugung, Schneeanalysen, Schutz vor Schneelawinen sind nur einige der Themen, die man versucht mit Technik nutzbringend für den Tourismus zu steuern.

Ursprünglich waren es die klassischen Ingenieurwissenschaften, die technisches Wissen für die Infrastrukturen des Tourismus bereitstellten. Die Herausforderungen im 21. Jahrhundert sind weitreichender und tiefgründiger geworden. Technik für den Tourismus umfasst heute das Spektrum von Ultrastrukturen im molekularen Bereich bis hin zu Makrostrukturen, die den ganzen Erdkreis erfassen. Die Landschaft ist die Arena, in der die Vielfalt aller Prozesse wirksam wird. Die Planung und Steuerung des Tourismus ist komplizierter geworden und verlangt den Einbezug von mehr und andersartigem Wissen sowie ein Zusammenwirken mehrerer Forschungsdisziplinen.

Sie erhalten die Möglichkeit, mehr über die Zukunft und Lösungsansätze des derzeit noch als Spannungsverhältnis zu bezeichnenden Themas Technik, Tourismus und Landschaft zu erfahren und mit Vortragenden Ihrer Wahl ein Vertiefungsgespräch zu führen.

Wann: 3. November 2004, 18:00 Uhr; 4. November, 16:00 Uhr
Wo: Raum 32, Operngasse 11/4. Stock

Neben zahlreichen heimischen Fachleuten stehen Ihnen internationale ExpertInnen zur Verfügung, darunter

  • M. Petrov, Geologe, Uzbekistan Academy of Sciences
  • K. Rubinstein, Klimamodellentwickler, GCM, Hydrometeorological Institute Moscow,
  • M. Petrushina, Lawinenexpertin, Moscow State University
  • S. Sokratov., Schneephysiker, Institut für Schnee und Lawinenforschung Davos

Nähere Infos zum Konferenz-Programm erhalten Sie im Internet unter:

www.landscape.tuwien.ac.at/ttl/, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster