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Österreich und die Ukraine: Architektur verbindet

Anlässlich der 10jährigen Kooperation zwischen den Architekturfakultäten der Technischen Universität (TU) Wien und der Lvivska Polytechnika Lemberg findet am 24. November 2005 das Symposium "connect wien_ukraine" statt.

Wien (TU). - Das engere Zusammenrücken der Ukraine und Wien soll seinen Ursprung beim Symposium „connect wien_ukraine“ haben. Ziel ist die Erarbeitung von Perspektiven für eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen ukrainischen Institutionen, Firmen und Personen in Forschung, dem Bauwesen und der Immobilienwirtschaft. Damit Lehre, Forschung und Wirtschaft besser miteinander vernetzt werden können, soll darüber hinaus eine Plattform geschaffen werden, die sicherstellt, dass dieses Ziel erreicht wird. Eine Ehrung, Vorträge und eine Buchpräsentation bilden das abwechslungsreiche Programm des Symposiums „connect wien_ukraine“ am 24. November 2005 an der TU Wien.

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Projektentwürfe für das Hafenareal von Odessa: HARBOURPOLIS ODESSA 2005Als Zeichen der bereits bestehenden Verbundenheit zwischen den Architekturfakultäten aus Wien und Lemberg werden zu Beginn des Symposiums Prof. Dr. Yuriy K. Rudavskyy und Prof. Dr. Bohdan Tscherkes geehrt. Yuriy Rudavskyy, Rektor der Lvivska Polytechnika, erhält die Johann Joseph Ritter von Prechtl-Medaille, Bohdan Tscherkes, Dekan der Architekturfakultät der Lvivska Polytechnika, das Ehrenzeichen.

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Projektentwürfe für das Hafenareal von Odessa: HARBOURPOLIS ODESSA 2005Seit 1995 arbeiten die Architekturfakultäten der TU Wien und der Lvivska Polytechnika zusammen. Erfolgreich wurden bisher gemeinsame Lehrveranstaltungen sowie Forschungsprojekte von ukrainischen und österreichischen Studierenden und Lehrenden durchgeführt. Die inhaltlichen Themen der Kooperation betreffen vor allem Stadtentwicklung und Stadtplanung, Holzbautechnik sowie Aspekte der Stadterneuerung und Denkmalpflege. Die Kooperation soll nun intensiviert und ausgedehnt werden. Welche Möglichkeiten dafür in Frage kommen, wird beim Symposium „connect wien_ukraine“ am 24. November 2005 an der TU Wien beleuchtet.

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Das Programm:

www.tuwien.ac.at/pr/pa/doc_pa/programm_connect.pdf, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster



Projektentwürfe für das Hafenareal von Odessa: HARBOURPOLIS ODESSA 2005Den Abschluss des Symposiums bildet die Buchpräsentation "Urbane Metamorphosen für die Krim", herausgegeben von Klaus Semsroth, Dekan der Fakultät für Architektur und Raumplanung an der TU Wien, Andreas Hofer, Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen an der TU Wien, und Bohdan Tscherkes, Dekan der Architekturfakultät der Lvivska Polytechnika. Dieses Buch berichtet von der Architektur und den Städten auf der Krim, von deren Geschichte und Perspektiven sowie vom Alltag und den Träumen der dort lebenden Menschen. Das Buch erscheint im LIT Verlag, Münster - Berlin - Wien.

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Die Kooperation der Architekturfakultäten der TU Wien und der Lvivska Polytechnika - gestern, heute, morgen

Die Verbindung der Architekturfakultäten der Lvivska Polytechnika und der Technischen Universität Wien reichen bis weit in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück, als Lemberg noch während der k. u. k. Monarchie Sitz des Stadthalters von Galizien war. Die Neuordnung nach dem Ersten Weltkrieg brachte mit sich, dass die engen Kontakte unterbrochen wurden. Die veränderten politischen Rahmenbedingungen Osteuropas zu Beginn der 1990er Jahre begünstigten die ersten Versuche von Martin Kubelik, Vorstand des Instituts für Baukunst und Bauaufnahme der TU Wien, die alten historischen Verbindungen aus dem 19. Jahrhundert wieder aufzunehmen. Darüber hinaus konnte die Fakultät für Architektur und Raumplanung Lehrende der Technischen Universität Wien mit aktuellen Themenstellungen zu Architektur und Städtebau nach Lemberg entsenden, um die dortigen Studierenden und Lehrenden über die neuesten Entwicklungen in Europa zu informieren.

Nach diesen ersten erfolgreichen Schritten erfolgte im Februar 1995 die Unterzeichnung eines Memorandums zwischen den beiden Universitäten, dessen Zielsetzung es war, eine institutionalisierte Kooperation auf der Ebene der Architekturfakultäten unter Förderung des österreichischen Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur einzurichten. Nachdem Martin Kubelik 2000 die Technische Universität verlassen hat, wurden Klaus Semsroth, derzeit Dekan der Fakultät für Architektur und Andreas Hofer vom Institut für Städtebau, Landschaftsarchitektur und Entwerfen sowie Bohdan Tscherkes, Dekan der Architekturfakultät der Lvivska Polytechnika als Betreuer der Kooperation gewählt.

Aufgrund der großen Nachfrage der im Rahmen der Kooperation angebotenen Lehrveranstaltungen und Forschungsaktivitäten sowohl durch die Studierenden als auch durch die Lehrenden beider Universitäten ist geplant, diese Kooperation in den kommenden Jahren kontinuierlich und stets innovativ weiterzuführen.