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Kulinarisch-architektonisches Kleinod an der TU Wien

Seit Herbst 2002 beleben Gäste den durch ArchitekturstudentInnen revitalisierten Luftpavillon an der Technischen Universität (TU) Wien.

Wien (TU). - Fast ein Jahrhundert lang wurde darin geforscht, nun ist er zum kulinarischen Treffpunkt für Jung und Alt geworden - der Luftpavillon an der TU Wien. Das in die Jahre gekommene Gebäude wurde von ArchitekturstudentInnen der TU Wien in einem Wettbewerb neu designed. Der unter Denkmalschutz stehende Luftpavillon wurde zwar letztendlich seiner eigentlichen Bestimmung enthoben, startete aber letzten Herbst eine zweite Karriere als Café / Pub. Der Windkanal ist geblieben. Nicht mehr Luftströme, sondern Gäste spielen nun die zentrale Rolle im Luftpavillon.

Ende der 90er Jahre stand man vor der Frage: Was macht man aus einem restaurierungsbedürftigen denkmalgeschützten Luftpavillon samt Windkanal? An der TU Wien entschied man sich 1997, einen für eine Universität eher unkonventionellen Weg zu beschreiten: nämlich der Gastronomie den Vorzug gegenüber der Forschung zu geben.

Das 1911 errichtete Bauwerk wurde einem Revitalisierungsprozess unterzogen und von den eigenen StudentInnen im Rahmen eines Architekturwettbewerbes neu designed. Eine gar nicht so einfache Aufgabe, führt man sich die zahlreichen Auflagen vor Augen. Zu beachten waren unter anderem der bestehende Denkmalschutz des Gebäudes und die Integration des architektonischen Konzeptes von Hof 1 der TU Wien. Die Ideen der Siegerprojekte des Architekturwettbewerbes wurden von Architekt Matthias Willmann in die Realität umgesetzt.

Die Siegerprojekte: (Download unter:

info.tuwien.ac.at/raumsim/entwerfen/HOF2_E.html, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster)



1. Preis Gerhard Hiess - Revival
2. Preis Ernest Kucer -Less is more
2. Preis Peter Fattinger - Untergrund
3. Preis Heinz Hamp - Modulares Feld

Café / Pub Nelsons im Luftpavillon
Das Café / Pub Nelson’s -

www.nelsons.at, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

ist der kommunikative Treffpunkt an der TU Wien und erfreut sich großer Beliebtheit. Das moderne Ambiente und die abwechslungsreiche Küche samt Take-away-Bereich hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Besonders reizvoll ist das Nelsons’s für Morgenmuffel, denn Frühstück gibt’s bis 15:00 Uhr.

Johnny Szewczuk, umtriebiger Gastronom im Freihausviertel im vierten Wiener Gemeindebezirk (Johnny’s, Shebeen, Point of Sale, Bobby’s Foodstore), wollte eigentlich kein weiteres Lokal mehr aufsperren. Warum er sich dennoch dazu hinreißen ließ? - Der einzigartige Standort und das innovative Konzept der Uni-Leitung der TU Wien haben mich überzeugt“, so Johnny Szewczuk.

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Zur Geschichte des Windkanals
1913 ging der auf Betreiben des Begründers der österreichischen Luftfahrtwissenschaft, Richard Knoller (1869 – 1926), errichtete Luftpavillon - 1913 noch als Aeromechanisches Laboratorium bezeichnet - in Betrieb. Das Kernstück des Luftpavillons bildete der Windkanal, der seinen "Zeitgenossen" in zweifacher Hinsicht überlegen war. Die Versuchsstrecke stand unter normalem Atmosphärendruck und kam somit ohne zusätzliche Luftschleuse aus. Das "i-Tüpfelchen" war die vertikale Ausrichtung des Luftstroms - wobei man wegen Platzproblemen aus der Not eine Tugend machte.

Moderne Technik im Inneren des Luftpavillons
Das revitalisierte Gebäude wurde mit einer hochmodernen und extrem wirtschaftlichen Klimatechnologie ausgestattet. Das Gerätekonzept Adsolair der Firma Menerga, das auf dem Prinzip der Verdunstungskühlung beruht, erfüllt alle Anforderungen an die Klimatisierung des denkmalgeschützten Pavillons: Umweltfreundlichkeit, Kosten- und Energieeffizienz. Es verfügt bei einer Nennluftleistung über die Wärmerückgewinnung von 9.500 m3/h. Die Luftleistung bei freier Kühlung beträgt 10.500 m3/h.

Photos zum Download (in Druckqualität):

www.tuwien.ac.at/zv/pr/download_pa_20_luftpavillon.shtml, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster