Qualitätssicherung bei Berufungsverfahren

LEITLINIEN UND QUALITÄTSSICHERUNG BEI BERUFUNGSVERFAHREN

Gut funktionierende und gerechte Berufungsverfahren sind das Kernelement für eine auch in der Zukunft gut funktionierende Forschung und Lehre und werden daher sorgfältig geplant und in partizipativer Art und Weise zwischen den Fakultäten, dem Senat und dem Rektorat umgesetzt.

Dabei ist es auch ein erklärtes Ziel der TU Wien die Professoren_innenschaft zu internationalisieren und den Anteil der Frauen zu erhöhen. Ein weiteres Ziel ist es die Dauer eines Verfahrens nicht unnötig in die Länge zu ziehen, um eine rechtzeitige Berufung von potentiellen Bewerber_innen zu ermöglichen. Selbstredend unterliegt das Verfahren größter Verschwiegenheit und wird -  bis auf die öffentlichen Berufungsvorträge in Phase 4 - vertraulich behandelt.

Die QUALITÄT des Berufungsverfahrens wird unter anderem durch die folgenden Punkte sichergestellt:

Durch das Zusammenspiel und die Zusammenarbeit der Mitglieder der Berufungskommissionen (Universitätsprofessor_innen, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen, Studierenden), der Arbeit der Gutachter_innen, dem Input der Dekan_innen und Studien_dekan_innen sowie dem kontrollierenden Auge der Vertreter_innen des AKG ist das Mehraugenprinzip in höchster Form umgesetzt.

Befangenheiten werden speziell nach Sichtung der Bewerbungen auf Grundlage der Satzung "Befangenheiten - Kriterien zum Ausschluss von Befangenheiten (online 17.10.2018)" behandelt. Aber die Fakultäten und der Senat machen sich schon im Vorfeld der konstituierenden Sitzung bzw. der Einberufung der Berufungskommission Gedanken über mögliche Befangenheitssituationen.

Sowohl in der Berufungskomission (aus der Personengruppe der Universitätsprofessor_innen) wie auch in der Gruppe der Gutachter_innen MUSS zumindest eine Person von extern sein.

Der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AKG) ist das Gremium, das als begleitende Kontrolle von Besetzungsverfahren zu allen Sitzung der Berufungskommissionen eingeladen wird. Ihm werden bei der Durchführung seiner Aufgaben besondere Rechte eingeräumt, die im Satzungsteil  "Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen" geregelt werden. 

Vertreter_innen des AKG nehmen daher an den Sitzungen der Berufungskommissionen einschließlich aller Berufungsvorträge und Interviews mit beratender Stimme teil (es dürfen bis zu zwei Mitglieder entsandt werden) und haben zudem in jedem Fall das Recht, Einblick in alle Unterlagen zu bekommen.

Der AKG ist somit ein wichtiges Instrument, um Fairness und Transparenz in den Berufungsverfahren zu fördern.