KomOzAk

Weitergehende Reinigung kommunaler Abwässer mit Ozon sowie Aktivkohle für die Entfernung organischer Spurenstoffe

Laufzeit:
2013-2015

Ansprechperson:
Dr. Norbert Kreuzinger: norbkreu@iwag.tuwien.ac.at

MitarbeiterInnen:
H Schaar, J Haslinger, A Winkelbauer, S Weilguni

Projektpartner:
Donau Chemie AG, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Messer Austria GmbH, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
VA TECH WABAG GmbH, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
Xylem Service GmbH, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster
ebswien hauptkläranlage , öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Projektfinanzierung:
BMLUW Abteilung VII/6 (kpc - kommunalkredit public consulting, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster)
BMLUW Abteilung VII/1 (DaFNE), öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Kurzinformationen zum Projekt

Das Vorkommen organischer Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt beschäftigt die internationale Wissenschaft seit etwa Mitte der 1990er Jahre. Da die Ressource Wasser sowohl für das aquatische Ökosystem als auch für den Menschen ein wichtiges Schutzziel darstellt, hat die Thematik mittlerweile auch die breite Öffentlichkeit erreicht. Auf EU-Ebene werden von den einschlägigen Gremien derzeit Umweltqualitätsziele für Wasserkörper diskutiert, die erstmals auch pharmazeutische Wirkstoffe und menschliche Sexualhormone beinhalten. Da kommunale Kläranlagen für diese Stoffe einen dominanten Emissionspfad in die aquatische Umwelt darstellen und zahlreiche dieser Stoffe selbst durch die heute nach dem Stand der Technik betriebenen Kläranlagen nicht ausreichend entfernt werden, zeichnet sich international ein Trend zur Implementierung weitergehender Reinigungsstufen auf kommunalen Kläranlagen ab.

Das Projekt KomOzAk umfasst die Heranführung der als praxisrelevant erachteten weitergehenden Reinigungsschritte Ozonung und Aktivkohleanwendung an den Stand der Technik kommunaler Abwasserreinigung. Basierend auf den Erfahrungen aus der internationalen Vernetzung ist festzustellen, dass für alle diesbezüglichen weitergehenden Reinigungsschritte auf kommunalen Kläranlagen noch verfahrenstechnische, betriebliche und wirtschaftliche Grundlagen als Basis für weitere Entscheidungen in Hinblick auf eine Umsetzung fehlen. Diesem Defizit soll im gegenständlichen Projekt durch Errichtung und Betrieb einer Pilotanlage im großtechnischen (Ozon) bzw. halbtechnischen Maßstab (granulierte Aktivkohle) begegnet werden.