"REFlex - RFID Real-Time Localization for Flexible Production Environments" so heißt das diesjährige Siegerprojekt der TU Wien in der Kategorie "Projects". Projektleiter Ass.Prof. Holger Arthaber vom Institute of Electrodynamics, Microwave and Circuit Engineering, durfte den Preis gemeinsam mit Dekan Markus Rupp und Projektmitarbeiter Florian Galler am 18. Jänner in Wien entgegennehmen.
Im Rahmen von REFlex wurde ein Lokalisierungssystem mittels so genannter RFID Tags entwickelt. RFID steht für "Radio Frequency identification". Die Tags kommunizieren über hochfrequente elektromagnetische Signale mit einem Lesegerät, ein direkter Sichtkontakt ist nicht notwendig. Eine eigene Stromquelle ist auch nicht nötig, die Energiezufuhr erfolgt über die Impulse des Lesegerätes. Damit können die RFID Tags auch sehr klein gebaut und z.B. in ein Klebeeticket integriert werden.
Durch das an der TU entwickelte Verfahren lassen sich RFID Tags aus der Ferne identifizieren und sogar orten. Es ergeben sich dadurch viele interessante Anwendungsmöglichkeiten, wie etwa das Erkennen von Autos an einer Mautstelle, die Überwachung von Industrieprodukten in der Fabrik oder als Hilfestellung beim Inventarisieren von Waren. Das Verfahren wurde bereits als Vorschlag für einen ISO/IEC-Standard eingereicht.
Der Living Standards Award wird jährlich vom Austrian Standards Institute in Wien vergeben. Mit dem Award sollen Organisationen oder Unternehmen ausgezeichnet werden, die vorbildliche Leistungen bei der Anwendung, Entwicklung und Verbesserung von Standards erbringen. Die Preis-Kategorie "Project" richtet sich an vernetzte Projekte, an denen mehrere Partner grenzüberschreitend zusammenarbeiten.
Mehr Informationen zu REFlex gibt es unter <link https: iktderzukunft.at de projekte reflex.php _blank>iktderzukunft.at/de/projekte/reflex.php.
Fotos: © Austrian Standards


