CO2-Emissionen: Supply Chain-Netzwerke

  • Problem: Supply Chain-Netzwerke charakterisieren dezentral ausgelegte Produktionsnetzwerke, wobei Zulieferteile aus unterschiedlichen Produktionsstätten geliefert werden. Um bei der Ausgestaltung  bzw. Nutzung von Supply Chain-Netzwerken auch den Nachhaltigkeitsaspekt einzubeziehen, gilt es in der Netzwerk-Kostenrechnung neben den Kosten für die dort durchgeführten Produktionen sowie intra- und interlogistischen Transportprozesse auch die damit verbundenen CO2-Emissionen zu messen. Die dabei ermittelten Kosten und CO2-Emissionen liefern die Basis, um bezüglich ökologischer Verträglichkeit und Wirtschaftlichkeit fundierte Entscheidungen hinsichtlich Ausgestaltung bzw. Nutzung von Supply Chain-Netzwerken treffen zu können.
  • Forschungsmethode: Die Erweiterung der Netzwerk-Kostenrechnung erfolgt durch die zusätzliche Einbeziehung von ökologischen Ressourceneinsätze, sodass neben den traditionellen Ressourceneinsätzen auch die CO2-Emissionen ermittelt werden. Zentraler Ansatzpunkt ist dabei die prozessorientierte Kostenrechnung (Activity Based Costing). Dabei werden die traditionellen und ökologischen Ressourceneinsätze von allen an der Leistungserstellung beteiligten Produktions- und Logistikprozesse mengen- und zeitmäßig erfasst und bewertet. Bezüglich der innerbetrieblichen Produktionsprozesse werden dabei die über die Wertstromanalyse (Value Stream Mapping) ermittelten Daten einbezogen.
  • Beitrag:
    • Schwaiger/Rötzer: Kosten und CO2-Emissionen im Produktionsnetzwerk von Magna Europe, in: Industrial Engineering und Management; Beiträge des Techno-Ökonomie-Forums TU Austria, H. Biedermann (Hrg.); Springer Gabler, Wiesbaden, 2016, ISBN: 978-3-658-12096-2.