100 JAHRE BURGENLAND

Sonderpreis 2021: „Erhaltung der Streckhöfe im Burgenland“

Schwarz-weiß Aufnahme von Fassaden von drei historischen Streckhöfen im Burgenland

© ifoer, TU Wien

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Burgenlandes soll mit der Ausschreibung des Sonderpreises „Erhaltung der Streckhöfe im Burgenland“ auf den Stellenwert der traditionellen Baukultur nicht nur aufmerksam gemacht, sondern auch eine Initiative zur Nutzung und Wertschätzung der noch vorhandenen Hofbestände eingeleitet werden.

Zudem soll der Sonderpreis das Engagement sowie den innovativen Umgang von bereits realisierten Projekten beispielhaft für die noch in kleiner Anzahl vorhandenen, ungenutzten und leerstehenden historischen Zeugen der burgenländischen Baukultur vor den Vorhang stellen.

Das harmonische Bild der Dörfer und Ortschaften im Burgenland war neben der Siedlungsstruktur auch lange Zeit durch die Eigenart der Baukultur, insbesondere durch die bäuerliche Architektur, geprägt. Einfache, klare und kompakt angeordnete Wohn- und Nebengebäude haben eine kleinstrukturierte Bebauung mit charakteristischer Dachlandschaft geschaffen. Haupttyp dieser bäuerlichen Bauten im Burgenland ist der Streckhof als traditionelle und typische Bauform, bestehend aus eng hintereinander gebauten Wohn-, Stall-, Scheunen- und Schupfentrakten entlang eines schmalen Hofes. Oft befinden sich als architektonisch reizvoller Teil der Häuser eine hofseitig gelegene Längslaube, die sogenannten Gred’n oder Arkaden, die zum Teil sehr aufwendig gestaltet sind. Viele typische Streckhöfe, Hakenhöfe oder Zwerchhöfe sind im Burgenland bereits zerstört, nur wenige sind in annäherndem Originalzustand erhalten. Doch immer mehr werden der Wert und die hohe Qualität dieser Hofbauten als Wohnform erkannt und die historischen Gebäude werden liebevoll saniert, restauriert und revitalisiert. Die Möglichkeiten der Rettungsmaßnahmen spannen sich von authentischer Erhaltung bis zur Kombination mit zeitgemäßen und modernen Gestaltungselementen oder Gebäudeerweiterungen.

Das Land Burgenland lädt daher alle Eigentümer von historischen Streckhöfen, Hakenhöfen oder Zwerchhöfen, die erhalten, gepflegt und benutzt werden ein, mit ihrem Projekt an der Ausschreibung des Sonderpreises teilzunehmen und beispielgebend zum weiteren Erhalt dieser charakteristischen Bauten im Burgenland beizutragen. Zugelassen sind Streckhof-Projekte, die nachweislich in den letzten 20 Jahren (ab 2000) umgesetzt bzw. realisiert worden sind.

Der Sonderpreis für das beste Projekt wird mit € 1.500,- prämiert; zwei Anerkennungspreise können zusätzlich nach Vorschlag der Jury bis zu zu je € 500,- vergeben werden.

Die Einreichung samt dem ausgefüllten Datenblatt und sämtlichen für die Beurteilung des Projektes erforderlichen Unterlagen (wie z.B. Pläne, Beschreibungen, historische Angaben, Baubewilligung, Fotos, etc.) ist mit dem Kennwort „Erhaltung der Streckhöfe“ zu versehen und bis spätestens Freitag, den 01. Oktober 2021 an das Amt der Burgenländischen Landesregierung, Abteilung 4 – Ländliche Entwicklung, Agrarwesen, Natur- und Klimaschutz, Referat Dorfentwicklung, Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt zu senden bzw. bis spätestens 12:00 Uhr im Landhaus NEU, 3.Stock, Zimmer A304 oder A306, abzugeben. 

Frau Landeshauptmannstellvertreterin Mag. Astrid Eisenkopf möchte Sie herzlich einladen, IHR umgesetztes Streckhofprojekt für den Sonderpreis 2021 einzureichen!

Informationen 

www.burgenland.at/dorf, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Ausschreibung (PDF), öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster

Ausschreibung Sonderpreis zur Erhaltung der Streckhöfe (PDF), öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster