Grundlage für eine nachhaltige Betriebsführung ist die Erfassung und das kontinuierliche Monitoring der Betriebszustände und des daraus ableitbaren Nutzungsverhaltens.

Alle relevanten Daten aus den Mess-, Steuer- und Regelungssystemen der BIG werden künftig schrittweise über einen eigenen MQTT-Broker erfasst, sicher gespeichert und intelligent ausgewertet. Ergänzend dazu fließen nach und nach Echtzeitdaten von Strom-, Kälte-, Wärme-, Wasser- und Gaszählern ein, sodass eine umfassende, integrierte Datenbasis entsteht.

Auf dieser Grundlage können wir gezielt Maßnahmen ableiten, die Ressourceneffizienz steigern, Emissionen reduzieren und den Betrieb nachhaltig optimieren. Intuitive, visualisierte Dashboards bieten Kundenservice, Betriebsführung, Sicherheitsdienst und Nutzenden jederzeit einen direkten, übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Kennzahlen rund um Gebäude und Campusbereiche. So schaffen wir Transparenz, fördern verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen und ermöglichen datenbasiertes Handeln für eine zukunftsorientierte Campusentwicklung.

Durch die Reduktion der Anzahl von Restmüllbehältern an Arbeitsplätzen können auch weniger Plastiksäcke benötigt werden. Ergänzend können Pfandsysteme dazu beitragen, Einwegverpackungen spürbar zu reduzieren und den ressourcenschonenden Umgang im Arbeitsalltag zu fördern.

Abfallfraktionen mit besonderer Sicherheitsrelevanz, wie etwa Li-Ionen-Batterien, werden weiterhin gesetzeskonform erfasst und entsorgt. Die Fachgruppe Arbeitssicherheit unterstützt dabei nicht nur organisatorisch bei Sammlung und Entsorgung, sondern berät auch umfassend zu den Nachhaltigkeitsaspekten eines verantwortungsvollen Umgangs mit sensiblen Materialien. So leisten wir gemeinsam einen aktiven Beitrag zu einem umweltbewussten und nachhaltigen Campus.

Um Energieeffizienz aktiv und wirkungsvoll voranzutreiben, benennt jede Fakultät künftig eine engagierte Ansprechperson als Energiebeauftragten. Die GUT begleitet und qualifiziert diese regelmäßig durch praxisnahe Schulungen, damit Energiesparmaßnahmen leicht verständlich kommuniziert, sinnvoll weiterentwickelt und direkt innerhalb der Fakultäten umgesetzt werden können. So entsteht ein wachsendes Netzwerk an Expert_innen, das den bewussten, zukunftsorientierten Umgang mit Energie an der TU Wien stärkt und gemeinsam neue Impulse für eine nachhaltige Campusentwicklung setzt.

Unsere Lüftungsanlagen in den Laborbereichen bieten großes Potenzial für eine noch effizientere Nutzung. Derzeit bewegen sie mehr Luft, als bei nicht durchgehend genutzten Räumen notwendig ist, und laufen oft auch nachts sowie am Wochenende. Durch eine automatische Reduktion außerhalb der tatsächlichen Nutzungszeiten können wir erheblich Energie einsparen – das stärkt gleichzeitig unsere Nachhaltigkeitsziele.

Bewegungs- oder Präsenzmelder könnten die Lüftung künftig bedarfsgerecht aktivieren und die Effizienz weiter steigern. Auch einfache Handlungen wie das bewusste Schließen von Türen – insb. in Laboren – tragen spürbar zur Energieeinsparung bei und werden zu einem selbstverständlichen Teil unseres Alltags.

Die technischen Betriebseinstellungen werden regelmäßig überprüft und an den realen Bedarf angepasst. So schaffen wir gemeinsam ein Arbeitsumfeld, das sowohl energieeffizient als auch zukunftsfähig und komfortabel ist.

Im Rahmen der digitalen Transformation erfasst die technische Betriebsführung mittels einer spezialisierten CAFM-Software alle Gebäude und deren technische Anlagen nach einer Dokumentationsrichtlinie, die sowohl internen Anforderungen als auch den Vorgaben der Vermieterin Bundesimmobilien GmbH (BIG) entspricht. Ergänzend werden schrittweise alle Räumlichkeiten mit einem Matterport Pro 3D-Scanner digital abgebildet, um Störungen präzise orten, Maßnahmen effizient vorplanen und Nutzende vor Ort möglichst wenig zu beeinträchtigen. Die Fachgruppe unterstützt Projektleiter_innen, Planer_innen und ausführende Firmen bei der Erstellung und Prüfung technischer Unterlagen und stellt diese zentral in der CAFM-Software für alle berechtigten Nutzenden zur Verfügung.

Bereits heute erzeugen Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 667 kWp saubere Energie auf den Dächern der TU Wien – und die nächsten Ausbauschritte sind schon auf Schiene: Weitere rund 600 kWp befinden sich in aktiver Planung. Die Auswahl der geeigneten Flächen erfolgt sorgfältig und zukunftsorientiert, unter Berücksichtigung statischer Anforderungen, denkmalpflegerischer Aspekte und maximaler Effizienz.

Gemeinsam mit der BIG treiben wir so den Ausbau erneuerbarer Energie konsequent voran und machen die TU Wien Schritt für Schritt zu einem sichtbaren Vorreiter in Sachen klimafreundlicher Campusentwicklung.

Alte Beleuchtungskörper werden sukzessive durch moderne LED-Leuchten ersetzt, beispielsweise in den Büros der Treitlstraße oder in den Hörsälen des Campus Freihaus. Bei Gebäuden, deren Nutzungsdauer begrenzt ist, werden nur die Leuchteinsätze kostengünstig ausgetauscht.

Die TU Wien setzt auf moderne, nachhaltige Lern- und Lehrumgebungen. Seminarräume, Hörsäle und Lernbereiche werden kontinuierlich technisch aufgerüstet und akustisch verbessert, um den Komfort und die Effizienz beim Lehren und Lernen zu steigern. Dabei werden unter anderem Medientechnik und Präsentationssysteme erneuert, Anschlüsse wie USB-C flächendeckend nachgerüstet und Touchpaneele sowie Infoscreens modernisiert. So entsteht eine zeitgemäße, nachhaltige Infrastruktur, die den Campus zukunftsorientiert unterstützt.