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Digitale Infrastruktur – das technische Fundament für die digitale Transformation

8. August 2019 | Kurt Rosivatz

Digitale Infrastrukturen sind die Basis für exzellente Forschung, flexible und vernetzte Lehre und transparente und effektive Verwaltung im Zeitalter der Digitalisierung.

Wir verstehen unter digitalen Infrastrukturen alle Technologien und Dienste, die Mitarbeiter_innen und Studierenden der TU Wien helfen ihre Aufgaben besser und effizienter zu erledigen. Die digitale Transformation stellt die Anbieter von Infrastrukturen – wie die TU.it – vor vielen neue Herausforderungen. Die Zahl und Art der Endgeräte wächst enorm, eigene Geräte mitzubringen („BYOD“) ist selbstverständlich und Erwartungen der Nutzer_innen sind klar – alles was zu Hause funktioniert, muss auch am Arbeitsort genauso einfach und schnell funktionieren. Ständig wachsende Datenmengen sollen überall und dennoch sicher zur Verfügung stehen, Kooperationen mit Partner_innen in der ganzen Welt jederzeit möglich sein und keine_r will suchen, aber jede_r will schnell finden – Orte, Räume, Personen, Daten, Lehrinhalte usw.

Die TU Wien begegnet diesen Herausforderungen in ihrer Digitalisierungsstrategie mit Schwerpunkt auf Ausbau in drei Bereichen: Smart Campus, Repositorien und High Performance Computing/Artificial Intelligence/Machine Learning.

Smart Campus – mehr als nur der aktuellste Laptop

Unter Smart Campus verstehen wir, den Campus der TU Wien – ob physisch oder virtuell – mit neuen Technologien „intelligenter“ zu machen. Ein modernes, digitales Leitsystem soll es erleichtern, sich am Campus zu Recht zu finden – ob mit Infoscreens oder mit dem eigenen Smartphone und natürlich barrierefrei, angepasst an eigene Bedürfnisse und Wünsche. Ein intelligenterer Campus soll zusätzlich helfen Sicherheit und Energieeffizienz zu verbessern. Beleuchtung und Heizung kann man damit effizienter regeln und auch bei Notfällen kann schneller und effizienter reagiert werden.

Ein wichtiger Baustein des Smart Campus ist der Digital Workplace, mit dem die TU Mitarbeiter_innen und Studierenden eine leistungsfähige Arbeitsumgebung bereitstellt wird, die von überall und jederzeit und mit verschiedenen Geräten wie Smartphone, Tablet oder klassischem PC genutzt werden kann. Der Digital Workplace beinhaltet alles, was wir zum Zusammenarbeiten benötigen, auch wenn wir räumlich getrennt sind oder zu anderen Zeiten arbeiten. Unser Werkzeugkasten für Collaboration umfasst formalere Tools wie Dokumentenmanagementsystem und Webkonferenzsoftware genauso wie Lösungen für einfache, informale Zusammenarbeit, z.B. den TUchat oder den TUwiki.

Daten-Infrastruktur ausbauen

Die Ergebnisse der digitalen Zusammenarbeit ob aus Forschung, Lehre oder Verwaltung sollen langfristig und offen zur Verfügung stehen. Hier setzt die TU Wien auf den Ausbau der digitalen Repositorien-Infrastruktur mit der langfristig und zentral Publikationen, Forschungsdaten und auch Programmcode zur Verfügung gestellt werden.

Nicht zuletzt erfordern große Datenmengen auch Infrastrukturen um sie zu verarbeiten. Darum geht es beim High Performance Computing (HPC). Die TU Wien wird hier ihre jetzt schon führende Rolle in Österreich weiter ausbauen. Dabei soll HPC-Infrastruktur sowohl für Spitzenforschung zur Verfügung stehen als auch für eine breitere Zielgruppe, insbesondere für die Studierenden. Ein wichtiger Schwerpunkt ist daher der Ausbau der HPC-Infrastruktur für die Lehre. Den Rahmen bildet hierfür das DATAlab der TU Wien, wo wir Kompetenz und Support für Big Data, Artificial Intelligence und Machine Learning bündeln.