Sarah Reisenbauer

Titel

Dipl.-Ing.

Geburtsdatum- und ort

1988, Österreich

Studium/Studienrichtung

Technische Physik an der TU Wien, Bachelor und Master; jetzt Doktorat

Interviewdatum

20. Dezember 2018

Experimentelle Quantenoptik – Forschung zu Quantenoptik und Quanteninformation mit Stickstoff-Fehlstellenzentren in Diamanten. Dazu gekommen bin ich über ein Praktikum in meiner jetzigen Forschungsgruppe, ich habe meine Masterarbeit auch zu dem Thema geschrieben und baue es jetzt in ein Doktorat aus.

Neugierde und Interesse, Unterstützung und Förderung im familiären und schulischen Umfeld, Studienbeihilfe, Role-Models. Ich denke, dass ich schon recht früh einen starken Wunsch entwickelt habe etwas Wissenschaftliches zu machen. Ich habe bisher auch immer sehr gute Erfahrungen mit den Menschen in meinem beruflichen Umfeld gemacht.

Es gab durchaus sehr offensichtliche und weniger offensichtliche Situationen in dieser Hinsicht. Ich denke im Großen und Ganzen aber nicht. Es hat sich eher auf kleine Dinge oder Kommentare beschränkt – nichts was ich persönlich genommen hätte. Was sicher einen guten Einfluss auf mich gehabt hat ist das Bewusstsein darüber zu haben, dass es für eine Frau durchaus anders sein kann und ich wusste auch über Gleichbehandlung und Anlaufstellen an der TU sehr gut Bescheid. Auch wenn ich sie nicht aktiv „genutzt“ habe finde ich sie wichtig.

Ich mache gerade mein Doktorat – dieses Thema war schon oft präsent für mich. Ich kann mich in Themen die mich interessieren sehr vertiefen und muss dann öfter aufpassen, dass ich von daheim aus oder am Wochenende nicht zu viel arbeite. Die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben verschwimmen dann ein wenig. Dafür habe ich allerdings sehr flexible Arbeitszeiten, was ich sehr schätze und eine bezahlte Stelle, was leider nicht universeller Standard ist. Ich könnte mir nicht vorstellen während des Doktorates eine Familie zu gründen – einige Kolleginnen haben das aber durchaus gemacht.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich nur dann erfolgreich und zufrieden mit meiner Arbeit bin, wenn ich mich für das Thema sehr interessiere. Gerade in der Forschung kann es immer wieder Zeiten geben die an der Geduld zehren und dann ist das besonders wichtig. Daneben lohnt es sich bei einem Doktorat auch nach Doktoratsprogrammen und Finanzierungsmöglichkeiten für Reisen zu fragen. Das menschliche Umfeld, das ich schon vorher während meiner Masterarbeit in der Gruppe gut kennen lernen konnte, ist mir auch sehr wichtig.

Sarah Reisenbauer

Dipl.-Ing.

Weitere Mitarbeiterin

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