Forschungs- und Transfersupport

Wirtschaftskooperationen

Im Bereich Wirtschaftskooperationen bieten wir folgende Serviceleistungen für Unternehmen an:

Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit der TU Wien

Wir unterstützen die Zusammenarbeit zwischen der TU Wien und Unternehmen in der Anbahnungs- und Antragsphase, indem wir bei der Suche nach passenden Kooperationspartnern helfen und zu relevanten Anbahnungsfinanzierungen beraten. Unterstützt werden diese Aktivitäten durch das Kooperationsabkommen mit der Wirtschaftskammer Wien.

Es stehen folgende Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zur Verfügung:

Eine Forschungskooperation bezeichnet ein Forschungsprojekt, das gemeinsam in einem Konsortium (z.B. Unternehmen, öffentliche Stellen, andere Universitäten, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) mit Unterstützung eines öffentlichen Fördergebers durchgeführt wird. Das Forschungsvorhaben ist ziel- und ergebnisoffen, die Rechte an den Forschungsergebnissen gehören allen Partnern, deren Verwertung und Nutzung wird im Konsortialvertrag geregelt. Der Universität steht ein Veröffentlichungsrecht zu.

Unter Auftragsforschung ist die Durchführung wissenschaftlicher Arbeiten im Auftrag eines (privatwirtschaftlichen) Mittelgebers zu verstehen. Ziel und Zweck der beauftragten Untersuchungen sind vom Auftraggeber vorgegeben. Gegen Bezahlung der vollen Kosten der beauftragten Forschungsleistung verbleiben die kommerziellen Nutzungsrechte der Forschungsergebnisse und deren Verwertung beim Auftraggeber.

Die Zusammenarbeit bei Industriediplomarbeiten/ -dissertationen bietet die besondere Gelegenheit, Wissenschaft und Wirtschaft in der Praxis zum Nutzen beider zu verknüpfen. Anwendungsorientierte Forschung wird so ermöglicht und aktuelle Praxisprobleme gelöst. Diplomand_innen/ Dissertant_innen, die eine solche Arbeit verfassen, haben sowohl universitäre Betreuung als auch eine Ansprechperson in dem betreffenden Wirtschaftsunternehmen, die für Fragen ihre Ressourcen zu Verfügung stellt. Das Thema wird gemeinsam definiert, die eigentliche Freigabe obliegt der Universität. Bitte beachten Sie, dass die Rahmenbedingungen zur Durchführung solcher Arbeiten in der Kompetenz der einzelnen Fakultäten liegt (z.B. Richtlinie der Fakultät für Informatik).

Wissenschaftliche Dienstleistungen

An der TU Wien bestehen darüber hinaus Infrastrukturen, in denen Ressourcen gebündelt und die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Haus aber auch zwischen einzelnen Universitäten unterstützt und verstärkt werden. Auch Unternehmen können diese wissenschaftlichen Dienstleistungen, die in diesen Zentren angeboten werden, kaufen.

Das Röntgenzentrum der Technischen Universität Wien bietet die Durchführung von Röntgenstruktur-Datensammlungen, Strukturlösungen und Verfeinerungen von Datensätzen im Einkristallbereich an. Weiters kann für polykristalline Materialien qualitative und quantitative Phasenanalytik durchgeführt werden. Spannungs- und Texturmessungen können für Bulkproben sowie für dünne Filme angeboten werden. 
http://xrc.tuwien.ac.at/home/

Expertise und Infrastruktur von USTEM stehen Forschungseinrichtungen, Unternehmen und privaten Kunden zur Abwicklung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, zur Qualitätskontrolle oder Schadensanalyse zu marktüblichen Bedingungen zur Verfügung. Problemorientiertes und rasches Arbeiten eines hochmotivierten und erfahrenen Teams sichern Erfolg und Wettbewerbsvorteile. Mit Transmissionselektronenmikroskopie (TEM), Rasterelektronenmikroskopie (SEM), konfokaler Mikroskopie und Focused Ion Beam (FIB) bietet USTEM eine breite Dienstleistungspalette im Bereich der strukturellen und chemischen Mikroanalyse an. 
http://www.ustem.tuwien.ac.at

Das ZMNS bietet eine State of the Art Umgebung und Equipment, um die Entwicklung von neuen Halbleiter-Bauelementen in Forschung und Lehre zu ermöglichen. Hauptziel der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ist der Transfer innovativer Ideen aus der Grundlagenforschung in neuartige Gerätekonzepte, was auch durch eine enge Zusammenarbeit mit der Industrie und internationalen Forschungseinrichtungen erreicht wird.
http://zmns.tuwien.ac.at

Anbahnung von F&E-Kooperationen mit der TU Wien

Der Bereich „Wirtschaftskooperationen“ ist erste Ansprechstelle für die Anbahnung neuer Wissenschafts - Wirtschaftskooperationen mit der TU Wien. Wir vermitteln Unternehmensanfragen, suchen passende Kooperationspartner und bringen Sie in Kontakt mit diesen. Wir unterstützen Sie bei Bedarf entlang des gesamten Akquise-Prozesses.

Im Bereich der angewandten Forschung können gemeinsam mit dem Unternehmenspartner Anbahnungsförderungen lukriert werden – der Antragsteller ist bei den unten genannten Förderungen immer das Unternehmen.

Diese Anbahnungsförderungen dienen dazu, das F&E-Vorhaben im Detail auszuarbeiten, die Rahmenbedingungen zu definieren und eventuell einige Punkte hinsichtlich Machbarkeit zu klären. Somit kann die Qualität und die Chance auf Bewilligung des eigentlichen Antrags gesteigert werden.

Hierzu können wir Ihnen auch einige Anbahnungsfinanzierungen empfehlen:

"TU Wien-Expertise für Wiener Unternehmen"

Im Rahmen eines Kooperationsabkommens zwischen der TU Wien und der Wirtschaftskammer Wien wird für Wiener Betriebe die Förderaktion „TU Wien-Expertise für Wiener Unternehmen“ angeboten.

Diese Förderaktion unterstützt Kooperationen zwischen Wiener Unternehmen und der TU Wien. Wiener Firmen können im Rahmen dieser Förderung

  • eine Kurzberatung (100% Förderung)
  • und/ oder eine Schwerpunktberatung

in Anspruch nehmen. Diese werden über die Unternehmensberatung der Wirtschaftskammer Wien abgewickelt. Details dazu entnehmen Sie dem Informationsblatt bzw. finden Sie unter den FAQs. Der Bereich „Wirtschaftskooperationen“ des Forschungs- und Transfersupports begleitet dabei die Anbahnung des Beratungsprojektes und übernimmt die administrative Abwicklung dieser Förderschiene.

„F&E_Kooperationsanbahnung" der Wirtschaftsagentur Wien

Dieses Förderprogramm unterstützt die Anbahnung von Forschungs- und Entwicklungskooperationen in KMU, unternehmerische Aktivitäten, die der Konkretisierung einer F&E-Partnerschaft dienen und zum Abschluss eines Forschungskooperationsvertrags führen. Die TU Wien kann in diesem Zusammenhang als Lead-Partner, Kooperationspartner (zur Vorbereitung eines F&E-Projekts) oder als Subauftragnehmer (z.B. als externer Berater) teilnehmen.
https://wirtschaftsagentur.at/foerderungen/programme/kooperationsanbahnung-1/

Das „KMU-Paket" der FFG

Ziel des KMU-Pakets der FFG ist es, den Einstieg in eine kontinuierliche Forschungs- und Innovationstätigkeit zu erleichtern und die Qualität der Forschungsprojekte zu heben. Einige aufeinander abgestimmte Förderungsangebote im Bereich der Basisprogramme richten sich an alle österreichischen KMUs und unterstützen die F&E-Anbahnung finanziell. https://www.ffg.at/kmu-foerderungen

Innovationsscheck € 10.000 (mit 20% Selbstbehalt für das Unternehmen). Die TU Wien übernimmt im Rahmen der Innovationsschecks u.a. Vorbereitungsarbeiten für Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben, sie unterstützt die Entwicklung von Prototypen oder übernimmt Studien zur Umsetzung innovativer Ideen. Bitte beachten Sie, dass laut Richtlinie die Forschungseinrichtung im Fall eines negativen Prüfergebnisses das finanzielle Risiko trägt und daher keine Vergütung des Innovationsschecks erfolgt. Bitte kontaktieren Sie uns diesbezüglich im Vorfeld, wenn Sie eine Einreichung planen.
www.ffg.at/innovationsscheck

Förderung der Erstellung von Machbarkeitsstudien. Die TU Wien bearbeitet in diesem Förderprogramm als „Drittleister“ ebensolche Studien zur technischen Machbarkeit (Proof of Concept).
www.ffg.at/feasibility

Unterstützung der vorbereitenden Arbeiten für ein konkretes Forschungsprojekt.
Die TU Wien kann in diesem Programm als „Drittleister“ zur Erhebung des Stands der Technik, Abschätzung von technischen Risiken und Definition von Lösungsansätzen oder ähnlichen Vorbereitungsarbeiten für ein F&E-Projekt beauftragt werden.
www.ffg.at/projektstart

Die Projektförderung im Basisprogramm (experimentelle Entwicklung) ist offen für alle Technologiefelder, Unternehmens- und Projektgrößen. Kooperationen mit Forschungseinrichtungen ermöglichen in dieser Förderschiene höhere Zuschüsse. Das Einzelprojekt im Basisprogramm wird als „Einzelprojekt der Experimentellen Entwicklung“ abgewickelt. Die TU Wien ist in diesem Fall als echter Kooperationspartner in einer Forschungskooperation eingebunden. Daher hat die TU Wien das Recht, die Ergebnisse der Arbeiten zu veröffentlichen und weiter zu verwenden, soweit diese von der Forschungseinrichtung durchgeführt werden.
www.ffg.at/basisprogrammprojekt

Österreichische Start-ups (KU) werden bei der Marktüberleitung eines Produktes unterstützt, welche auf einem erfolgreich abgeschlossenen Forschungsprojekt im Basisprogramm bzw. der experimentellen Entwicklung aufbaut. Die Finanzierungsbeschränkung von technologieorientierten KU wird mit Markt.Start aufgehoben, um das Unternehmenswachstum vor allem im Bereich Organisation, Marketing und Vertrieb mit einem Darlehen von bis zu € 1 Mio. substanziell voran zu treiben.
www.ffg.at/marktstart

Wirtschaftsimpulse durch Forschung

Im Rahmen der Kooperation zwischen Wirtschaftskammer Wien und TU Wien bieten wir die Veranstaltungsreihe "Wirtschaftsimpulse durch Forschung" an: Hier präsentieren wir das Know-how der TU Wien zu aktuellen technischen Entwicklungen und zeigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Instituten der TU Wien auf.

Informationsveranstaltungen für Unternehmen

Die Reihe "Wirtschaftsimpulse durch Forschung" bietet u.a. großformatige, fakultätsübergreifende Informationsveranstaltungen an, mit dem Ziel, Kooperationen zwischen der Wirtschaft und Universitäten zu stimulieren. Diese Netzwerk-Events geben einen Überblick über die wirtschaftsrelevante Forschung an der TU Wien und fördern die TU-interne Vernetzung unterschiedlicher Forschungsbereiche im Sinne der Interdisziplinarität. Ebenso stellen nationale Fördergeber (z.B. FFG, WAW) ihre relevanten Förderprogramme vor.
Anderseits bieten wir auch kleinformatige Veranstaltungen, wie Firmenworkshops oder Expert_innengespräche an, wo Forscher_innen und Unternehmen gemeinsam an konkreten Fragestellungen arbeiten oder ein Themenbereich aus Sicht der Forschenden anwendungsnah erläutert wird.

Aktuelle Veranstaltungen

Auflistung der bisher stattgefundenen Formate und Themen

Technologien für die Zukunft

Die Broschüre „Wirtschaftsimpulse durch Forschung – Technologien für die Zukunft“ bietet Ihnen einen Überblick über Technologien, innovative Forschungsprojekte sowie aktuelle Trends in den Themenbereichen IKT, Bauwirtschaft und Stadttechnologien. Expert_innen der TU Wien beschreiben in Kurzzusammenfassungen den jeweiligen Stand der Technik und die damit verbundenen Herausforderungen für die Zukunft.

Details...   

Best-Practice-Kooperationen

Für Unternehmen sind Forschungs- und Entwicklungsvorhaben oft eine herausfordernde Aufgabe. Eine der Hürden ist das Finden passender Expert_innen für ein bestimmtes Innovationsvorhaben.

Wir möchten Ihnen anhand von Best-Practice-Beispielen zeigen, wie Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschenden der TU Wien etabliert und zum Nutzen beider weiterentwickelt wurden.

Details...    

FAQ Wirtschaftskooperationen

Sämtliche Projekte, die eine Kooperationsanbahnung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft darstellen, können gefördert werden, z.B.:

  • Vorbereitung von Innovationsprojekten (neue Verfahren oder Produkte)
  • technische Expertise zur Absicherung von neuen Geschäftsideen bzw. neuen Geschäftsfeldern
  • Beratung für die Abwicklung von neuartigen Kundenaufträgen
  • neutrale technische Expertise vor Investitionsentscheidungen oder zur Beilegung von Streitfällen
  • Lösung von produktionstechnischen Problemen
  • technische Unterstützung bei der Qualitätssicherung
  • Durchführung erster wissenschaftlicher Dienstleistungen (wie Spezialmessungen, Analysen)
  • Machbarkeitsstudien im angegebenen Arbeitsrahmen

Alle Wiener Unternehmen mit aktivem Gewerbeschein bei der Wirtschaftskammer Wien. 

Beratungsangebote 

Kurzberatung 
Erstgespräch mit TU Wien-Expert_in; Projektdefinition und Abgrenzung, vertiefende Analyse und Empfehlung für Umsetzungsmaßnahmen und weitere Vorgangsweise. Die WK Wien übernimmt den gesamten Kostenanteil in der Höhe von EUR 800.

Schwerpunktberatung      
Weiterführende bzw. tiefergehende Beratung, z. B. Unterstützung bei Konzeption eines gemeinsamen Förderantrags; Durchführung erster Messungen, Analysen, etc. zu dem TU Wien-Stundensatz für externe Beratungsleistungen von EUR 150/h. Die WK Wien übernimmt dabei für max. 40 Stunden einen Kostenzuschuss von EUR 40/h. Jungunternehmen (jünger als 3 Jahre) werden mit EUR 60/h gefördert.

Einen Überblick über die Expertise in den Forschungsschwerpunkten der TU Wien und den damit verbundenen Themenbereichen finden Sie unter: https://tiss.tuwien.ac.at/fpl/search.xhtml 

Wir unterstützen Sie ebenfalls gerne beim Finden der passenden Expertin/des passenden Experten für Ihre Forschungsfragestellung. Kontaktieren Sie uns diesbezüglich unter wirtschaftskooperationen@tuwien.ac.at bzw. +43-1-58801-41534.

Sobald die passenden TUW-Expert_innen feststehen, stellt das Unternehmen online den Förderantrag: Online Beratungsanmeldung/Förderantrag. Wählen Sie dabei bitte „Spezielle Beratungsangebote“ -> „Sonstige“. Alternativ dazu können Sie auch ein E-Mail an unternehmensberatung@wkw.at mit Ihren Kontaktdaten und den relevanten Informationen zum Projekt senden.

Nach positiver Förderzusage durch die Wirtschaftskammer Wien schließt das Unternehmen mit den Expert_innen eine Beratungsvereinbarung ab.
Nach Abschluss der Beratung erhält das Unternehmen alle Projektunterlagen (Beratungsbericht, Rechnung).
Das Unternehmen ist verpflichtet, über die gesamte Höhe des Beratungshonorars in Vorlage zu treten. Der zugesagte Förderbetrag wird nach Einreichung der Abrechnungsunterlagen durch die WK Wien refundiert.

Die Kurzberatung (Erstgespräch) ist zu 100% gefördert (max. EUR 800).
Bei der Schwerpunktberatung erhält das Unternehmen einen Zuschuss von EUR 40/h für bis zu 40h, Jungunternehmen erhalten EUR 60/h.
Der Stundensatz der TU Wien beträgt für diese Beratungsleistungen EUR 150/h.

Diese Förderung kann von einem Wiener Unternehmen einmal im Jahr in Anspruch genommen werden.

Grundsätzlich sind alle Mitarbeiter_innen der TU Wien und der Wirtschaftskammer Wien zur Verschwiegenheit verpflichtet. 

Auf Wunsch schließen wir mit Ihnen eine Geheimhaltungserklärung ab.