Veranstaltung des Forschungs- & Transfersupports

15.09.2015, 18:30 Bis 21:30

Active and Assisted Living: Auf dem Weg vom Labor ins Leben

Andere

Der demographische Wandel wird in der F&E Strategie der Bundesregierung als eine der drei größten Herausforderungen an Gesellschaft und Wirtschaft gesehen: Neben den zu bewältigenden Belastungen, die dadurch auf das Sozialsystem zukommen, wird auch die große Chance der Entwicklung neuer Märkte und innovativer „smarter“ Gesellschaften gesehen.

Der Forschungsbereich Active and Assisted Living (AAL) zielt darauf ab, ältere Menschen bei einem längeren und selbstständigeren Leben im eigenen Wohnumfeld und bei der Verrichtung von Arbeiten des täglichen Lebens zu unterstützen. Dies wird durch die Entwicklung von intelligenten Produkten und innovativen Dienstleistungen ermöglicht.

Die TU Wien ist seit der Geburtsstunde von AAL aktiv in diesem Forschungsfeld beteiligt und hat in zahlreichen europäischen und nationalen Projekten maßgebliche technische Beiträge dazu geliefert.
Diese Veranstaltung, die in enger Abstimmung mit dem Diversity-Referat der Wirtschaftskammer Wien stattfindet, bietet einen Einblick in laufende Forschungsprojekte an der TU Wien und zeigt Technologien, die in den nächsten Jahren möglicherweise am Markt sein werden.

Progamm: 

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Teil 1:
Vom Labor in den Markt - Eine Brücke über die Lücke

Wolfgang Zagler und Paul Panek, Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung, Centre for Applied Assistive Technologies 
„Vom Labor in den Markt - Eine Brücke über die Lücke“

  • Was sind Assistierende Technologien im Allgemeinen und was ist AAL?
  • Was bedeuten diese Technologien für Gesellschaft und Wirtschaft, insbesondere in den Jahrzehnten des demographischen Wandels?
  • An welchen Themen hat AAT in den vergangenen 10 Jahren gearbeitet?
  • Beispiele aus abgeschlossenen und laufenden Projekten und Verwertungspotential durch neue Partnerschaften.

Impulsreferat: GF Mag. Herwig Loidl, MBA, MSc (CEO at Carecenter Software GmbH, und Loidl-Consulting GmbH):
Erfahrungen aus konkreten AAL Projekten und Ausblick auf wirtschaftliches Potential von AAL aus Sicht eines Firmenpartners in AAL Projekten.

Demonstration von innovativen Prototypen aus der Forschungstätigkeit der TU Wien
In Zusammenarbeit mit Markus Bajones, Institut für Automatisierungs- und Regelungstechnik (Vision 4 Robotics)

  • Flexibel konfigurierbare Touchscreen-Terminals, als Benutzerschnittstellen für aktive und rüstige Senioren, wie auch zur Orientierungs-Unterstützung für verwirrte Personen; intuitiv verwendbar, bedienbar auch ohne Computervorerfahrung
  • Raumbasierte und am Körper getragene Sturzerkennungssysteme
  • Ein „high end“ assistiver Roboter, der selbständig in der Wohnung älterer Menschen aktiv sein kann.

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Teil 2:
In der Arbeit und zu Hause: Forschung für ein aktives Altern

Martin Kampel, Institut für Rechnergestützte Automation, Computer Vision Lab
„In der Arbeit und zu Hause: Forschung für ein aktives Altern“

Im Kontext von Ambient Assisted Living (AAL) und Smart Homes entwickelt das Computer Vision Lab Technologien, die im Alter mehr Mobilität und Freiheit in den eigenen vier Wänden oder optimierte Arbeitsbedingungen bei sitzenden Tätigkeiten gewährleisten. Im AAL Projekt Wellbeeing werden Methoden entwickelt,  die die Arbeitsplatzergonomie erfassen oder die Ausgewogenheit der Ernährung am Arbeitsplatz untersuchen.

Ein weiteres erfolgreiches Beispiel ist das  fearless – Life Comfort System, welches die Angst vor Stürzen nehmen soll und gemeinsam mit der Fa. Cogvis Gmbh entwickelt wurde. Häusliche Sturzunfalle zählen zu häufigen Krankheits- und sogar Todesursachen der über 70-jährgen in Europa. Mit der FEARLESS Technologie wird ein unauffälliger Sensor pro Zimmer installiert, der anonymisierte Daten erfasst und auswertet. Im Falle eines Sturzes oder ungewöhnlichen Verhaltens wird Alarm an eine gewünschte Adresse weitergegeben, seien es Verwandte, professionelle Pflegedienste oder Sanitäter. Der Alarm erfolgt vollautomatisch und erfordert keine Mitwirkung der betroffenen Person, z.B. durch das Drücken eines Panikknopfes oder am Körper zu tragende Geräte!  Zur Weiterentwicklung, Ausreifung und Produktfinalisierung konnte der Weltmarktführer im Bereich Robotics, TOYOTA MOTOR EUROPE NV/SA als Partner gewonnen werden.

Im Anschluss Demonstration von Entwicklungen aus beiden vorgestellten Projekten.

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Teil 3:

  • Ausstellung von Ergebnissen der verschiedenen Forschungsprojekte, u.a. im Bereich der Robotik
  • Networking bei Erfrischungen.

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Bitte um Anmeldung unter https://vama.wkw.at/wkeshop.aspx?VANR=12018705

Kalendereintrag

Öffentlich

Ja

 

Kostenpflichtig

Nein

 

Anmeldung erforderlich

Ja