„TUgether ohne Barrieren“ gehört zu den 11 großen fuTUre fit-Projekten. Es arbeitet daran, Barrieren in Infrastruktur, Lehre und Verwaltung zu identifizieren, abzubauen und die Teilhabe aller Angehörigen zu verbessern. Ziel ist es, eine barrierefreie Umgebung zu schaffen, von der alle Angehörigen der TU Wien profitieren. Damit adressiert das Projekt zugleich eines der wichtigen strategischen Ziele: die TU Wien als leistungsförderndes und attraktives Umfeld für alle ihre Angehörigen weiterzuentwickeln. Zur Umsetzung holt das Team um Ille C. Gebeshuber die University of Glasgow mit ins Boot, die selbst bereits wichtige Erfahrungen mit einem Barrierefreiheitsprojekt gesammelt hat und als Best-Practice-Modell dient.
Steckbrief
Projektleitung: Ille C. Gebeshuber
Wer ist an dem Projekt beteiligt?
Das Projekt wird von Prof. Ille C. Gebeshuber (Institut für Angewandte Physik, TU Wien) geleitet und von einem interdisziplinären Team getragen, das wissenschaftliche, organisatorische und studentische Perspektiven vereint.
Beteiligt sind Lisa Marx (Diversity Management, TU Wien; Event- und Contentmanagement, Disability and Diversity Studies sowie Kommunikationsmanagement), Pia-Marie Graves (Diversity Management, TU Wien; Technische Physik), Marvin Kleinlehner (Vorsitzteam der HTU Wien; Informatik), Nicole Kretschy (Behindertenbeauftragte der TU Wien) sowie Arash Zargamy (HTU Referat für Barrierefreiheit; Informatik).
Das Team verbindet Expertise aus Physik, Informatik, Diversity & Inclusion, Hochschulpolitik und Barrierefreiheit.
An wen richtet sich das Projekt?
Das Projekt verbessert die Zugänglichkeit und Teilhabe an der TU Wien für Studierende, Forschende und Mitarbeitende mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen sowie für neurodivergente Personen (z. B. betroffen von Autismus, ADHS oder Dyslexien) und Personen mit chronischen Erkrankungen. Ein besonderer Fokus liegt auf sogenannten „Twice-Exceptional“-Personen – Menschen mit außergewöhnlichen Begabungen, die gleichzeitig spezifische Unterstützungsbedarfe haben und im universitären Alltag oft übersehen werden.
Was macht das Projekt besonders?
Besonders ist der explizite Fokus auf Twice-Exceptional-Personen und die Kombination aus wissenschaftlicher Analyse, internationalem Benchmarking und praktischer Umsetzung.
Durch anonyme Befragungen an der TU Wien und an der University of Glasgow sowie qualitative Interviews werden reale Barrieren systematisch erfasst. Ein Projektaufenthalt in Glasgow ermöglicht den direkten Austausch bewährter internationaler Best Practices. Das Projekt verbindet damit Forschung, Praxis und institutionelle Entwicklung.
Welche Veränderungen wird das Projekt an der TU Wien bewirken?
Das Projekt liefert eine evidenzbasierte Grundlage für strukturelle Verbesserungen in Lehre, Infrastruktur, digitalen Systemen und administrativen Prozessen. Langfristig stärkt es eine inklusive Universitätskultur, in der Vielfalt, neurodivergente Profile und unterschiedliche Leistungswege als Ressource verstanden werden. Damit trägt das Projekt zu einer nachhaltig barrierefreien, kreativen und leistungsfördernden Lern- und Arbeitsumgebung an der TU Wien bei.
Wie ist der aktuelle Stand, welche Schritte stehen an?
Derzeit befindet sich das Projekt in der Vorbereitungsphase. Als nächster Schritt wird eine universitätsweite anonyme Online-Befragung durchgeführt, ergänzt durch qualitative Interviews.
In weiterer Folge erfolgt die Datenauswertung, der internationale Vergleich mit Glasgow sowie die Entwicklung eines konkreten Maßnahmenmodells für barrierefreies Studieren und Arbeiten an der TU Wien. Die Projektergebnisse werden bis Ende 2026 veröffentlicht und disseminiert.
Kontakt
Prof. Ille C. Gebeshuber
https://www.tuwien.at/phy/iap/
E-Mail: gebeshuber@iap.tuwien.ac.at
Tel. +43 1 58801 13483
