Veranstaltungen

19. October 2020, 18:00 Bis 27. November 2020 22:00

Ausstellung "Digitale Kunstachse Österreich - China. Ein Hauch von Purpur und Gold. Wissenschaft trifft Kunst in der TU Wien Bibliothek"

Ausstellung

Die TU Wien Bibliothek lädt zur Ausstellung der multimedial arbeitenden Wiener Künstlerin Barbara Salaun.

19.10. bis 27.11.2020 während der Öffnungszeiten der Bibliothek (Mo - Fr 08:00 - 22:00 Uhr, Sa/So 10:00 - 17:00 Uhr)

Am 04.11.2020, 06.11.2020 und 18.11.2020 bietet die Künstlerin Führungen durch die Ausstellung an (Anmeldeinformation im rechten Block).

Im Mittelpunkt der durch Augmented Reality ergänzten Ausstellung steht der prächtige Alte Sommerpalast (Yuanming Yuan) nordöstlich von Peking, dessen soziopolitische Bedeutung der der Verbotenen Stadt gleichkommt. Im Jahr 2009 begann die virtuelle Rekonstruktion des Yuanming Yuan durch das Tsinghua Heritage Institute for Digitization (THID).

Barbara Salaun greift in ihrer Ausstellung die einzigartigen Bilder des Alten Sommerpalastes auf und knüpft an die Tradition von Radierungen an, die von der Gartenanlage im Laufe der Jahrhunderte angefertigt wurden.

Barbara Salaun ist eine multimedial arbeitende Künstlerin, die in ihren Arbeiten insbesondere traditionelle Drucktechniken wie Lithografie und Radierung mit den Möglichkeiten der digitalen Welt bis hin zu Augmented Reality verbindet. In ihren aktuellen Grafikserien widmet sie sich ausgewählten Welterbestätten in Österreich und China und wird so zu einer Brückenbauerin zwischen den Kulturen. Sie verarbeitet ihre Eindrücke aus beiden Kulturkreisen in der europäischen Ausdrucksweise der klassischen Radierung, die sie bevorzugt mit einem sehr reduzierten Auftrag von Blattgold und Aquarell akzentuiert.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Kurzfilme über die Entstehung einer Radierung und zur digitalen Rekonstruktion des Alten Sommerpalastes.

Kurzbiografie Barbara Salaun, bildende Künstlerin

Barbara Salaun, 1964 in Wien geboren, ist eine multimedial arbeitende Künstlerin, die in ihren Arbeiten insbesondere traditionelle Drucktechniken wie Lithografie und Radierung mit den Möglichkeiten der digitalen Welt bis hin zum Einsatz von Augmented Reality verbindet. Scheinbar gegensätzliche Herangehensweisen und Verfahren werden einfühlsam miteinander verwoben und so entstehen Arbeiten, die die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem Kunstwerk vereinen.

In ihren aktuellen Grafikserien widmet sie sich ausgewählten Welterbestätten in Österreich und China und wird so zu einer Brückenbauerin zwischen den Kulturen. Sie verarbeitet ihre Eindrücke aus beiden Kulturkreisen in der europäischen Ausdrucksweise der klassischen Radierung, die sie bevorzugt mit einem sehr reduzierten Auftrag von Blattgold und Aquarell akzentuiert.

Kurzbiografie Dipl.-Ing. Dr. Alexandra Harrer, Projektleiterin "Digital Yuangming Yuan"

Alexandra Harrer ist Assistenzprofessorin an der Architekturfakultät der Tsinghua Universität, Peking, China, wo sie seit 2014 mit chinesischen und internationalen Masterstudierenden und Doktorand_innen in den Bereichen historisches Design und Planung, Holzhandwerk und chinesisch-westlicher Technologietransfer zusammenarbeitet. Sie selbst studierte Architektur (MSc) an der Technischen Universität Wien und, als Fulbright Fellow, Ostasiatische Kunst (MA, Ph.D.) an der University of Pennsylvania, USA, und forschte zwei Jahre als Post-Doc an der Tsinghua-Universität.

Darüber hinaus ist sie seit 2012 internationale Beraterin am Tsinghua Heritage Institute for Digitization (THID) in Peking, wo sie sich mit dem digitalen Kulturerbe ("Digital Yuanming Yuan") und dem chinesisch-österreichischen Austausch im Bereich Denkmalpflege befasst. Als Mitglied von ICOMOS Austria organisierte sie in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt thematische Bildungsgespräche und war Mitorganisatorin des Architektursymposiums "Entlang der Chinesischen Mauer: Architektur und Identität in China und der Mongolei" (Lehner, E., Harrer, A., Sint, H. (2010): Along the Great Wall: Architecture and identity in China and Mongolia. IVA Publishing; ISBN 9783900265212).

Derzeit ist Alexandra Harrer Herausgeberin eines der führenden Fachjournale der Tsinghua-Universität ("Journal of Chinese Architectural History"), Redaktionsmitglied von "Built Heritage China", herausgegeben von der Tongji University in Shanghai, und Fachredakteurin für Architekturgeschichte des transnationalen "Journal of Asian Architecture and Engineering".

2017 beendete sie die mehrjährige Übersetzung der Werke von Fu Xinian, einem der bedeutendsten chinesischen Bauforscher nach Liang Sicheng, dem Gründer dieser Disziplin in China (Fu, X. (2017): Traditional Chinese architecture. Twelve essays. Princeton University Press; ISBN 9780691159997). Im Februar 2019 wurde sie englische Chefredakteurin der Reihe "Traditional Chinese Architecture Surveying and Mapping", einer 28-bändigen Serie der Arbeiten zeitgenössischer chinesischer Wissenschaftler (laufend herausgegeben von Architecture and Building Press/Zhongguo jianzhu gongye chubanshe).

Kurzfilm "Wie eine Radierung entsteht - Notenblatt von Gustav Makalok / Hong Kong"

(Länge: 4:00 Min.; deutsch mit chinesischen Untertiteln)

Der Film gibt einen Einblick in die wesentlichen Techniken, die für Plattenerstellung und Druck einer Radierung zum Einsatz kommen. Zusehende werden Zeugen, wie eine ganz besondere Originalgrafik entsteht: das erste Notenblatt der Konfuzius-Oper von Gustav Makalok, Dirigent und Komponist aus Hong Kong. Barbara Salaun zeigt in der Werkstatt die wesentlichen Schritte zur Umsetzung dieses Vorhabens. 

Um die wertvolle Handschrift des Komponisten zu erhalten, greift die Künstlerin auch auf digitale Techniken zurück und ergänzt so die traditionelle Drucktechnik mit modernen Methoden, die sie für die Ausstellung "Ein Hauch von Purpur und Gold" entwickelt hat. Ebenso werden die neuen Welterbe-Veduten aus der Grafikserie "Konfuzius sprach - Impressionen aus Qufu" gezeigt, die ebenfalls im Rahmen der aktuellen Ausstellung an der TU Wien Bibliothek 2020 präsentiert werden.

Film: Digitale Rekonstruktion des Alten Sommerpalastes

(Länge: 18:00 Min.; chinesisch mit englischen Untertiteln)

Der "Alte Sommerpalast" der chinesischen Hauptstadt feiert dank neuester Digitaltechnik seine Auferstehung. Der auf Basis der digitalen Rekonstruktion entstandene animierte Film gibt Einblick in Geschichte und Bedeutung des Yuanming Yuan, er lässt die Betrachter die prachtvolle Architektur und Landschaftsgestaltung des "Gartens der vollkommenen Klarheit" erleben.

Paradiespalast

© Barbara Salaun

Paradiespalast / Radierung von Barbara Salaun

Konfuzius Privathaus

© Barbara Salaun

Konfuzius Privathaus / Radierung von Barbara Salaun

Palmenhaus Schönbrunn

© Barbara Salaun

Palmenhaus Schönbrunn / Radierung von Barbara Salaun

Gloriette des Ostens

© Barbara Salaun

Gloriette des Ostens / Radierung von Barbara Salaun

Kalendereintrag

Veranstaltungsort

TU Wien Bibliothek
1040 Wien
Resselgasse 4

 

Veranstalter

TU Wien Bibliothek

 

Öffentlich

Ja

 

Kostenpflichtig

Nein

 

Anmeldung erforderlich

Ja

Ausstellungsbesuch: Anmeldung vor Ort

Führungen: Anmeldung vorab an wct@gmx.at