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Zusätzliche ERC-Förderung für Andrius Baltuska

Prof. Andrius Baltuska vom Institut für Photonik der TU Wien bekommt zusätzliches Fördergeld vom Europäischen Forschungsrat ERC, um eine neuartige Lichtquelle zu entwickeln.

Prof. Andrius Baltuska

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Gepulste Terahertz-Wellen, erzeugt mit maßgeschneiderten Ultrakurzlichtpulsen

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Maßgeschneiderte Laserpulse auf unvorstellbar kurzen Zeitskalen erzeugt die Forschungsgruppe von Prof. Andrius Baltuska am Institut für Photonik der TU Wien. Wichtig sind solche Forschungen nicht nur für die Quantentechnologie, die neuartigen Lichtquellen sollen in Zukunft auch ein wichtiges Werkzeug für Chirurgie oder Materialwissenschaft werden. Bereits 2011 erhielt Andrius Baltuska für seine Forschung den ERC Starting Grant, nun erhält er noch weitere Fördermittel im Rahmen der „Proof of Concept-Förderung“ des ERC.

"Proof of Concept"-Förderung

Mit der "Proof of Concept"-Förderung stellt der Europäische Forschungsrat Mittel für ForscherInnen zur Verfügung, die bereits einen ERC-Preis erhalten haben. Mit der Förderung soll die Kluft zwischen Grundlagenforschung und frühen Phasen einer marktfähigen Innovation überbrückt werden.

Laserskalpell und Materialverarbeitung

In dem Projekt geht es um die Entwicklung eines neuartigen Lasers, der ultrakurze Laserpulse im Femtosekunden-Bereich mit relativ hoher Wellenlänge (2,1 Mikrometer) produzieren soll – und zwar mit sehr hoher Puls-Energie und hoher Wiederholungsrate. Vom ERC erhält Baltuska dafür 150.000 Euro.

Ein solcher Laser würde sich beispielsweise für die Laser-Chirurgie gut eignen, weil mit dieser Wellenlänge biologisches Gewebe sehr gut geschnitten werden kann. Außerdem könnte er für die Bearbeitung von Halbleitermaterialien eingesetzt verwendet werden. Schließlich will man in Baltuskas Forschungsgruppe mit dem neu entwickelten Laser auch noch einen Schritt weiter gehen: Durch spezielle Verstärkungsprozesse soll Laserlicht im Bereich noch größerer Wellenlängen, im mittleren Infrarotbereich produziert werden.

Höchste Präzision

Andrius Baltuska ist seit 2006 an der TU Wien tätig. Seinen ERC-"Starting Grant" erhielt er 2011 für ein Projekt, in dem er Methoden entwickelt werden, ultrakurze Laserpulse maßzuschneidern und ihnen die gewünschte Form zu geben. Dazu müssen Lichtwellen unterschiedlicher Wellenlängen überlagert werden – mit einer Präzision im Bereich von Milliardsteln einer Milliardstelsekunde.