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Wolfgang Gleissner, Bauingenieur aus Leidenschaft

Es ist immer wieder erfreulich TU AbsolventInnen vorstellen zu können, die ihrer Berufung gefolgt sind, diese im Job verwirklicht haben und nun in einem Tätigkeitsfeld arbeiten, das sie bestätigt und erfüllt. Wolfgang Gleissner, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), ist einer von ihnen.

DI Wolfgang Gleissner (Foto: BIG)

DI Wolfgang Gleissner (Foto: BIG)

DI Wolfgang Gleissner

DI Wolfgang Gleissner

Schon als Halbwüchsiger wollte Gleissner seinem Vater - auch ein Bauingenieur - beweisen, dass er mindestens genauso gut sein konnte wie er, also inskribierte er 1977 an der TU Wien Bauingenieurwesen. Technische Begabung und die breite Palette - von der Infrastruktur bis zum Hochbau -, die diese Studienrichtung bietet, waren die besten Voraussetzungen, dass seine Erwartungen vollends erfüllt wurden. Besonders schätzt er die an der TU vermittelte Problemlösungskompetenz, die ihm  im weiteren Berufleben immer von großem Nutzen war.
Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Gleissner als Universitätsassistent am Institut für Straßenbau und Verkehrswesen bei Prof. Knoflacher, der hohe Anforderungen an seine Mitarbeiter stellte, bei dem man aber sehr viel lernen konnte. Dort entstanden auch die ersten Berührungspunkte zu Christoph Stadlhuber, seinem heutigen Kollegen in der aus drei Personen bestehenden Geschäftsführung der BIG. Obwohl die vortragende Tätigkeit und die Betreuung von StudentInnen Wolfgang Gleissner sehr viel Spaß machten, entschied er sich dennoch die Ministeriumslaufbahn einzuschlagen.
Das dortige Aufgabengebiet erstreckte sich vom Thema ‚Straßenforschung’ bis  ‚Verkehrsprognosen und Verkehrserhebungen’ in Österreich, was ihm den Einblick in diese Materie von der anderen Seite ermöglichte. Auch hatte er die Chance Berührung zu den Ländern hinter dem damaligen Eisernen Vorhang zu bekommen und diese Länder kennen zu lernen. Obwohl die Verwaltungsstrukturen nicht ganz Gleissners Vorstellungen von seinem bevorzugten Arbeitsgebiet darstellten, ergaben sich immer wieder interessante Möglichkeiten sein Wissen anzuwenden und Dinge zu bewegen. Themen wie ‚Alpenquerender Güterverkehr’, internationale Austauschprogramme zur Infrastruktur im Autobahnbereich, die Brennermaut, das Mautgesetz (man erinnert sich an den ‚Vignettenman’) und die ASFiNAG-Ausgliederung, die er im Wirtschaftministerium betreuen konnte, waren spannende Aufgaben für Gleissner.
2001 wurde er Leiter Baumanagement, 2003 Geschäftsführer der damaligen Tochterfirma der BIG, der Immobilienmanagementgesellschaft des Bundes (IMB), und verhandelte unter anderem gemeinsam mit seinem ehemaligen TU Kollegen Christoph Stadlhuber, die Fusion zwischen BIG und IMB. Beide finden sich nun Seite an Seite in der Geschäftsführung der BIG.
Es ist gerade die Vielfalt der dortigen Aufgabengebiete, die Wolfgang Gleissner an seiner Arbeit so schätzt. Die BIG ist ihm zu einem Herzensanliegen geworden – diese mit aus der Taufe gehoben zu haben, sie weiter entwickeln und optimieren zu können sieht er als lohnende und freudige Herausforderung für die nächsten Jahre. Auch der heuer bevorstehende runde 50´ste Geburtstag wird seiner Energie und Leidenschaft für seine Arbeit keinen Abbruch tun.

Wolfgang Gleissner ist verheiratet und hat einen 9-jährigen Sohn. Wenn Wolfgang Gleissner nicht arbeitet, entspannt er sich beim Spielen und Basteln mit seinem Sohn Nicolas, reißt Wände mit ihm im Wochenendhaus nieder und stellt neue auf. Er geht gerne Bergsteigen und Radfahren mit seiner Familie. Das individuelle Reisen mit ‚Kofferrucksack’ zählt ebenso zu seinen Leidenschaften.

Sein Tipp für zukünftige StudentInnen und AbsolventInnen der TU Wien: ‚Der Weg des geringsten Widerstandes ist der falsche - nur tote Fische schwimmen mit dem Strom’. - Die Latte muss man sich selbst legen, rät Gleissner, Rahmenbedingungen können vorgegeben sein, aber den Rest der Anforderungen muss man an sich selbst stellen, dann erreicht man, was man sich wünscht.


Lebenslauf

Link: Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)