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Wiener Physiker machten erstmals Lichtwellen sichtbar

über Weltrekordler Krausz und seine Zeitmessungen von 100 Attosekunden. Eine Attosekunde ist der milliardste Teil einer milliardstel Sekunde. Oder anders ausgedrückt: 100 Attosekunden verhalten sich zu einer Sekunde, wie eine Minute zum Alter des Universums. Auch für ihre Lichtwellenmessungen mussten die Physiker in den Bereich der Attosekunden vorstoßen. Gleichsam unter dem Zeitmikroskop war Laserlicht, bei dem eine Schwingungsperiode (ein Wellenberg und -tal) rund zwei Femtosekunden dauert (eine Femtosekunde ist 1.000 Attosekunden), berichtete Matthias Uiberacker von der TU Wien gegenüber der APA. In einer Atmosphäre aus Neongas wurde das Laserlicht dann mit Röntgenpulsen zerlegt, wobei ein derartiger Puls 250 Attosekunden dauerte. Gleichsam als Antwort auf die Pulse erhielten die Physiker die jeweiligen Stärke des Feldes und durch mehrfache Messungen und Aufzeichnungen schließlich die wellenförmigen Veränderungen der Feldstärke. So hat Licht jedenfalls noch niemand gesehen. In Zukunft wollen die Wissenschafter auch andere Lichtarten unter die (Zeit-)Lupe nehmen und so deren genaue Natur erforschen. Quelle: APA Wissenschaft & Bildung