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Wiener Forscher wollen Otto-Motoren mit Laser zünden

Das Prinzip der Laser-Zündung klingt einfach, doch der Teufel sitzt im Detail. Anstatt der Kerze sitzt im Zylinderkopf eines Laser-gezündeten Motors ein kleines rundes Fenster aus Saphir- oder Quarzglas mit einem Durchmesser von sechs bis 19 Millimeter, je nach Variante, und einer Stärke von rund fünf Millimetern. Durch dieses Fenster wird dann der energiereiche Laserstrahl gelenkt, der zum richtigen Zeitpunkt das verdichtete Treibstoff-Luft-Gemisch entzündet. Ein Hauptproblem der Sache ist, dass das Fenster durch die Vorgänge im Zylinderkopf laufend verschmutzt und so immer undurchlässiger für den Strahl wird. Nun können die Forscher einfach die Intensität des Lasers einfach erhöhen und so die Verschmutzungen an der Innenseite des Glases einfach wegbrennen. Das würde allerdings wieder den Energieeinsatz in die Höhe treiben, was nicht im Sinne der Erfinder ist. Daher tüfteln die Wiener Forscher an der Optimierung des Fensters, spezielle Werkstoffe und Formgebung sollten die Situation ohne zusätzlichen Energiebedarf verbessern. Nachdem der Laser-gezündete Motor im Labor bereits läuft, arbeiten die Wissenschafter nun auch an der Umsetzung. In einer nächsten Stufe soll auch die Industrie wesentlich stärker eingebunden werden. Die Forschungen wurden und werden bisher vom Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF), dem Verkehrsministerium (BMVIT) sowie der Anstalt für Verbrennungskraftmaschinen List (AVL) und der GE-Jenbacher AG unterstützt.